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| Volker Meyer <[Only registered users see links. ]> wrote in news:[Only registered users see links. ]: Jo. Es ist eine statistische Eigenschaft. Ja natürlich. Es ist aber ein physikalischer Sachverhalt der mathematischen Gesetzmäsigkeiten unterliegt. Diese steken im Verhalten drin. Das Verhalten der Natur besteht aus Erhaltungssätzen(grob formuliert) und Mathematik. Mathematik ist nicht nur eine beliebige Sprache, wie man es manchmal umgangssprachlich hört, sondern die Sprache der Mathematik beschreibt unter gegebenen Randbedingung zwingende Gesetzmässigkeiten. Wo sollten sonst die Naturgesetze herkommen. Ein Gott hat sie nicht gemacht und eine andere primordiale Ursache wäre unphysikalisch. Für mich schon, ob's dem Gerhard gefällt wird sich noch zeigen ;-) -- Selber denken macht klug. |
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#23
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| Vogel schrieb: Glaube ich eigentlich nicht. Zugegeben, man kann das so ansehen. Ich schätze eher, dass die Statistik eine Eigenschaft der Materie (oder auch der Welt) ist, also builtin. In meinem Verständnis ist also die Statistik eine Eigenschaft der Dinge an sich und nicht erst von Ensembles. Macht das für Dich (oder sonstwen) einen Sinn? Grüsse, Volker |
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| Volker Meyer schrieb: Da das dann ja zu deiner eingebauten Statistik gehört, nein. -- Roland Franzius |
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| Roland Franzius schrieb: Ist nur so ein Gedanke. War wohl auch nicht hinreichend exakt formuliert. Eigentlich meinte ich, dass der Zufall eingebaut ist. Ich nehme da immer den Neutronenzerfall: Da driftet das Proton z.B. nach rechts davon, das Elektron saust nach links oben, das Neutrino ist schon längst nach unten verschwunden. Die Ebene, die von den drei Teilchen via Impulserhaltung aufgespannt wird, ist durch nichts ausgezeichnet. Es hätte auch jede andere sein können. Ich habe also einen spontanen Symmetriebruch ohne Higgsfeld oder sonstige Magie. Man mag das der Materie zuschreiben, weil sie in drei Teilchen zerfallen kann, oder aber dem Universum, weil es drei räumliche Dimensionen hat. Macht das jetzt mehr Sinn für Dich? Grüsse, Volker |
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#27
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| Volker Meyer schrieb: Wannst nicht hinguckst, siehst auch keine Statistik. Oder komplizierter ausgedrückt: Klassische Statistik bedeutet, Einzelsysteme, wie eine Billardkugel auf dem Tisch, zu präparieren und zu messen. Die Statistik der Messung wird auf eine Streuung der Präparation, nicht auf eine ungenaue Zeitentwicklung zurückgeführt. Die Klassische Statistik gibts auch in der QM. Dort gibts aber zusätzlich noch die Korrelationsstatistik des Ensembles unabhängig präparierter Einzelsysteme, die eine Zerlegung des Masses in Punktmengen von Ereignissen unmöglich machen. Deren überraschende Neuigkeit ist eben die Existenz von Korrelationen quer übers Ensemble, für die es im Einzelsystem keine Kontrollmöglichkeit gibt. Wenn du also sagst, der Zufall sei im Einzelsystem eingebaut, so gilt das wieder nur für die Beobachtung im Ensemble. Also muss man die Beschreibung durch Zustände und Operatoren für das totale Ensemble ernst nehmen, sonst gehen einem die wichtigsten Eigenschaften der Quantenwelt verloren. Der Zerfall verläuft also im Ensemble deterministisch, die Projektion auf die Observablen im Einteilchennachweis zerstört den Ensemblezusammenhang und produziert klassische Kanalwahrscheinlichkeiten. -- Roland Franzius |
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#28
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| Roland Franzius schrieb: Danke für Deinen interessanten Beitrag. Nehmen wir noch mal den Betazerfall: die exponentielle Zerfallskurve für das Ensemble ergibt sich ja schlicht aus der Vorrausetzung, dass die individuelle Zerfallswahrscheinlichkeit für jedes Teichen alle Zeit gleich ist. Verstehe ich Dich jetzt richtig, dass Du meinst, für quantenmechanische Ensembles gelten da andere Regeln? Ich würde auch hier vermuten, dass sich das Verhalten des Ensembles aus seinen Teilen verstehen lässt Um zur Unschärferelation zurückzukehren, die ja mal den Ausgangspunkt dieser Diskussion darstellte: klassisch wird ein Teilchen durch seine drei Ortskoordinaten und seine drei Impulskomponenten bestimmt. In der Quantenmechanik stellen wir fest, das wir diese Werte durch Verteilungen ersetzen müssen. Irritierenderweise sind diese Verteilungen via p=hk korrelliert. Der Rest ist Fouriertransformation. Natürlich wird die Sache noch durch den Spin kompliziert, den ein klassisches Teilchen ja gar nicht haben kann. Dennoch neige ich zu der Vermutung, dass alle quantenmechanischen Phänomene schon lokal angelegt sind und nicht erst ein Ensemble brauchen. (Auch wenn man vielleicht ein Ensemble braucht, um es nachzuweisen.) Grüsse, Volker |
