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#1
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| Hallo, Ich hab zwei Schüler, die gerne zum Stringsteilkurs im Oktober nach Golm fahren wollen. Habt ihr eine Idee, was die betreffs QFT/ Gravitation als Kurzeinführung lesen könnten, so daß sie nicht sofort in der ersten Vorlesung aussteigen? Sozusagen ein Crashkurs für Oberstufenschüler? René |
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#2
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| René Meyer wrote: Von jetzt bis Oktober? Das wird nichts. QFT ist ein Thema für ein ganzes Jahr vollen Einsatz, und auch das nur, wenn man solide Vorkenntnisse in höherer Mathematik und theoretischer Physik auf deutlich über Schul-Niveau voraussetzen kann. Aber wenn's denn sein muss: "QED --- die seltsame Theorie des Lichts und der Materie" von Richard Feynman. An der Reaktion da drauf kann man zumindest schon mal die Erfolgsaussichten des Gesamtprojekts abschätzen. |
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#3
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| Hallo Hans, Danke für die Tips. Zuerst muß ich vorausschicken: Ich glaube an die Beiden. Die wollen eine besondere Studienarbeit über Stringtheorie schreiben, vielleicht ohne große Mathe, aber ich betreue sie dabei. Ich denke also schon, ich kann sie ein bißchen fordern. Das Buch von Feynman ist sicher ein guter Einstieg, aber meiner Meinung nach ein bißchen zu seicht. Ich würde gerne etwas haben, das die mathematischen Methoden mit Hilfe physikalischer Einsicht erklärt. Der Feynman hat wenn ich mich recht erinnere keine größere Formel drin. Aber trotzdem vielen Dank, René. Hans-Bernhard Bröker schrieb: |
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#4
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| René Meyer schrieb: Einen kompletten, aufregenden, und in sich geschlossenen und auch abgeschlossenen Einblick gibt Teil 1 (von 8) wie folgt: QUANTUM FIELD THEORY IN A NUTSHELL A. ZEE PART I MOTIVATION AND FOUNDATION 1.1 Who Needs It? 1.2 Path Integral Formulation of Quantum Physics 1.3 From Mattress to Field 1.4 From Field to Particle to Force 1.5 Coulomb and Newton: Repulsion and Attraction 1.6 Inverse Square Law and the Floating 3-Brane 1.7 Feynman Diagrams 1.8 Quantizing Canonically and Disturbing the Vacuum 1.9 Symmetry 1.10 Field Theory in Curved Spacetime 1.11 Field Theory Redux |
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#5
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| René Meyer <[Only registered users see links. ]> wrote in news:b8a1d7e4-0b0e-4bcf-a000- [Only registered users see links. ]: Glaube in der OFT und Stringtheorie? Die beiden haben keine Chance dies wirklich zu verstehen. Es kann also nur um eine Aktion gehen, der eine bestimmte Bedeutung zukommen soll. Stell dir mal vor, die beiden hätten die Absicht später einmal Physik zu studieren und kommen nun total überwältigt und frustriert von der Komplexität des Themas zurück und sagen, Nee ist nichts für mich, viel zu kompliziert. Lieber alles zu seiner Zeit ist besser. Keine Chance, das Thema auch nur annähernd richtig vorzustellen, denn DIE Stringtheorie gibt es nicht. Alles was du und deine Schüler machen kannst, ist ein bisschen Show, mit der Selbsttäuschung etwas getan zu haben. Da lass du mal deine Schüler eine Arbeit schreiben zu dem Stoff den sie lernen. Da haben die mehr davon. Schule ist da um zu lernen, nicht um zu spielen oder den Narzismus einzelner Lehrer zu befriedigen. Das wird nichts. Deinen Worten ist zu entnehmen, dass du selber nichts davon verstehst, sonst würdest du hier nicht