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#11
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| Michael Dahms schrieb: de.etc.fahrzeug.auto würde aber besser passen. Gruß Matthias |
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#12
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| Gerhard Mesenich schrieb: [gute Beschreibung von Radlast- und Nickbewegungsabhängigkeit gelöscht] Die Ausgangsfrage, auf das wesentliche reduziert, war: "Nickt ein Auto mehr ein, wenn die Bremskraft vorne höher als hinten ist." Also hängt die Antwort davon ab, wie die Aufhängungen vorne und hinten konkret realisiert sind. Tendiert bei einer Bremsung mit den vorderen Bremsen das Auto mehr zum Einnicken als mit den hinteren Bremsen, dann nickt das Auto bei einer stärkeren Bremskraft vorne (und gleicher gemeinsamer Bremskraft) mehr ein. Und umgekehrt. Jens |
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#13
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| Michael <[Only registered users see links. ]> wrote in news:[Only registered users see links. ]: Diese technischen Details sind aber für die Beantwortung wichtig. Deine schematische Beschreibung ist falsch, eben weil du die technischen Details nicht berücksichtigt hast. Wo das Fahrzueg einknickt, hängt einzig und alleine von der Radaufhängung und von der Federung ab. Deine Aussage würde eben nur dann zutreffen, wenn man diese technischen Details nicht berücksichtigt. -- Selber denken macht klug. |
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#14
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| Roland Franzius <[Only registered users see links. ]> wrote in news:h4ncok$bo7$01$[Only registered users see links. ]: Wenn denn die Antworten hier, von Physikern kämen, wäre deine Aussage noch zutreffender als sie es ohnehin schon ist ;-) Und leider sind Ingenieure, die da den Durchblick haben, ziemlich dünn gesät, weil klugscheissende Controller(so nennen sich jene Arschlöcher die den Fachleuten sagen wollen wo es lang geht) sie immer wieder bei der Arbeit behindern. -- Selber denken macht klug. |
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#15
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| Jens Dierks wrote: Soweit richtig, ohne jedes wenn und aber. Eben nicht. Die Bremskraftverteilung ist für die Nickbewegung weitgehend irrelevant, keineswegs jedoch für die Fahrstabilität. Nur bei entsprechenden Kompensationsaufhängungen ist die Stärke des örtlichen Nickens auch von der Stärke der örtlichen Bremskraft abhängig, die dann das das entsprechende Kompensationsmoment erzeugt. Die heute meist üblichen Vorderradaufhängungen (z.B. McPherson Aufhängungen, Hauptvorteil geringe Kosten, Kompaktbauweise und geringe ungefederte Masse) sind bezüglich des Nickens zumeist weitgehend unkompensiert. Die Querstabilisatoren dienen hierbei nur zur Verminderung des Wankens um die Längsachse bei Kurvenfahrten; die theoretisch denkbare Nutzung der Querstabilisatoren auch zur Nickkompensation ist m.W. wg. der hohen Bremsmomente und des erheblichen zusätzlichen Bauaufwands nicht üblich. Hinterradaufhängungen sind demgegenüber m.W. häufig weitgehend kompensiert, da dies wg. der weitgehenden Spurkonstanz hier wesentlich einfacher zu erreichen ist. Es ist auch ohne weiteres denkbar, die Hinteradaufhängung im Sinne des Vorderwagennickens zu kompensieren, so daß sich das Fahrzeug dann im Falle der Bremsung parallel zur Fahrbahn absenkt, um die Ausleuchtung der Fahrbahn (Scheinwerfer) weitgehend unverändert beizubehalten. Die Nickbewegung, die im Prinzip mit entsprechender Radaufhängung auch vollständig kompensiert werden kann, was bei den Vorderrädern wg. der im