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#29
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| Volker Meyer <[Only registered users see links. ]> wrote in news:[Only registered users see links. ]: Eine individuelle Zerfallswahrscheinlichkeit gibt es nicht. Vielleicht denkst du noch mal nach über: " Wenn du also sagst, der Zufall sei im Einzelsystem eingebaut, so gilt das wieder nur für die Beobachtung im Ensemble." Das was du "individuelle Zerfallswahrscheinlichkeit" nennst, ist eine Eigenschaft von Ensembles. Für ein einzelnes Ereignis lässt sich daraus gar nichts schliessen. Ein Atom kann zerfallen oder aber auch NIE zerfallen. Dass letztendlich jedes Atom einer finiten Menge einer solchen Substanz zerfällt, liegt ledglich an der finiten Menge die man gerade betrachtet. Im gesamten Universum jedoch, gibt es immer ein Teilchen, dass auch nach noch so langer Zeit nicht zerfallen ist. Ja so war das gemeint. Die Ursachen der Streuung von Grössen sind da anderer Natur. In der klassischen Statistik liegen sie auschliesslich in der ungenauen oder unbekannten Präparation. In der QM hat man ein statistisches Verhalten selbst dann wenn das System ideal genau präpariert ist. Verstehen möglicherweise. Aber nicht nachweisen oder beobachten. Was ist aber schon ein Verstehen das nicht beobachtet werden kann. "wird ein Teilchen...bestimmt"? Was soll das heissen? Was von dem Teilchen wird dadurch bestimmt? Solche Allgemeinaussagen ergeben nicht viel Sinn. Das ist eben der Widerspruch in deinen Gedanken. Was man nicht nachweisen kann ist nicht "schon lokal angelegt". Und du musst noch verstehen, dass es Ensemble-Eigenschaften gibt die nur dem Ensemble zukommen, also am Einzelobjekt gar nicht beobachtbar sind. Es sind z.Bsp. jene Mischterme im Tensorprodukt. Ein klassisches Beispiel: In "Reih und Glied" zu stehen ist NUR eine Ensemble-Eigenschaft. Alle Einzelobjekte sind dabei nach einer Regel ausgerichtet und angeordnet. In diesem Falle eine einfache lineare Anordnung. Stell dir nun vor die Einzelobjekte sind jedes verschieden ausgerichtet und angeordnet, aber nach einer gewissen Gesetzmässigkeit(z.Bsp. der Wellenfunktion). Also z.Bsp. jedes Objekt in der Reihe ist um 10° mehr gedreht als sein Vorgänger und an einer Stelle angeordnet die um den Sinusbetrag des Abstandes abweicht vom Vorgänger. Es ergeben sich so für das Ensemble Eigenschaften die am Einzelobjekt gar nicht zu beobachten sind. Um solche Eigenschaften geht es meistens in der QM. Man trifft da natürlich auch auf klassische Eigenschaften. Mit der Unschärferelation hat das erst einmal nichts zu tun. Auch der Spin ist eine Ensemble-Eigenschaft. Am Einzelobjekt ist er total unbestimmt. -- Selber denken macht klug. |
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#30
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| Vogel schrieb: Das kommt drauf an. Einige Leute glauben, dass es etwa 10^80 Teilchen im Universum gibt. Nur wenn man annimmt, dass es tatsächlich unendlich viele sind (was ich nicht weiss, aber eher für unwahrscheinlich halte) gibt es keinen Zeitpunkt, an dem nicht alle zerfallbaren zerfallen sind. ACK. Ich nehme die Beschreibung durch die QM wörtlich und glaube nicht, dass es lediglich ein statistisches Phänomen ist. Die Statistik ergibt sich erst dann, wenn man annimmt, das das Teilchen ein Punkt sei und sich die Verteilung erst durch das Ensemble ergibt. Deshalb hatte ich gesagt, dass man das so sehen könnte. Ich habe aber immer noch nicht begriffen, warum man sich das so schwer machen muss. Das wurde als vollständige Beschreibung des Teichens angesehen. Naja, doch. Da ein klasssisches Teilchen ein Punkt ist, kann es sich auch nicht drehen, weder klassisch noch quantenmechanisch. Am Hochenergielimes kannst Du ja auch Fermionen und Bosonen nicht mehr unterscheiden. Abgesehen davon ist ein klassisches Punktteilchen natürlich auch noch ein schwarzes Loch. Den spontanen Symmetriebruch habe ich oben nach meiner Meinung als lokales Phänomen belegt. Ich glaube auch, dass der Rest so angelegt ist, aber das kann ich nicht beweisen. Wenn Du beweisen kannst, dass die Vermutung falsch ist, würde mich das selbstverständlich interessieren. Klar ist er unbestimmt. Es gibt ja keine ausgezeichnete Ebene. Bestimmt wird er erst in der Wechselwirkung. Grüsse, Volker PS: Falls Du diese Diskussion fortführen möchtest, erwarte bitte keine schnelle Reaktion von mir. Ich bin diese Woche mal wieder unterwegs. |
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