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#1
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| Nach einiger Zeit wieder eine Frage im Rahmen meiner Tutortaetigkeit in der QFT... Als Aufgabe wurde gestellt, die QED mit der nichtlinearen Eichbedingung G(A) = \partial_mu A^mu + kappa A_mu A^mu zu betrachten und dafuer die Lagrangedichte incl. ghosts zu bestimmen sowie die Vertexfaktoren anzugeben. Ohne Fermionen bekomme ich L = - 1/4 F_mu nu F^mu nu - 1/(2*xi) (\partial_mu A^\mu + kappa* A_mu A^mu)^2 + \bar c (\partial^2 + 2kappa* A_mu \partial^mu) c heraus. OK, nun wechselwirken die ghosts auch mit den Photonen und duerfen nicht vernachlaessigt werden, soweit so gut. Was mich aber stoert ist, dass der eichfixierende Term offenbar Photon- Selbstkopplungen -1/(2xi) (2kappa* A_rho A^rho (\partial_mu A^\mu) + kappa^2 A_mu A_nu A^mu A^nu) enthaelt. Es kann doch nicht sein, dass es Eichungen gibt, in denen die Photonen auf einmal miteinander wechselwirken?! Oder muss ich bei loop-Diagrammen hier tatsaechlich nicht nur ghosts sondern auch solche unphysikalischen 3-Photon und 4-Photon-Kopplungen betrachten um das korrekte Endergebnis zu bekommen? Aber warum treten dann diese Selbstkopplungen nicht auf tree-level auf und was soll ueberhaupt eine Kopplung bedeuten, die vom Eichparameter xi abhaengt? Ich seh sowas zum ersten Mal und bin doch ziemlich irritiert, wie das zu interpretieren ist. Und da morgen von den Studenten bestimmt auch jemand irritiert sein und fragen wird moechte ich das gerne verstehen... (Und der Prof ist-wie immer-nicht da, wenn man ihn mal braucht. *g* ) Danke schonmal! Denis Besak |
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#2
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| Ich habe jetzt nicht im Detail darüber nachgedacht. Aber es ist klar, daß Du jetzt sämtliche Kopplungen in Deinem eichfixierten Lagrangian berücksichtigen mußt. In jeder Loopordnung, also auch im Treelevel müssen alle Diagramme für einen bestimmten Prozeß berücksichtigt werden, damit Du eine eichinvariante S-Matrix erhältst. Die unphysikalischen Freiheitsgrade (2 der 4 Photonenfelder und die Feynmangeister) müssen sich ja immer genau wegcanceln. Auf die naheliegende Frage, wozu eine solche Wahl der Eichbedingung gut sein soll, habe ich allerdings auch keine Antwort :-). Denis Besak wrote: -- Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen [Only registered users see links. ] |
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#3
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| Das heisst ich hab z.B. auch einen tree-level Beitrag zur Photon- Photon-Streuung, der zudem vom Eichparameter xi abhaengt?! Das verstehe ich nicht, wie das sein kann. Photonen haben keine elektrische Ladung, also sollten sie doch auch nicht miteinander wechselwirken. Kann das sein, dass diese Eichbedingung dann einfach physikalisch unsinnig und daher nicht zulaessig ist? Der Sinn war hier wohl nur zu zeigen, dass ghosts nicht automatisch von den Photonen entkoppelt sind und das an der Lorenzeichung liegt, dass man ghosts ignorieren darf. Und eben die Studenten an einem nichttrivialen Beispiel selbst mal die FP-Quantisierung durchfuehren zu lassen. *g* |
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#4
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| QED bleibt unabhängig von der Eichung QED. Sie ist eben eichinvariant! Du mußt alle Diagramme hinmalen, um ein S-Matrixelement zu berechnen. Dann sollte sich natürlich auf Tree-Levelniveau keine Delbrückstreuung ergeben. Andernfalls hast Du etwas falsch gemacht ;-). Denis Besak wrote: -- Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen [Only registered users see links. ] |
| Tags |
| eichfixierung , mit , nichtlinearer , qed |
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