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#21
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| Benjamin Schulz schrieb: Nur ein Beispiel: Die Skala der Quantengravitation nimmt mfür gewöhnlich bei 1,2*10^28 eV an. Das ist die Grenze, ab der sich relativistische Effekte in der QM zeigen sollten. Wie kommen diese Betrunkenen Autoren dazu, zu spekulieren, was wäre, wenn eine Grenze von 1,2*10^28 eV jetzt bei 1000 eV läge? Unter solchen Umständen bekommt man Schwarze Löcher am LHC. Wie gesagt, man muss schon ziemlich Crack rauchen, um das zu glauben. |
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#22
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| Benjamin Schulz schrieb: Nur ein Beispiel: producing one black hole (BH) about every second. Die Skala der Quantengravitation nimmt man für gewöhnlich bei 1,2*1028 eV an. Das ist die Grenze, ab der sich relativistische Effekte in der QM zeigen sollten. Wie kommen diese betrunkenen Autoren dazu, zu spekulieren, was wäre, wenn eine Grenze von 1,2*1028 eV jetzt bei 1000 eV läge? Etwa unter solchen Umständen bekommt man schwarze Löcher am LHC. Wie gesagt, man muss schon ziemlich Crack rauchen, um das zu glauben. Es ist aus meiner Sicht eher ein Zeichen für den Status, den die theoretische Physik heute hat, wenn so oft solch unhaltbarer Unfug publiziert wird. Dann ist nämlich das Fach selbst nicht gesund, weil es keine realistischen Probleme mehr gibt, die man ausrechnen kann. Der LHC soll solche realistischen Probleme bereitstellen und Material zum nachrechnen geben. |
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#23
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| Benjamin Schulz schrieb: Nur ein Beispiel: producing one black hole (BH) about every second. Die Skala der Quantengravitation nimmt man für gewöhnlich bei 1,2*10^28 eV an. Das ist die Grenze, ab der sich relativistische Effekte in der QM zeigen sollten. Wie kommen diese betrunkenen Autoren dazu, zu spekulieren, was wäre, wenn eine Grenze von 1,2*10^28 eV jetzt bei 1000 eV läge? Etwa unter solchen Umständen bekommt man schwarze Löcher am LHC. Wie gesagt, man muss schon ziemlich Crack rauchen, um das zu glauben. Es ist aus meiner Sicht eher ein Zeichen für den Status, den die theoretische Physik heute hat, wenn so oft solch unhaltbarer Unfug publiziert wird. Dann ist nämlich das Fach selbst nicht gesund, weil es keine realistischen Probleme mehr gibt, die man ausrechnen kann. Der LHC soll solche realistischen Probleme bereitstellen und Material zum nachrechnen geben. |
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#24
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#25
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| On Sat, 06 Sep 2008 22:49:51 +0200, Ralf Kusmierz wrote: Ich werde versuchen, meinen Detektor zu justieren. Ich sehe beide, NASA und CERN, im wesentlichen als kulturelle Geschichte. Bei den Pyramiden und dem Eiffelturm ist es noch offensichtlicher. ---<(kaimartin)>--- -- Kai-Martin Knaak [Only registered users see links. ] |
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#26
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| Benjamin Schulz schrieb: Nur ein Beispiel: producing one black hole (BH) about every second. Die Skala der Quantengravitation nimmt man für gewöhnlich bei 1,2*10^28 eV an. Das ist die Grenze, ab der sich relativistische Effekte in der QM zeigen sollten. Wie kommen diese betrunkenen Autoren dazu, zu spekulieren, was wäre, wenn eine Grenze von 1,2*10^28 eV jetzt bei 10^12 eV läge? Etwa unter solchen Umständen bekommt man schwarze Löcher am LHC. Wie gesagt, man muss schon ziemlich Crack rauchen, um das zu glauben. Es ist aus meiner Sicht eher ein Zeichen für den Status, den die theoretische Physik heute hat, wenn so oft solch unhaltbarer Unfug publiziert wird. Dann ist nämlich das Fach selbst nicht gesund, weil es keine realistischen Probleme mehr gibt, die man ausrechnen kann. Der LHC soll solche realistischen Probleme bereitstellen und Material zum nachrechnen geben. |
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#27