Normalfall nur geringen fahrdynamischer Vorteile allerdings unüblich ist, ist somit im wesentlichen nur von der durch die Bremsung entstehenden Kraftverlagerung abhängig. Das Moment ist unter Vernachlässigung der geringen Geometrieänderungen durch das Nicken und der Kompensationskräfte nur von der Stärke der Verzögerung abhängig; unabhängig davon, ob die Verzögerung im Extremfall nur vorn oder hinten stattfindet. Der Ort der Bremsung ist somit zumindest bei den einfacheren Konstruktionen weitgehend unerheblich. In der Praxis versucht man nach Möglichkeit, ein Überbremsen der Hinterräder zu vermeiden, da dies sehr leicht zu unkontrollierbaren Schleuderbewegungen führt (Verlust der Seitenführungskraft, labiles Gleichgewicht). Falls unvermeidlich, sollten nach Möglichkeit stets die Vorderräder zuerst blockieren, wobei dann zwar die Lenkfähigkeit verloren geht, das Fahrzeug dabei aber normalerweise in stabiler Lage geradeaus nach vorn rutscht. Mit ABS wird auch das meist verhindert. Im Idealfall werden Vorder- und Hinterräder bei Notbremsungen an der Blockiergrenze gehalten, was wg. der Kraftverlagerung bei Vollbremsungen je nach Fahrzeugart typisch ca. 70-90% der Bremskraft an den Vorderrädern erfordert. Die Hinterbremsen sind daher bei Vollbremsungen an der Verzögerung normalerweise nur in geringem Maß beteiligt. Die Meisten neigen intuitiv zur Annahme des Gegenteils. Ein schönes Beispiel sind Flugzeuge, die zu Anfang der Fliegerei meist mit Spornrädern ausgerüstet wurden, da das ganze wg. des langen Radstands statisch wunderbar ausgeglichen und unproblematisch aussieht. Die Täuschung kommt dadurch zustande, daß das Flugzeug optisch durch den langen Schwanz dominiert wird, während der hochliegende Schwerpunkt durch den schweren Motor dominiert nahezu direkt über Vorderrädern liegt. Das ist eine dynamisch 'tödliche' Kombination. Beim Landen kommt es dann leicht zu schweren Unfällen durch Überschlag, selbst ohne Bremsen, was früher sehr häufig vorkam. Heute werden daher alle modernen Flugzeuge nach Möglichkeit fast immer mit Bugradfahrwerken ausgerüstet, bei denen die Überschlagsgefahr drastisch vermindert ist, obwohl sie auf den ersten Blick intuitiv eher ungünstiger aussehen. Alles hat Vor- und Nachteile, bei Bugradfahrwerken kann dafür sehr leicht Bugradflattern (Systemresonanz) auftreten, was auch nicht ohne ist. Fiel mir gerad so ein, da ich so ein Teil vor etlichen Jahren mal dynamisch in Ordnung bringen mußte ;-). Gruß, Gerhard |
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#16
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| Gerhard Mesenich schrieb: Sehe ich anders... Praktisch wohl zutreffend, da es hier aber nur um die Nickbewegung geht, kommt es speziell auf das "weitgehend" im obigen Satz an. Es ist doch wohl entscheidend, ob vorne oder hinten die Bremskraft ansetzt, und somit die verzögernden Kräfte über die entsprechende Aufhängung auf die Karosserie ausübt. Die ungebremste Aufhängung wird ja quasi nur relativ Kräftfrei (bzw ohne eine große Veränderung der Kräfte) mitgeführt. [noch ein paar schöne Beschreibungen] Unklar ist hier, ob du eine aktive Kompensation via gesteuerter Hydraulik meinst, oder eine Aufhängung meinst, die einfach durch ihre Konstruktion keine vertikalen Kräfte auf die Karosserie ausübt. Ich bezweifle diese Unabhängigkeit. Ansonsten volle Zustimmung und Danke für die Ausführungen. Jens |
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#17
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| "Jens Dierks" <[Only registered users see links. ]> schrieb im Newsbeitrag news:4a719861$0$30901$[Only registered users see links. ]... Also, was ich sehe ist, dass auch hier eine unterschiedliche Ansicht darüber herrscht.(;-)) (Es geht um's Prinzip, und nicht darum, ob und wie durch eine konstruktive Maßnahme das Nicken beeinflusst werden kann!) Gruß Manfred |