fragen, Was glaubst du, ist die QFT und Stringtheorie? Ein Roman von Tolstoi, den man liest und dann darüber einen Aufsatz schreibt? Das Problem liegt aber eher bei dir. Du weisst gar nicht was du fordern sollst, weil dir selber die Kenntnisse fehlen. Wenn du selber wirklich gut bist in QFT, dann kannst du ihnen bestimmt bis Oktober das Nötigste beibringen, um es auswendig zu lernen. Da musst du aber wirklich schon sehr gut sein, um zu wissen wo die einzelnen Spitzen liegen um diese rauszupicken. Wenn dem so wäre, dann müsstest du uns aber hier nicht fragen. Das ist schwierig. In der QFT gibt es wenig physikalische Einsicht. Da ist vieles nur Theorie. Aber genau das suchst du doch. Und Feynman ist doch gerade dafür bekannt, dass er komplizierte Sachverhalte der Physik populärwissenschaftlich formulieren kann. Ein bisschen Formeln hat er schon drin. Du willst aber anscheinend nur eine selbstverliebte Show veranstalten. -- Selber denken macht klug. |
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#6
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| Mein lieber Scholli, Herr Vogel, Sie sollten sich mal ein bißchen zurückhalten: Also jetzt mal halblang: Ich selbst bin Doktorand in der Stringtheorie, in München am MPI, und die beiden haben sich aus eigener Initiative an mich gewandt, weil ich aus der gleichen Region komme. Ich hab also die Betreuung dieser Studienarbeit übernommen, weil ich den beiden helfen will und sie motivieren. Ich denke schon, daß wir mehr machen können als "nur ein bißchen show". Wie gesagt, als selbst in der Stringtheorie Forschender bin ich mir durchaus der Komplexität des Themas bewußt. Ich bin aber der Meinung, daß das Interesse am Thema eine große Triebkraft sein kann, sich,wenn vielleicht auch auf oberflächlicherem Niveau, erstmal mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem, Herr Vogel, welche Autorität im Gebiet sind Sie denn, um hier mit solchen Worten aufzutragen? Haben Sie etwa was in der Stringtheorie veröffentlicht? Sie können sich gerne meine Publikationsliste anschauen, siehe Spires. Meinen Realnamen kennen Sie ja. Ja das könnte ich schon, da ich aber bis Oktober kaum in der Nähebin, sondern auf Dienstreise, dachte ich, daß es mit ein bißchen Lesestoff einfacher geht. Die können mich dann per Email/Chat fragen, wenn sie was nicht verstanden haben. Ich bin jedenfalls nicht immer in der Nähe. Aber wie dem auch sei, ich muß mich sicher hier nicht rechtfertigen. Und solche privaten Angriffe sind auch lächerlich. Was weiss der Herr Vogel denn schließlich schon von meinem Wissensstand. Rene Meyer. |
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#7
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| Da Stringtheorie keine Experimente hervorbringt, ist das für eine Arbeit Schülern nicht gerade zu empfehlen, meiner Meinung nach ungeeignet. Eine Zusammenfassung der Konzepte wie zb Variation und Differentialgeometrie halte ich aber für möglich, Srings, Branes und Aktionen sowie einen Ausblick auf die M-Theorie von Witten könnte man aber auch verbal machen. |
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#8
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| René Meyer schrieb: Wenn Feynmans populäres QED-Buch zu seicht und die Standard-Lehrbücher von Peskin/Schröder, Ryder, Weinberg etc. zu hoch sind, ist glaube ich das Buch "Elementare Teilchenphysik" von Helmut Hilscher sehr gut, weil es vom Niveau her einen Mittelweg geht. In Kapitel III geht es dort um Symmetrien, Eichtransformationen und Eichinvarianz des elektromagnetischen Feldes und ein wenig Gruppentheorie als Schlüssel zu elektroschwache Theorie und QCD und vielleicht irgendwann große Vereinheitlichung. Strings kommen in dem Buch allerdings soweit ich beim Durchblättern sehe nicht vor. MfG, Jürgen |
