| | |||||||
| Register | Search | Today's Posts | Mark Forums Read |
| Forum Physik Forum Physik. |
| | LinkBack | Thread Tools | Display Modes |
|
#21
| |||
| |||
| Lothar Kimmeringer schrieb: Da man den absoluten Durchmesser der Erde schlecht feststellen kann (das geht schon, ist aber sehr aufwendig, wenn man keine Satellitenmessung hat), muß man Relativmessungen (Meereshöhe relativ zu Landmarken) vornehmen. Da Wassermenge, Hebungen, Dehnungen und Riftbildung alle einen Einfluß auf die Höhe des Meeresspiegels haben, aber man die Anteile nicht kennt, kann man nur qualitative Aussagen machen. So kann der Effekt auch in verschiedenen Weltgegenden verschieden ausfallen. Nun muß man erst mal schauen, ob der Effekt überhaupt auftritt, also eine einfache Evidenzentscheidung treffen. Man muß prüfen, ob dieser Effekt mit hinreichender Wahrscheinlichkeit beobachtbar ist. Das ist der wohl. Damit sind aber auch andere äußerst wichtige Theorien über den Aufbau der Welt mit Sicherheit falsch. Da dies so ist, besteht hier allergrößter Handlungsbedarf, da vom Fundament der heutigen theoretischen Physik wenig übrig bleibt, falls sich das Partikelkonzept als falsch heraus stellt. Grüße Thomas Heger |
|
#22
| |||
| |||
| Thomas Heger wrote: Damit strafst du dich selbst Lügen, denn genau das, was man nach dieser deiner Aussage gar nicht kann, hast du hier schon wiederholt selbst getan: eine quantitative Aussage über diesen vermeintlichen Effekt machen. Und nicht nur das, du hast dieses, nun angeblich unmögliche Ergebnis dann auch noch als Grund angeführt, warum du neben der kompletten Geologie nun auch die Archäologie für falsch hälst. Und das fällt dir _jetzt_ ein, nachdem du ein riesiges Theorie-Umsturz-Gebäude auf eine hanebüchene Behauptung gestüzt hast, für die du nicht den Schatten irgendwelcher Evidenz hast. Es gibt unter all den Dingen, die du bisher als Argumente vorgelegt hast, nicht ein einziges, das nicht schon von der herkömmlichen Plattentektonik bequem erklärt würde. Mit anderen Worten, du hast noch kein einziges echtes Argument gegen die Plattentektonik vorgelegt. Und nein, dass du sie für nicht plausibel hältst, ist kein akzeptables Argument. |
|
#23
| |||
| |||
| Hans-Bernhard Bröker schrieb: Das kann ich schon machen: ich suche nach geeigneten Landmarken, für die historische Daten bekannt sind und schaue, wie sich etwas seither verändert hat. Dann kann man die Veränderung auf die Jahre aufteilen und erhält so eine grobe Schätzung. Beispielsweise ist die Annahme plausibel, Troja wäre mal eine Hafenstadt gewesen. Damit nehme ich eine bestimmte Relation zum Meer an, nämlich muß bei einem Hafen wohl Wasser sein und Kais oder vergleichbares müssen so angelegt sein, daß man ein Schiff entladen kann. Wenn man nun etwas findet, das wie ein Kai aussieht und rund 3000 Jahre alt sein sollte, dann kann man die Höhendifferenz durchaus als Schätzwert benutzen. Dann sagt einem simple Geometrie, daß Abnahme des Wasserspiegels bei einem sehr flachen Gelände zu dramatischen Änderungen der Küstenlinie führt, weswegen die Veränderungen in der Ostsee stärker zu beobachten sein sollten als an relativ steilen Küsten. Eine Wissenschaft ist nicht 'falsch', sondern ein Wissenschaftler macht ggf. Fehler. Einem Historiker sollten erhebliche Veränderungen der Küstenlinien schon auffallen, falls er was taugt. Hier geht es ja nicht um 'Kleinkram'. Evtl. habe die Römer Germanien nur deswegen nicht erobert, weil diese Gegend damals noch Teil der Ostsee war. Falls das so ist, dann wäre schon sinnvoll, wenn eine Wissenschaft wie die Archäologie derartiges auch feststellt. Der Unterschied zwischen Plattentektonik und 'growing-earth' ist auch nicht so groß. Wichtig ist, daß ersteres eine steady-state Annahme ist und dabei subduction auftritt. Um Subduktion zu erläutern muß man sich etwa folgendes vorstellen: gesetzt den Fall, die Erde wäre so etwas wie ein Kuchen, dann wäre die Kruste so was wie der Zuckerguß. Nun bedeutet Subduktion, daß der Zuckerguß im Kuchen verschwindet. Grüße Thomas Heger |