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#18
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| On Thu, 30 Jul 2009 13:24:05 +0200, Gerhard Mesenich wrote: Nein. Das gebremste Rad überträgt nicht nur eine Verzögerungskraft, sondern auch ein Drehmoment. Je nachdem, wie die Radaufhängung gestaltet ist, kann dieses Drehmoment dazu führen, dass das Fahrzeug am gebremnsten Rad einnickt, oder hochsteigt. Die offensichtlichen Beispiele für beide Fälle am Motorrad/Motorroller wurden bereits mehrfach genannt. ---<(kaimartin)>--- -- Kai-Martin Knaak Öffentlicher PGP-Schlüssel: [Only registered users see links. ] |
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#19
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| Jens Dierks wrote: Letztlich ist alles konstruierbar ... :-) Der zentrale Punkt der Überlegungen ist die Tatsache, daß die Radlastverteilung völlig unabhängig von der Art der Bremsung und im wesentlichen nur von der Schwerpunktlage des Fahrzeugs und der Stärke der Bremsung abhängig ist. Natürlich kann mit aktiven Elementen auch jede beliebige Lage erzwungen werden. Mit ausgefeilten Radaufhängungen ist es auch möglich, abhängig von der jeweiligen Bremskaft des einzelnen Rades über den Umweg über das Bremsmoment je nach Auslegung ein entsprechendes Anheben oder Absenken der Karosserie an dem jeweiligen Rad zu erzwingen. Dies erfordert jedoch aufwendige Längslenker zur Aufnahme des Momentes und entsprechende Kraftkompensation. Solche Konstruktionen sind wg. des Aufwands bei Vorderrädern im allgemeinen unüblich, bei Hinterrädern selten, zumal das Bremsnicken nur sehr geringe fahrdynamische Probleme erzeugt. Völlig richtig, das ist aber nur über den Umweg über die Radaufhängung bei relativ aufwendigen Konstruktionen relevant, bei denen die entsprechende Kompensation vorgesehen ist. Die Radlast (Normalkomponente) ist davon unabhängig. Die Umfangskomponente ist demgegenüber bremskraftabhängig und kann zu entsprechendem (theoretisch beliebigem) lokalen Anheben oder Absenken der Karosserie genutzt werden. Das ist ohne weiteres möglich, bei den meisten Fahrzeugen wg. des hohen Zusatzaufwands allerdings unüblich. Nur bezüglich der Umfangskraft (Bremsmoment), die Normalkomponente (Radlast) ist unabhängig vom Ort der Bremsung und nur von der Schwerpunktgeometrie und der Stärke der Bremsung abhängig. Letzteres, siehe oben. Eine aktive Hydraulik kann darüber hinaus unabhängig von Bremsungen im Rahmen des Sinnvollen jede beliebige Fahrzeuglage erzwingen. Es sind Standardaufhängungen gemeint, die durch die Art der Konstruktion keine *Zusatzkräfte* ausüben. Die von Dir angenommene Abhängigkeit ist *nur* mit entspechenden Laqekompensationskonstruktionen möglich. Mit den Kompensationskonstruktionen (sowohl aktiv als auch passiv möglich) kann dann jedoch theoretisch stets jede weitgehend beliebige lokale Lageänderung der Karosserie erzwungen werden, was wg. des höheren Konstruktionsaufwands jedoch kaum lohnend und daher im allgemeinen weitgehend unüblich ist. Danke für die Blumen, Gruß, Gerhard |
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#20
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| Kai-Martin Knaak wrote: Zustimmung. Das ist jedoch nicht grundsätzlich so, sondern dann eben *nur* durch die entsprechende konstruktive Auslegung der Radaufhängung bedingt. Weiteres in vorheriger Antwort an JD. Gruß, Gerhard |
| Tags |
| auto , ein , mehr , nickt , oder , weniger , wenn |
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