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| Ralf Kusmierz wrote: In der Tat macht man Großforschung nicht der sog. Abfallprodukte wegen. Gemeinhin heißt das auf Neudeutsch "spin off". Es hat sich nun aber leider in unserer allzu ökonomiezentrierten Zeit ein Denken eingeschlichen, das allen Fortschritt allein am ökonomischen Wert eines Unternehmens (meist noch an dem höchst subjektiven Maß von Börsenkursen) mißt und bewertet. Auch Politiker wollen immer "Anwendungen" von Forschung, möglichst innerhalb der 4-5 Jahre währenden Legislaturperiode, in der sie sich als Helden des Fortschritts und des (freilich wieder rein ökonomisch gemessenen) Erfolgs feiern lassen wollen, um für weitere 4-5 Jahre gewählt zu werden usw. Kultur und Bildung spielen doch allenfalls auf Sonntagsredenveranstaltungen oder als Pseudowahlkampfthema eine Rolle, und daher wird dann auch oft eben mit den Spin-offs eines Forschungsunternehmens wie CERN (jetzt natürlich vor allem im Zusammenhang mit dem LHC) argumentiert, um öffentliche Gelder für Grundlagenforschung locker zu machen. Primäres Ziel ist aber eben die Grundlagenforschung, und von der kannst Du mit gutem Recht behaupten, sie sei erst mal zu nichts gut als zur Vermehrung des naturwissenschaftlichen Wissens, so wie ein Opernhaus oder Kunstmuseum ja erst mal zu nichts weiter taugt als der Erbauung und Bildung ihrer Besucher und evtl. der Förderung der Künstler, die die Musik komponieren und ausführen bzw. Bilder malen etc. etc. Man kann im allgemeinen shareholder-value-Wahn eigentlich nur froh sein, daß es noch so Verrückte wie Wissenschaftler und Künstler gibt, für die es auch noch kulturelle Werte gibt. Hätte man nämlich strikt ökonomisch und mit dem in diesem Thread vertretenen Sicherheitsfanatismus argumentiert, wäre unser Vorfahr nie vom Baum geklettert, hätte man nie die Dampfmaschine, elektrischen Strom, drahtlose Kommunikation, Transistoren, Computer und all das entdeckt und erfunden. Was den Sicherheitsaspekt von LHC angeht, hätte Ralf recht, wenn die Naturvorgänge, die man da in Gang zu setzen hofft, in der Natur wirklich nie stattfinden würden, also in der Natur nie Kollisionen zwischen Protonen bei 14 TeV oder von schweren Kernen bei 5.5TeV vorkämen. Dann könnte man in der Tat nicht wissen, ob man ein Desaster heraufbeschwört. Allerdings passieren solche "Events" in der Natur mannigfach. Die kosmische Strahlung stellt nämlich "Geschosse" von weit höheren Energien zur Verfügung, so daß solche Stöße dauernd passieren und unser Sonnensystem ist bis dato noch nicht durch ein schwarzes Loch aufgefressen worden. Es ist also in der Hinsicht nicht besonders mutig, wenn in ein paar Tagen hoffentlich die ersten Protonenstöße am LHC bei voller Strahlenergie stattfinden werden. Dagegen ist es ziemlich sicher, daß man in der besagten Energieregion die kritische Skala der elektroschwachen Wechselwirkung testend, auf Neues stößt. Sei es, daß man das Higgs findet und sonst nichts, was an sich schon recht schön wäre, aber andererseits auch ein intellektuelles (wenngleich für die Menschheit sehr ungefährliches) Desaster wäre, denn dann wäre man weiter ratlos, was die Probleme des Standardmodells der Elementarteilchen und/oder die Natur der sog. "dunklen Materie" betrifft. Ein anderes Szenario ist, daß man tatsächlich Neues findet, z.B. supersymmetrische Partner der bereits bekannten Teilchen. Dazu gibt es mannigfache phänomenologisch seriöse Modelle und detaillierte Rechnungen, die Vorhersagen, was man bei Korrektheit des jeweiligen Modells beim LHC zu erwarten hat und dgl. mehr. Hinsichtlich Stringtheorie bin ich auch eher kritisch eingestellt, denn hier handelt es sich um eine rein mathematische Theorie, die nur sehr lose insofern mit der Phänomenologie der Physik zu tun hat als sie Elementaranregungen von Strings findet, die hoffen lassen, daß man damit eines Tages vielleicht das Rätsel der Quantengravitation wird entschlüsseln können. In den letzten Jahren hat sich allerdings das Problem aufgetan, daß anders als vorher noch erhofft, sehr viele solcher mathematischer Modelle existieren und dadurch die Vorhersagekraft sehr eingeschränkt ist. Im Gegensatz zu den SUSY-Erweiterungen des Standardmodells, die man schon jetzt aufgrund kosmologischer Beobachtungen eingrenzen kann (es sind schon recht viele Modelle durch WMAP und HUBBLE-Daten ausgeschlossen), hat man bislang keine solide Phänomenologie aus der Stringtheorie gefunden. Allerdings die Wissenschaftler, die sich mit Stringtheorie befassen, allesamt als Drogenabhängige oder sonstwas zu