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#1
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| Die Grundaussage der QM ist: Alle durch "reale" Wechselwirkung "auseinander hervorgehenden" Zustände (inkl. Spezialfalle Messungen) stehen orthogonal verschieden aufeinander. (Die restlichen REIN für interne Zwecke dienenden rechnerischen Zustände sind humane Fiktion, die zur Zeit wegen der gegewärtig verfügbaren mathematischen Darstellungssprache für eine praktikable Darstellbarkeit im Sinne von "inneren Freiheitsgraden" aktuell nicht "abwendbar" sind. Diese REIN fiktiven Zustände müssen NATÜRLICH im Geiste und praktisch und per jure NICHT rechtwinklich zueinander sein! ) |
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#2
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| usenet schrieb: Ja was denn, orthogonal, verschieden oder aufeinander? Offenbar willst du Penroses Statement verstehen, dass die Eigenzustände hermitescher Operatoren ein Orthogonalsystem bilden können während das auseinander Hervorgehen durch unitäre Operatoren beschrieben wird. Das ist Erstsemester-Trivalkram aus der Linearen Algebra und hat mit der Realität der Quntenmechanik etwa so viel zu tun, wie die Girokontenarithmetik mit dem Familienleben. Die Grundannahmen der _Quantentheorie_ sind: Die Existenz der Observalbenalgebra {A}, dh die Möglichkeit unter gewissen Einschränkungen Funktionen von Observablen zu bilden. Darstellung von Observablen A durch Abbildungen in Hilberträumen. Darstellung der Zustände durch Linearformen mit Charakter eines Wahrscheinlichkeitsmasses, dh Abbildungen von den Observablen in den Zahlenkörper, die typischerweise durch Spurbildung mit einem positiven normierbaren Element der Observablenalgebra konstruierbar sind. Die Grundannahmen der _Quantenmechanik_, dh der Beschreibung von Zeitabläufen und Wechselwirkung in quantentheoretisch beschriebenen Systemen betreffen die _Korrespondenz_ der klassischen und der quantentheoretischen Observablenalgebra in Hinblick auf die mit der raum-zeitlichen Existenz verbundenen, makroskopisch manipulierbaren Observablen: Energie, Impuls, Ort, Drehimpuls und kanonische Zeitentwicklung. Eine Grundaussage der Quantenmechanik in Bezug auf die Messung von Oservablen in deinem Sinne könnte sein: Statistisch gemischte Zustände können durch Filtermessungen zu reinen Zuständen präpariert werden. Reinen Zuständen omega: A->C kann nach Wahl einer Darstellung der Observablenalgebra ein Vektor psi_omega in einem Hilbertraum zugeordnet werden und die zugehörige Linearform für die Messung des Erwartungswertes einer Observablen A im Zustand omega ist durch das Matrixelement omega(A) = <psi_omega, A psi_omega> der linaren Abbildung im Hilbertraum A: psi_omega -> A psi_omega gegeben. Je zwei reine Zustände mit verschiedenen Erwartungswerten irgendeines Operators sind orthogonal: <psi, A psi> != <phi, A phi> -> <psi, phi > = 0 (Übungsaufgabe) Die Serien der Eigenzustände zu einem genügend reichhaltigen System vertauschbarer Operatoren können zu einer Orthonormalbasis des Hilbertraums gemacht werden. (Theoreme über die Vollständigkeit von Fourierentwicklungen) Dein letzer Satz ist natürlich trotzdem falsch, denn durch reale Wechselwirkung erzeugt man über die zugehörige unitäre Zeitentwicklung mit Wechselwirkung im Hamiltonoperator eine unitäre Transformation der Zustände, also eine Drehung der Einheitskugel der normierten Zustandsvektoren im Hilbertraum, und was dabei herauskommt, steht in den Sternen, außer dass wegen der Unitarität die Norm erhalten bleibt. -- Roland Franzius |
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#3
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| Roland Franzius schrieb: verschiedene Dinge über seinen Beruf. Ja, so, 540: "The orthogonality requirement for a quantum observable is important for the quantum measurement process. According to the rules of quantum mechanics, the result of a measurement, corresponding to some operator Q, will always be one of its eigenstates: this is the 'jumping' of the quantum state that occurs with the R process (see §22.1). Whatever state the system is in before measurement, it jumps to one of the eigenstates of Q just as the state is measured, in accordance with R. After the measurement, the state acquires a deWnite value for the observable Q, namely the corresponding eigenvalue q. Thus, for each of the different possible results of the measurement of the observable Q -- that is, for each different eigenvalue q1, q2, q3 , . . . -- we get one of a set of alternative resulting states, all of which are mutually orthogonal." Alles, was sich JEMALS (messbar) auswirken kann, ist und steht senkrecht auf ALLEN andern Zuständen, man. Die sind per QM alle verschieden. Mit deinen im folgenden heruntergebetenen Schwalls inkl. möglicher Paralleuniversen durchaus uvam. kannst du deinen Studenten begeistern, und ja, ich halte von Penrose vielleicht noch mehr als von dir, auch wenn du seine "trivialen" Aussagen für etwas "zu einfach" hältst. Sicherlich verstehe ich, daß das als Berufskrankheit hängenbleiben kann, wenn man nach all den geistigen Mühen kurz vor dem Ende nicht mehr festhalten kann, daß eine Aussage wie a=b auch ohne differentialtopologische Kettenbruchentwicklungen identisch (und verständlich) bleibt. Wäre auch schlimm, wenn deine Zunft nicht rechtwinklig auf anderen stünderle. |