|
#24
| |||
| |||
| Uwe Hercksen schrieb: Die Gebirge sind auch eher jung, weswegen ich auch nicht daran glaube, daß Abnahme der Oberflächenkrümmung etwas mit der Entstehung von Gebirgen zu tun hat. Ich stelle mir das eher als Folge von Brüchen vor, die von unten her durch die Kontinentalkruste gehen und damit das Aufsteigen von Magma ermöglichen. Dieses bewirkt dann ein Anheben und Aufbrechen der Oberfläche. So einen Bruch stelle ich mir keilförmig vor, wobei die Spitze nach oben zeigt und unterhalb der Oberfläche endet. TH |
|
#25
| |||
| |||
| Thomas Heger schrieb: Mal zu Troja, lese doch mal den alten Homer, da ist eigentlich nicht von einer Hafenstadt die Rede. Die Griechen haben mit ihren Schiffen am Strand gelegen, und zwischen dem Lager der Griechen und dem Schlachtfeld, und zwischen dem Schlachtfeld und Troja wer es ein ganzes Stück Weg. Und außerdem ist die Gegend in Kleinasien doch recht stark tektonisch aktiv. André -- André Grafe 01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E http://www.boincstats.com/signature/user_1323769.gif |
|
#26
| |||
| |||
| André Grafe schrieb: Ich hatte schon angedeutet, daß es nicht wirklich wichtig ist, ob jene Stadt mit der von Homer geschilderten identisch ist. Möglicherweise gab es Troja gar nicht. Mit Sicherheit wissen wir, daß dort eine relativ wohlhabende Stadt war, da man dort sehr massive Bauten findet. Mir reicht auch erstmal etwas, das ich 'erster Anschein' nennen würde. Mit einfachsten Mitteln habe ich einiges aus dem Internet gefischt, was diese These stützt. Dann darf man auch nicht vergessen, daß diese Annahme mal den wissenschaftlichen Konsens dargestellt hat. Sie ist also keineswegs besonders abwegig. Ich habe z.B. neulich ein altes Video gesehen, wo Heinz Haber im Fernsehen (noch in schwarz-weiß) einen Plastikball aufpumpt und zeigt, daß die Kontinente sich genau so verhalten, wie es diese These annimmt. TH |
|
#27
| |||
| |||
| Thomas Heger wrote: Dir fehlt dabei die Einsicht, dass große Behauptungen auch große Argumente brauchen, um glaubhaft zu sein. Erster Anschein mag als Grund ausreichen, sich etwas genauer anzusehen, aber keinesfalls, um deswegen gleich ganze Disziplinen der Wissenschaft als kompletten Fehlschlag zu brandmarken. Es scheint dir so, als ob diese Beobachtungen deine These stützen. Das tun sie aber nicht. All deine Argumente über Küstenlinien und Wasserstände lassen sich in zwei Klassen teilen: solche, die schlicht hanebüchen sind (Germanien lag zu Cäsars Zeiten noch im Meer, die Archäologen haben samt und sonders keine Ahnung über Datierung, ...) und solche, die kein bisschen mehr in Richtung Growing-Earth als in Richtung Plattentekonik zeigen. Mir scheint, du leidest unter Neuer-Hammer-Syndrom. Das führt bekanntlich dazu, dass für jemanden, der sich gerade einen neuen Hammer gekauft hat, auf einmal die ganze Welt wie Nagelköpfe aussieht. Dein neuer Hammer ist die Growing-Earth-Hypothese, und schon sieht alles, was dir unter die Finger kommt, wie Argumente zugunsten derselben aus. Das täuscht aber. Gewaltig. Dann sollte man allerdings ebensowenig vergessen, dass es sehr gute Gründe gibt, warum dieser Satz in der Vergangenheitsform formuliert ist. 50 Jahre geologischer Forschung haben so manche Hypthese über das Erdinnere zu einem Dasein als peinliche Erinnerung an Jugendsünden verdammt. Growing Earth ist eine davon. |
|
#28
| |||
| |||
