Ziel dieser Studie war die Entwicklung einer rein metaphysär verankernden Schenkelhalsprothese. Um auf eine Fixierung am Trochanter major zu verzichten, sollte die einfallende Kraft gleichmässig an möglichst vielen Punkten übertragen werden. Mittels Computersimulation zeigte sich ein Implantat mit einem Zentralzylinder und 16 entlang einem Gewinde verlaufenden Prothesenstäben als geeignete Lösung. Zur Bestimmung der Primärstabilität wurden 14 frisch gefrorene Leichenfemura verwendet. Für die Implantation wurde ein spezielles Instrumentarium entwickelt, um die Prothese ohne Darstellung des Trochanter major zentriert in den Schenkelhals einzubringen. Für die Versuche kamen 2 Prototypen, ein Titan- und ein CoCrMo-Modell, zur Anwendung. Zur Messung der Micromotions am medialen proximalen Femur wurde eine sinusförmige dynamische Belastung zwischen 300 und 1700 N bei einer Frequenz von 1 Hz aufgebracht. Bei der neutralen Einstellung von 16 degrees Adduktion und 9 degrees Antetorsion ergaben sich durchschnittlich 119 mum. Trotz dieser guten in vitro Primärstabilität kann es bei klinischer Anwendung durch das zirkuläre Ausschneiden des Schenkelhalses zu Osteonekrosen und Frühlockerungen kommen. Aus diesem Grund müssten noch Tierversuche weitere Erkenntnisse erbringen.
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