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#1
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| Hallo, Ich bin gerade über folgende Kuriosität im beobachteten Baryonenspektrum gestolpert, die ich nicht verstehe: Wenn ich mit SU (3)-Gruppentheorie die 3x3x3-Darstellung der SU(3)_f-Symmetrie für QCD mit drei masselosen Quarks (u,d,s) reduziere, bekomme ich 3x3x3 = 1 + 10 + 8 + 8 Die dazugehörige Spindarstellungen erhält man aus der Reduktion von 2x2x2 der SU(2)-Spinsymmetrie: 2x2x2 = 10+8+8 Nun ist es so, daß für verschwindenden Drehimpuls l=0, die Flavour- und Spinwellenfunktion eines Baryons total symmetrisch ist, da die totale Antisymmetrie der Gesamtwellenfunktion schon vom epsilon-Tensor im Farbraum erzeugt wird. D.h. durch Vergleich der Darstellungsreduktion oben müßte es ein Dekuplet (spin 3/2) zwei Oktoplets spin (1/2) von l=0 Baryonen geben. Beobachtet wird aber doch nur ein Oktoplet und ein Dekuplet, zumindest wenn ich der Literatur wie z.B. Burgess/Moore "The Standard Model A Primer" glauben schenken soll. Gibt es also einen tiefschürfenden Grund, weshalb das andere Oktoplet nicht existiert? Beste Grüße, Rene. |
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#2
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| René Meyer schrieb: Die beiden Oktett-Darstellungen sind isomorph, die Reduktion also nicht elementar. Die so gewonnenen Darstellung enthält eine Faktor 2-te Potenz der irreduziblen Oktetdarstellung, wenn ich mich richtig erinnere. -- Roland Franzius |
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#3
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#4
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| René Meyer schrieb: Ein Teilchen der Oktettdarstellung hat den Darstellungsraum H_(8,1)= C^8 xL^2(R^3). Zwei Teilchen H_(2,8)= (H_(8,1))^2 = (C^8 (x) L^2(R^3))^((x)2, das Tensorproduktquadrat, das man dann irgendwie neu nach direkten Summen von Drehimpulseigenräumen und dgl. zerlegt. Allgemein wird eine N-Teilchen-Produktdarstellung im Hilbertraum ohne Ortsanteil H^((n)) in eine Summe irreduzibler Darstellungen H^((x)n) = sum_k H^((x) k) zerlegt in dem Sinn, dass die Operatoren k x k-Blockmatrizen auf der Diagonalen sind. Vereinfacht gesagt treten bei der Zerlegung einer n-ten Tensorpotenz im Dimensionsprodukt n*d = sum k_i einige Summanden k_i mehrfach auf und man muss dann halt schauen, ob die zu diesen multiplen Dimensionzahlen gehörigen Darstellung eindeutig bis auf Unitäräqivalenz sind oder nicht. Wenn nicht, bedeutet es, dass in der Darstellung zu 3 Quarks unter den gegebenen Nebenbedingungen zwei Baryonen neben Mesonen der 10- und 1-dimensionalen Darstellung vertreten sind. -- Roland Franzius |
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#5
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| René Meyer schrieb: Ein Teilchen der Oktettdarstellung hat den Darstellungsraum H_(8,1)= C^8 (x) L^2(R^3). Zwei Teilchen H_(2,8)= (H_(8,1))^((x)2 = (C8 (x) L2(R3))^((x)2, das Tensorproduktquadrat, das man dann irgendwie neu nach direkten Summen von Drehimpulseigenräumen und dgl. zerlegt. Allgemein wird eine n-Teilchen-Produktdarstellung im Hilbertraum ohne Ortsanteil H^((x) n) in eine Summe irreduzibler Darstellungen H^((x)n) = sum_k H^( (x) k) zerlegt in dem Sinn, dass die Operatoren k x k-Blockmatrizen auf der Diagonalen sind. Vereinfacht gesagt treten bei der Zerlegung einer n-ten Tensorpotenz im Dimensionsprodukt n*d = sum k_i einige Summanden k_i mehrfach auf und man muss dann halt schauen, ob die zu diesen multiplen Dimensionzahlen gehörigen Darstellung eindeutig bis auf Unitäräqivalenz sind oder zu inäquivalenten Dartstellungen gehören, wie der direkten und der adjungierten. Wenn wie hier die Darstellung eindeutig ist, folgt, dass in der Darstellung zu 3 Quarks unter den gegebenen Nebenbedingungen zwei Baryonen neben je einem Meson der 10- und 1-dimensionalen Darstellung vertreten sind. -- Roland Franzius |