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#9
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| René Meyer schrieb: Fredenhagen, Uni hamburg, hält den Kurs über konforme Feldtheorie. Schau mal in seine Scripten zu QFT, insbesondere "QFT in gekrümmter Raumzeit". [Only registered users see links. ] Ansonsten ist es ja auch kein Fehler, wenn man für die eigene Person die Stringtheorie früh genug hinsichtlich der weitreichenden mathematischen Ansprüchen kennenlernt. Eine berufliche Perspektive hat man da als Nichtgenie kaum. -- Roland Franzius |
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#10
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| René Meyer <[Only registered users see links. ]> wrote in news:c0bfc419-28f9-493f-8dbf- [Only registered users see links. ]: Ach wissen sie, ich hab da so meine Erfahrungen. Die Lethargie und den sinnlosen Aktionismus, den man an deutschen Schulen erlebt, hat durch PISA nur seine Bestätigung gefunden. Ganz zu schweigen von den chaotischen Lehrplänen und dem unverschämten Desinteresse der Lehrer, den Schülern was beizubringen. Auf eine Beschwerde der Eltern hin, dass er den Schülern zu wenig erkläre, hat mir so ein Mathelehrer wortwörtlich gesagt: "Ich erklär das einmal, das reicht. Wir sind hier am Gymnasium, da geht's um Vogel friss oder stirb" (übrigens ich heisse nicht wirklich Vogel, alle Belustigungen über diesen Namen können mich also nicht wirklich treffen) Sie meinen, das Thema ihrer Doktorarbeit ist aus dem Bereich der Stringtheorie, welche sie, durch Verwendung fachlicher Quellen, bevorzugt aus dem Ausland, damit es hierzulande originell erscheint und kräftiger Unterstützung ihre Doktorsvaters, zu Ende bringen werden? In einigen fortgeschrittenen Ländern bekommt man einen Doktortitel nur, wenn man originelles neues Wissen da einbringen kann. Irgendwann nach ungefähr 15 Jahren werden sie dann möglicherweise Doktor der Stringtheorie sein. Das hätten sie hier fairerweise auch sagen können, damit wir wissen mit wem wir es zu tun haben. Stattdessen schreiben sie: "Ich hab zwei Schüler,... " Wenn sie nicht Lehrer an deren Schule sind, dann haben sie auch keine Schüler. Dann muss man auch nicht annehmen, dass sie einer jenen superinteligenten;-) und superangagierten;-) Lehrer sind, von denen es an unseren Schulen nur so wimmelt, die sich am liebsten mit sich selber beschäftigen, anstatt auf die Schüler einzugehen. Wenn sie nun die Studienarbeit selber schreiben und die beiden abschreiben lassen, dann könnte es noch was werden. Allerdings erschliesst sich mir ihre Fragerei hier nicht, wenn sie Doktorand der Stringtheorie sind. Das zu verstehen was die ihnen anvertrauten da schreiben sollen, haben sie keine Chance. Aber sie werden mit Sicherheit hinterher damit hausieren gehen, zum Nachteil andere aus ihrer Generation. Unfairnis ist das was mich am meisten aus der Fassung bringt. Um ihren Wissensstand ging es hier gar nicht. Ich habe ihnen ausdrücklich konzidiert, dass wenn sie das Wissen haben, was sie hier anfänglich verschwiegen haben, dann könnte es was werden. Sorry, da gibt es dann keinen Grund sich persönlich angegriffen zu fühlen. Es ging nicht gegen sie persönlich, sondern gegen einen Mißstand in unseren Schulen und in unserem Schulsystem. Dass es diesen gibt, ist ja nun offensichtlich Viel Erfolg noch bei ihrer Studienarbeit. -- Selber denken macht klug. |
| Tags |
| feldtheorieliteratur , für , schüler |
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