beschimpfen, ist derart daneben, daß man es eigentlich nicht weiter kommentieren soll. Eine Zwischenstellung nehmen Spekulationen über große Zusatzdimensionen ("large extradimensions") oder die Erzeugung kleiner schwarzer Löcher ein. Deren Existenz ist nämlich keineswegs völlig ausgeschlossen (will sagen, bislang noch nicht empirisch widerlegt), und es gibt durchaus Signaturen der Extradimensionen, deren Existenz man am LHC überprüfen kann, allerdings sind die nicht besonders spezifisch, so daß es sehr lange dauern dürfte, bis ihre Existenz wirklich zweifelsfrei erwiesen ist. Der LHC ist also sein Geld wert, nicht wegen der zu erwartenden neuen "Teflonpfanne" für's schnellgebackene Frühstücksei am Sonntag morgen, aber um unser Wissen über die Natur zu vermehren, und das hat, entgegen aller ökonomieversessener Evaluationen von "Wert", einen großen rein kulturellen Wert, und einen "Spin-Off" hat wissenschaftliche Tätigkeit immer: Man "erzeugt" Menschen, die bereit sind, sich mit Begeisterung einer großen geistigen Anstrengung unterziehen, und selbst die "pragmatischsten" Politiker und Manager sehen ein, daß man die heute mehr denn je gerade auch in der Wirtschaft benötigt, zumindest in Sonntagsreden! -- Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universität Gießen Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen [Only registered users see links. ] |
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#28
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| On Sep 6, 4:04 pm, Ralf Kusmierz <m...@privacy.invalid> wrote: ... Ich verstehe einfach nicht warum diese Diskussion immer wieder aufflammt, nachdem diese Punkte doch fuer jeden einsehbar im LSAG Report abgehandelt wurden; und noch weniger warum man professionelle Wissenschaftler fuer so dumm oder blind haelt, dass sie auf Tips und Ratschlaege von Laien angewiesen waeren. Der Punkt fuer diesen Report ist doch gerade der, dass man ganz sicher gehen will und selbst fuer den unwarscheinlichen Fall, dass die Regeln der Quantenmechanik nicht mehr zutraefen (nach welchen die schwarzen Loecher sofort wieder zarfallen muessen) und schwarze Loecher stabil waeren, eine Gefaehrdung der Erde trotzdem mit Sicherheit ausschliessen will. Relevante Dokumente gibt es zB hier: [Only registered users see links. ] [Only registered users see links. ] Zusammenfassungen als talks: [Only registered users see links. ] [Only registered users see links. ] Fuer letzteren gibt es auch eine Videoaufzeichnung: [Only registered users see links. ] Gruesse aus Genf vom point zero. |
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#29
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| X-No-Archive: Yes begin quoting, "R.X." schrieb: Vermutlich, weil gewisse Laien deren Unabhängigkeit und Objektivität anzweifeln. Das sind so Wissenschaftler wie die für Asse verantwortlichen? Das folgt aus der Quantenphysik? Ich dachte, es gäbe noch gar keine Quantentheorie der Gravitation. Die Links hat Rößler auch angegeben. Du bist auch nicht so ganz unabhängig? Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#30
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| On Sep 7, 10:10 pm, Ralf Kusmierz <m...@privacy.invalid> wrote: Genau. Im internet ist jeder Experte, und diejenigen die sich jahrelang damit professionell beschaeftigen wissen es auch nicht besser; im Gegenteil sie sind ja aus Eigeninteresse nicht objektiv. Im Grunde braucht es Experten nicht, jeder kann sich doch seinen Fernseher und Computer selber konstruieren, und so weiter. Am besten machen wir eine Volksabstimmung ob die Quantenmechanik richtig ist oder nicht, usf. Asse? Jedenfalls sind es die Leute die sich von allen Menschen am besten damit auskennen. Natuerlich gibt die die, wer sagt denn das. Und von was die Rede ist, ist elementare Quantenmechanik und CPT, nach der eben eine Teilchenproduktion auch rueckwarts ablaufen koennen muss, was dann einen Zerfall ergibt. Ja und, kennt sich der etwa aus? Seine dilettantischen Argumente konnten flugs widerlegt werden, einfach Unsinn was er behauptet. Siehe [Only registered users see links. ] Nein, und was ist schlecht daran? Werden dadurch die wissenschaftliche Ergebnisse die ich zitiere weniger Wert? Sollen wir stattdessen Juristen oder Politiker fragen? |
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