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#6
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| René Meyer <[Only registered users see links. ]> wrote in news:0a27abbe-e883-4c53-89fb- [Only registered users see links. ]: Die _beiden_ Oktets sind eine gemischte Beschreibung _eines_ existierenden Oktets. Das heisst, da fehlt in der Beschreibung eine Information um die beiden Beschreibungen zu überlagern. Bei Orbital-Drehimpuls=0 resultiert nur ein Oktet. -- Selber denken macht klug. |
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#7
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| roland.franzius # uos.de@2:240/2188.911 meinte am 25.07.09 zum Thema "Re: Wieso gibt es nur ein Baryonenoktuplet?": Achtung keine ernsthafte Replik! Das wäre doch mal was als Bild-Titelgeschichte: Aber ersatzweise haben wir hier ja Kurt und Co statt die Reaktion auf so nen Text. Wobei Du für das "vereinfacht gesagt" schon ne Belobigung verdienst. Gruss Gerhard Origin: Lohnarbeit muß sich lohnen für den, der zahlt. Nicht Arbeit muß sich da lohnen, sondern arbeiten lassen. --- |
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#8
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| Vogel schrieb: Alle drei Objekte die du beschreibst sind von einander verschiedene Beschreibungen und als solche unterschiedlich so wie voneinander unterscheidbare Mengen eben. Wie die Welt ist, das ist nicht Folge irgendeiner (mathematischen) Ansicht, wie du glaubst, und es gibt, ganz offenbar, keinen heiligen Gral an Information" oder "Wissen", der das unendlich universe in ein paar verbindliche "Existenz"-Regeln pressen könnte. |
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#9
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| Just Pronto schrieb: Es handelt es sich bei der elementaren Darstellungs(de)komposition der Liealgebra der internen Freiheitsgrade von SU(n)(x) L^2(R^3) \ L^2(R^3) idealerweise um mehrere verschiedene, identische oder nichtidentische, Teilchen, nicht um Überlagerungen der Zustände eines Teilchens. -- Roland Franzius |
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#10
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| Just Pronto <me@privacy.invalid> wrote in news:[Only registered users see links. ]: Drei Objekte? Was meinst du damit? Das glaube ich nicht, weil es mathematische Ansichten nicht gibt. Aber die Mathematik bietet grundlegende Beziehungen an, die deswegen auch von der realen Welt nicht umgangen werden können. Diese inhaltlich stark reduzierte Idee habe ich nie mein eigen genannt. Du vertrittst also die dialektisch materialistische Auffassung das Universum sei unendlich in seiner Vielfalt und raumzeitlicher Ausdehnung? Es gibt jedoch für alles eine Erklärung warum es so ist, die laut unseren huetigen Kenntnissen nicht auf eine ultima Ratio zurückzuführen ist. Dies schliesst natürlich nicht aus, dass ein existierender Zustand, lediglich ein zufälliger Zustand aus vielen möglichen ist. Jedoch gibt es auch für die Gesamtheit der Zustände eine Existenzbedingung. Es gibt nichts ohne Ursache auch wenn diese nur stochastisch sein sollte. Soviel als Allgemeines. -- Selber denken macht klug. |
| Tags |
| baryonenoktuplet , ein , gibt , nur , wieso |
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