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#21
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| Reiner Reiff wrote: Ich würde es wie folgt angehen. Da die Dichte ein Galileiskalar ist, gilt n(x,t)=m(x',t')=m(x-v t,t) Daraus folgt mit den Argumenten von m immer (x',t')=(x-v t,t): \partial_x n=\partial_{x'} m \partial_{xx} n = \partial_{x' x'} m \partial_t n=\partial_{t'} m-v\partial_{x'} m \partial_{tt} n = \partial_{t' t'} m -2 v \partial_{t' x'} m + v^2 \partial_{x' x'} m Daraus folgt (\partial_{tt}-c_S^2 \partial_{xx}) n(x,t) =[\partial_{t' t'}- 2 v \partial_{t' x'} + (v^2-c_S^2)] m(x',t')=0 Die Wellengleichung ist selbstverständlich nicht Galilei-invariant. Das Ruhsystem des Mediums ist ein ausgezeichnetes Bezugssystem. -- Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen [Only registered users see links. ] |
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#22
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#23
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#24
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| Hendrik van Hees <[Only registered users see links. ]-giessen.de> wrote in news:gnju00$816$[Only registered users see links. ]-news-network.org: Kann ich nicht ganz folgen. Die Wellengleichung schon, aber die Lösungen nicht. Wir sprechen hier von Relativgeschwindigkeiten im nichtrelativistischen Falle. d"/du^2 = 1/k^2 * d"/dt^2 = d"/dx^2 1/k^2 * d"/dt^2 - d"/dx^2 = 0 Obige operationale Gleichungen sind sowohl für f(x)=f(c_s*t)=f(u) als auch für linear transformierte Argumente gültig f(x+vt)= f(u) natürlich im nichtrelativistischen Falle für Schallwellen. -- Selber denken macht klug. |
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#25
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| Hendrik van Hees schrieb: Das ist interessant, weil es Anlaß zu einer historischen Bemerkung gibt. Bekanntlich stellte man sich Licht bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Wellenphänomen in einem materiellen Medium, nämlich dem Äther, vor, nachdem die Korpuskeltheorie von Newton durch die Interferenzexperimente von Thomas Young erstmal erledigt war. James Bradley entdeckte bereits 1725 die Aberration des Sternenlichts. Die dürfte es aber gar nicht geben, wenn man die Galilei-Transformation für einen gegenüber dem Äther bewegten Beobachter ansetzt, wie du oben ja gezeigt hast. Eigentlich müßte doch schon damals klar geworden sein, daß mit dem Äthermodell in Verbindung mit der Galilei-Trafo etwas nicht stimmt, lange vor den Michelson-Morley-Versuchen Ende des 19. Jahrhunderts. Hat sich damals keiner Gedanken darüber gemacht? Grüße Reiner |
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#26
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| Norbert Dragon schrieb: Die Wellengleichung ist nur dann invariant unter der vollen Symmetriegruppe, wenn die Physik darunter invariant wäre. Das ist ein höchst uninteressantes Konzept, wenn man auf die Wellengleichung als Bewegungsgleichung für Materie stößt. Völlig unverständlich, was relativistische Vakuumphysik in diesem Thread sucht. -- Roland Franzius |
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#27
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| Hendrik van Hees schrieb: Ich glaub, da ist am Ende noch ein "\partial_{x' x'}" verlorengegangen, sieht aber sonst aus, wie die Lösung, die ich an Lothar Brendel gepostet habe (mit t statt t'): m_tt - 2 v m_tx' - (c_s^2 - v^2) m_x'x' = 0 Thanks für die Bestätigung, Reiner |
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#28
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| Reiner Reiff schrieb: Doch, doch. Was heißt schon lange. Maxwelltheorie, entwickelt in den 1865er Jahren ist um 1880 allüberall das heiße Thema. Voigt in Göttingen entdeckt die Invarianzgruppe der Wellengleichung. ich glaube 1879. H.A. Lorentz arbeitet zu der Zeit permanent an seiner Äther- und Elektronentheorie auf der Basis der Maxwellgleichungen und findet die Invarianzgruppe der Vakuumwellengleichung, interpretiert sie aber nach he. Aber erst Hertz gelingen die Versuche zu Erzeugung und Nachweis langwelliger elektromagnetischer Strahlung, die die Physiker überzeugen, dass elektromagnetische Wellen nicht nur eine künstliche mathematische Möglichkeit der Lösungen von Maxwells Gleichungen, sondern Laborrealität sind. Dann setzte sich 1880-1900 die Erkenntnis durch, dass langsam veränderliche elektrische und magnetische Felde, Radio- und Wärmestrahlung und Licht dasselbe Feld bei unterschiedlichen Frequenzen darstellen. Dabei sind die Gesetze der Wellenoptik des Lichts mit Streuung an Gittern und Polarisationseffekten eine entscheidende Rolle bei der Identifikation von Licht mit den Wellen in der Maxwelltheorie. Das wesentliche Verständnisproblem dabei sind die 8 Maxwellgleichungen für zwei Vektorfelder E und B, deren Struktur wesentlich komplexer ist, als die einer einfache Wellengleichung für die longitudinal oder transversal schwingende gespannte Saite. -- Roland Franzius -- Roland Franzius |
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#29
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| Reiner Reiff wrote: Um das beurteilen zu können, muss man den Bewegungszustand des vermuteten Äthers relativ zum Quellstern und zur Erde kennen. Den hat man aber erst durch das MM-Experiment kennengelernt. Bestimmt. Sie haben offenbar sogar noch weiter gedacht als du :-p |
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#30
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| Vogel wrote: Nein, die Wellengleichung d²n/dt²=c²d²n/dx² ist *nicht* Galilei-invariant, wie bereits mehrfach vorgerechnet, und sie kann es auch nicht sein, wie bereits mehrfach begründet. Sie gilt für den gegenüber dem schalltragenden Medium ruhenden Beobachter. Bewegt Letzterer sich gegenüber Vorletzterem mit der Geschwindigkeit v, so taucht in der WG ein zu v proportionaler Extraterm auf. Die sowieso nicht, die sind nur unter der Transformation (x',t')=(x,t) invariant. Wie belieben? Nehmen wir mal eine Lösung der WG her: cos(k*x-k*c_s*t) Was meinst Du hier mit f(x)=f(c_s*t)? Kannst Du das mal vorrechnen, gerne auch mit obigem cos(k*x-k*c_s*t)? Fragt Lothar |
| Tags |
| auf , beobachter , bewegten , umrechnen , wellengleichung |
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