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#1
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| Moin, ich habe hier gerade mit einem IR-Thermometer zu tun, dabei macht mich eine Sache nachdenklich: Um eine Temperatur damit korrekt zu messen, muss man den Emissionskoeffizient des Materials am Thermometer eingeben. Wenn ich einen zu kleinen Emissionskoeffizient eingebe, sollte doch folgendes passieren: Das Thermometer misst die Strahlung, dividiert diese durch den Emissionskoeffizienten und erhält die Stahlungsleistung, die ein gleich warmer schwarzer Strahler emittieren würde. Daraus kann man dann die Temperatur ausrechnen. Also wenn ich ein kleineres epsilon eingebe, bekomme ich eine zu große Temperatur angezeigt. Nun ist das bei diesem Gerät aber umgekehrt. Im Raum auf die Tapete geschaut meldet es bei epsilon=1 eine Temperatur, die hinkommen könnte, vielleicht etwas zu wenig. Wenn ich ein epsilon von 0.1 eingebe, zeigt mir das Ding -50°C an. Gibt es dafür eine Erklärung? Oder haben da die Softwerker des Herstellers einfach nur Mist gebaut? Zutrauen würde ich denen das, die Software, mit der man die Messwerte auf den PC übertragen kann, ist auch sehr buggy und teilweise nicht funktionsfähig. CU Rollo |
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#2
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| X-No-Archive: Yes begin quoting, Roland Damm schrieb: Für welchen Meßbereich? Das ist grundsätzlich richtig. Klingt buggy. IR bei Zimmertemperatur ist so eine Sache - das dürfte heftig durch VIS gestört werden. Wie ist denn überhaupt das Funktionsprinzip? Bei einem Strahlungspyrometer gibt es zum einen die Glühdrahtmethode (subjektiver Farbtemperaturabgleich), zum anderen Quotientenmessungen bei zwei verschiedenen Wellenlängenbereichen, die relativ unempfindlich gegen epsilon-Änderungen sind. Vielleicht wird Dein Instrument irgendwie durch sichtbares Licht oder einer reflektierte IR-Quelle ausgetrickst, oder es gibt einen atypischen Emissionsverlauf im Material. (Am einfachsten zu testen, indem Du ein IR-Spektrum auf die Fläche projizierst und abfotographierst, vergleichsweise mit einem Streifen eines anderen Materials im Bild.) Epsilon = 0,1 bedeutet ja auch 90 % Reflexion - das ist strahlendweiß. Wenn der Kasten nun sichtbares Licht berücksichtigt und die Umgebungshelligkeit mißt und daraus dann einen Korrekturwert an Strahlungsleistung gem. dem angegebenen epsilon berechnet und von der empfangenen Gesamtintensität abzieht, dann "sieht" er zu wenig Strahlungsleistung und schließt daraus auf "eiskalt". (Wenn das Ding was taugen würde, dann könnte es epsilon einfach mit einem Probeblitz messen.) Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#3
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| Roland Damm <[Only registered users see links. ]> wrote in news:4af49758$0$6716$[Only registered users see links. ]: Wieso (-)? T^4 = I / eps /Sigma > 0 Also muss das Gerät wohl einen additiven/substraktiven Vergleich machen. Da muss also der Fehler liegen. Falsch geeicht oder schlecht gerechnet. Aber nicht nur. Benutzt werden aber beide Naturgesetzte, sowohl das von Boltzman, als auch das von Wien. "http://www.thermografie.de/physik.htm" "Die Aussendung von Licht aufgrund der eigenen Temperatur erfolgt mit einem gewissen Wirkungsgrad, der das Verhältnis des tatsächlich ausgesandten Lichtes zum theoretisch möglichen ist. Diesen Faktor nennt man den Emissionskoeffizienten e . Die Natur meint es aber gut und gibt allen nichtmetallischen Stoffen einen Emissionskoeffizienten zwischen 0,98 (Blattgrün) und etwa um 0,92 (Gips) mit. Wenn Thermografie an nicht elektrisch leitenden Oberflächen (also auch lackierten Metallen) vorgenommen wird, so ist die Emissionskorrektur sehr klein. Metalle sind jedoch elektrisch leitend und weichen sehr stark von e = 1 ab. Die Abweichung hängt ebenso stark vom Blickwinkel, vom Material, von der Oberflächenrauhigkeit und vom Korrosionszustand ab, so daß hier in jedem Fall mit einer Kalibriermessung der Emissionskoeffizient gemessen werden muß, um verläßliche Temperaturmessungen zu bekommen. Routinierte Thermografie-Dienstleister führen solche absolut notwendigen Kalibrationen standardmäßig unaufgefordert durch. Ein *Nachschlagen* in Listen reicht in keinem Fall aus." -- Selber denken macht klug. |
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#4
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#5
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| Moin, Vogel wrote: Weil Temperatur in °C. Klar. Also ein Emisionskoeffizient von deutlich unter 1 ist immer ein Problem: Wenn der Wert stimmt, heißt das, dass das Objekt stark reflektiert und man eventuell eher die Temperatur des gespiegelten Objektes sieht, als die des zu messenden. Aber darum geht es ja garnicht. CU Rollo |
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#6
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| Moin, Vogel wrote: Nein, ich habe ja keine Fläche mit epsilon=0,1. Ich glaube zumindest nicht, dass das bei eine Raufasertapete mit normaler Wandfarbe gestrichen so sein sollte. Die Frage ist, wenn ich annähme, dass die Tapete ein eps=0,1 hätte, wieso dann das Thermometer eine viel zu geringe Temperatur anzeigt, anstatt wie ich erwartet hätte eine zu hohe. Allerdings: Wenn ich meine Haut messe, ist der Zusammenhang zwischen angezeigter Temperatur und epsilon so, wie ich ihn erwarten würde. Es könnte ja vielleicht sein, dass die Wandfarbe ein ganz besonders merkwürdiges Emissionsverhalten hätte, aber das erklärt den faslschherumigen Zusammenhang aus angezeigter Temperatur und epsilon auch nicht. Die Bedienungsanleitung schweigt sich über das genaue Messverfahren leider aus. CU Rollo |
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#7
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| Roland Damm <[Only registered users see links. ]> wrote in news:4af542de$0$6572$[Only registered users see links. ]: Ja eben. Du hast also einen eps=0,1 eingegeben und eine Raufasertapete gemessen? Das passt aber nicht zusammen. Falsche Korrektur im Gerät, würde ich sagen. Da müsste man genaun wissen was das Gerät tut, sonst wird das ein Kaffeesatztraten. -- Selber denken macht klug. |
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#8
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| I can't give comment anything but this is very great. |
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