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#4
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| usenet schrieb: Na ja, da hat sich ein Fehler eingeschlichen... es muß natürlich für die _quantum mechanix_ heißen: Alles, was sich JEMALS (messbar) auswirken kann, ist und steht senkrecht auf ALLEN andern _messbaren_ Zuständen, bzw. Zuständen die sich jemals _auswirken_ können. Wenn das Vakuum ein Zustand ist, dann steht jede Messung auf jeder anderen Messung jeder beliebigen anderen Observable in dieser daraus hervorgegangenen Welt qm-rechtwinklich (weil sich alle Welt einen einzigen Hilbertraum teilen muß, inkl. Paralleluniversen). Der Rest sind weitere Interna für bekennende Geniesser des Denkprozesses Roland? Hast du schon gefrühstückt oder möchtest du bitte sagen was irreale Wechselwirkung ist? |
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#5
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| usenet schrieb: Na ja, immer noch besser, als ein Physikbuch zu nehmen und dann auf dieser Grundlage ohne das geringste Verständnis längerer Sätze anderen Belehrung zu erteilen zu wollen. Nun ja, Penrose ist Mathematiker und physikalisch liegt er meist daneben. Also, nach einer Ortsmessung X an einem quantenmechanischen System mit Ergebnis x befindet sich das System im Ort x. Zwei Systeme gemessen an Ort x und y befinden sich in orthogonalen Zuständen. Glaubst du im Ernst so einen Quatsch? Nach einer Impulsmessung P mit Ergebnis p hat das System einen Eigenzustand mit Impuls P=p. Könnte sein, nämlich genau dann, wenn die nächste Messung wieder p ergibt. Dazu muss die Messung offenbar ohne Impulsübertrag erfolgen. Das wäre eine Ingenieursaufgabe, nicht ein Prinzip der QM. Einigermaßen gut funktionieren diese Ideen mit Operatoren mit diskreten Spektren, wenn die Wechselwirkung und die Zeitentwicklung mit den betrachteten Operator kommutieren und Störungseinflüsse unterhalb des Abstands der Eigenwerte im Spektrum agieren. Vergiss das Ganze am Besten, der Diskussionsstand der QT ist nicht in den dreißigern des zwanzigsten Jh. stehengeblieben. Penrose führt Rückzugsgefechte aus einer sehr speziellen Situatation als eine Ikone in Cambridge, weil er mit seinen Intentionen (Bohr-Heisenbergscher Hokuspokus) und Erfindungen (Twistortheorie) keinerlei Resonanz gefunden hat. -- Roland Franzius |
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#6
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| Roland Franzius schrieb: Ja, ich hatte dummerweise den Begriff der Orthogonalität als 'erweitertes Buzzwort' falsch abgespeichert, das gilt also logischerweise nur für die Eigenzustände von Projektoren, na ja immerhin. Tja, sicherlich ist er als 'praktizierender' Physiker zu vernachlässigen, ich hoffe aber weiterhin, daß er die Grundlagen der Physik 'vorwiegend' richtig dargestellt hat. Ich hatte mich eigentlich nur auf die Darstellung (normierter) Zustände im Hilbertraum beziehen wollen (irgendwoher müssen ja die vielen Dimensionen kommen |
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#7
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| usenet schrieb: Mein Gott, die vielen Dimensionen kommen von den vielen Funktionen, die man mit der Algebra quadrat-normierbarer Funktionen, erzeugt von zB { e^-(x^2), x e^-(x^2) x, d/dx (+ , *) }, herstellen kann, das kann für eine Feldtheorie, egal wie sie heißt, doch nicht so schwer verständlich sein. Damit muss jeder Fernsehtechniker leben. Die Dimension ist nicht zufällig genau so groß, wie die der endlichen Polynome in x mit Basis {1,x,..x^n,...}, nämlich abzählbar unendlich. Die Potenzfunktionne sind nur leider nicht orthogonal zueinnander, weshalb man dann auf die Hermitepolynome des harmonischen Oszillators stößt. Das Thema geht zurück bis auf Gauss und Legendre und die Approximation beliebiger Funktionen im Hilbertraum durch Reihen nach der "Methode der kleinsten Quadrate". -- Roland Franzius |
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#8
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| "usenet" <no@spams.invalid> wrote in news:hch2uh$2vsl$[Only registered users see links. ]: Na im Gegenteil, wenn seine Zukunft rechtwinklig zu allen anderen stünde, wäre er ein Eremit. Und was er da heruntergebetet hat finde ich sehr gut. Ist letztendlich genau was du uns sagen wolltest, nur mathematisch erklärt. Wo ist das Problem? -- Selber denken macht klug. |
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#9
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| usenet wrote: Nein, ist sie nicht. Davon, dass du mit diesem Unsinn täglich einen neuen Thread startest, wird er nicht richtiger. |
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#10
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| usenet wrote: Hat er ja auch. Du verstehst ihn bloß gründlich falsch. |
| Tags |
| der , die , grundaussage |
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