| Thomas Heger wrote: Nicht nach deiner eigenen Aussage oben, dass _nur_ qualitative Aussagen machbar seien. Wenn wir also für's erste ausschließen, dass du dich soweit über die Menschheit erhaben fühlst, dass du dich bei "man" nicht selbst einschließt, ist entweder deine Aussage, das man das nicht könne, oder die, dass du das kannst, plump gelogen. In diese Schätzung geht allerdings die durch nichts begründete, und durch Gegenbeispiele widerlegte Annahme ein, dass dieser Vorgang universell und gleichförmig sei, also über all und zu jeder Zeit gleich schnell passiert. Nein. Weder über Homer's Troja (denn das lag laut Autor _nicht_ direkt am Meer), noch über die archäologische Stätte, bei der es sich vermutlich um Troja handelt. Hier zeigt sich nur einmal mehr, dass die Maßstäbe, die du für den Begriff "plausibel" anlegst, grotesk verzerrt sind. _Wenn_. Und, hast du? Du unterstellst also nun inzwischen nicht nur sämtlichen Geologen, Archäologen und Physikern, sondern auch der kompletten Zunft der Historiker, dass sie _alle_ zu blöd sind, und dass du ganz allein durchschaut hast, wo die sich alle geirrt haben. Merkst du eigentlich noch irgendwas? Noch viel sinnvoller wäre allerdings, wenn du dich mal auf die Idee einlassen könntest, dass sie nichts derartiges feststellen, weil es nichts deartiges _gibt_. Und darauf, dass deine heißgeliebte Growing-Earth-Hypothese schlicht falsch ist. Das ist nicht wichtig, sondern schlicht falsch. An Landmassen, die über den flüssigen Erdmantel hin- und hergetrieben werden, zusammenstoßen, sich dabei hoch- und runterdrücken, ist nichts steady-state. Subduktion passiert. Stimmt. Und schon wieder hast du ein Argument, dass _gegen_ deine These spricht, denn die könnte es dabei nicht geben, weil ja alles immer nach außen strebt, nicht nach innen. |
|
#29
| |||
| |||
| Thomas Heger wrote: Ich hatte dich schon mal darauf hingewiesen, dass in deinem Theoriegebäude jeglicher Grund fehlt, warum irgendwas aufsteigen sollte. Es dürfte in deiner Theorie keine Dichteunterschiede im Erdinneren außerhalb der mysteriösen "Plasma-Prozess"-Region geben. Dumm nur, dass längst nicht alle Berge dieser Welt Vulkane sind... |
|
#30
| |||
| |||
| Hans-Bernhard Bröker schrieb: Welche Beobachtungen würden die Behauptung denn dann stützen (oder ggf. widerlegen) ? Der Weg der Erkenntnis geht darüber, daß man Mutmaßungen anstellt und schaut, welche dieser Vermutungen am ehesten zur Wirklichkeit passt. Es ist wohl klar, daß sich nicht alle Vermutungen bestätigen. Trotzdem muß man unverdrossen vermuten und dann schauen, ob das so geht oder nicht. So vermute ich wohlgemerkt nur, die Erde würde wachsen und nehme die von mir geschilderten Beobachtungen als hinreichenden Anfangsverdacht. Dann quantifiziere ich diese Vermutung und schaue, wie weit man damit kommt. Das geht natürlich auch viel genauer, aber man prüft etwas nur genau, wenn man so einen Anfangsverdacht auch hat. Und vielleicht ist es ja hilfreich, wenn ich den so mal ausspreche. Ich hoffe, ich habe den entsprechend begründet. TH |
| Tags |
| erde , wachsende |
| Thread Tools | |
| Display Modes | |
|
|
| | ||||
| Thread | Thread Starter | Forum | Replies | Last Post |
| Meine Theorie über den Mars (und eine Analogie zur Erde) | wer.bin.ich | Forum Physik | 14 | 07-23-2008 10:28 PM |
| wachsende Erde | Thomas Heger | Forum Physik | 8 | 04-30-2008 02:45 PM |
| Bibel und Biologie: Die Bedeutung des Lichts für die ersten Lebenformen auf der Erde und das Alter der Erde | Christian | Forum Biologie | 4 | 02-28-2006 01:57 PM |
| Biologie und Bibel: Schöpfung & Evolution | Christian | Forum Biologie | 12 | 07-11-2005 09:42 PM |
| Berechnung der Lichtgeschwindigkeit nach QED | Dieter Grosch | Forum Physik | 6 | 09-04-2003 09:39 AM |