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Warum kippt ein Fahrrad nicht um?

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  #21  
Old 08-07-2008, 09:04 AM
Franz Glaser (G)
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On 5 Aug., 13:05, Heinz Blüml <[Only registered users see links. ]> wrote:

Von Matthias Rosenkranz geklärt:
----------------------------------------------------------------
Okay, die "Balance" ist also der Lenker.

Nur noch mal zur Klarstellung: Das Steuerrohr ist Teil des
Fahrradrahmens
und verbindet vorne das Ober- mit dem Unterrohr. Im Steuerrohr stecken
von unten die Gabel (genau genommen der Gabelschaft) und von oben der
Vorbau. Vorbau und Gabel sind über eine Klemmung miteinander verbunden
und
gegenüber dem Steuerrohr drehbar gelagert (das Lager heißt
Steuersatz).
Der Vorbau hält den Lenker.

Gruß Matthias
-------------------------------------------------------------
Das Steuerrohr ist schräg und daher die Gabel auch. Die Gabel ist
zusätzlich nach vorn gekrümmt. Beides hat IMHO nur einen Zweck,
nämlich um eine Rückstellkraft auszuüben, die das Vorderrad
gerade stellt, auch wenn der Fahrer den Lenker / die Balanz nicht
anfaßt. Nur durch das Gewicht auf das Vorderrad wird das Rad
auf "geradeaus" gestellt. Sollte jedoch der Fahrer in einer Kurve
das Gewicht mit dem Hintern auf dem Sattel so verlagern, daß
das Rad schräg gestellt wird, dann stellt sich das Vorderrad "auto-
matisch" in die Kurve.

Geübte Fahrer "brauchen" die Balanz nicht, um das Gleichgewicht
auf dem Rad zu halten.

MfG
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  #22  
Old 08-07-2008, 12:47 PM
Heinz Blüml
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On Thu, 7 Aug 2008 02:04:31 -0700 (PDT), "Franz Glaser (G)"
<[Only registered users see links. ]> wrote:

Nun nocheinmal die Frage nach dem geographischen Vorkommen.
(Auch der Duden weiss nix von der spezielen Bedeutung).
IA kene ich mich mit Sonderbedeutungen der österreichischen
Umgangssprache ganz gut aus, aber es gibt wohl immer was zum
Dazulernen.


Danke.
Als passionierter Radler mit mehr als 50 Jahren diesbezüglicher
Erfahrung war mir das nicht wirklich neu.

Als Kinder übten wir, dass der, der vorne "auf der Stange" mitfährt,
den Lenker hält, oder auch mit den Händen über Kreuz.

Die Frage aber war (und ist?) wie funktioniert das genau physikalisch
erklärt.

h
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  #23  
Old 08-07-2008, 01:22 PM
Franz Glaser (G)
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On 7 Aug., 14:47, Heinz Blüml <[Only registered users see links. ]> wrote:

DAS meine ich nun doch ausführlich beschrieben zu haben: es sind
verschiedene Wirkweisen, die das Fahrrad zusammen mit dem Fahrer
aufrecht halten (entgegen der Behauptung von Dr.Stupid behaupte
ich, daß das Fahrrad ohne Fahrer umfällt).

1. Normalerweise regelt der Fahrer mit der Balanz (der Lenkstange)
über das Vorderrad die senkrechte Stellung des Rades zum Boden
bzw. in der Kurve die nötige Schieflage aus.

2. Ein sehr geschickter (=geübter) Fahrer kann das auch mit dem
Hintern allein. Dabei übt der die Lenkkraft auf das Vorderrad mit
seinem Gleichgewichtssinn aus.

In beiden Fällen ist aber das Regeln des Fahrers notwendig weil
das Gleichgewicht instabil ist. Das Rad ist zwar träge durch den
"Kreiseleffekt" aber instabil ist es trotzdem.

Mit einer festgeschraubten Lenkung fällt das Rad mitsamt Fahrer
um und von selber regelt die Schrägstellung der Vordergabel
auch auf der Geraden mit lockerer Lenkung nicht.

MfG Glaser
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  #24  
Old 08-07-2008, 03:40 PM
Heinz Blüml
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On Thu, 7 Aug 2008 06:22:25 -0700 (PDT), "Franz Glaser (G)"
<franz.glaser0@gmail.com> wrote:


Tatsache ist, dass die Verlagerung des Körperschwerpunktes immer mit
allen Lenkbewegungen synchron verläuft (verlaufen muß)
So wie du meinst, mit "Lenkkraft" geht da nix.
Probier das einmal aus.
Das "Lenken" ist eine Feinregulierung der (unbewußten) Verlagerung des
Körperschwerpunktes.

Die Frage, wie das Gleichgewicht halten funktioniert, ist bei dir noch
nicht beantwortet.
Aus meiner Sicht (nicht nur aus meiner) wird beim Kurvenfahren (auch
zwecks Halten des Gleichgewichtes) eine Fliehkraft aktiviert, und zwar
genau so viel, wie erforderlich ist, die Schräglage (Kippgefahr)
auszugleichen.
Der Kreiselleffekt spielt dabei mE keine oder nur eine untergeordnete
Rolle, Hinweis auf Fahrräder mit ganz kleinen Laufrädern, wo das
Gleichgewichthalten genau gleich funktioniert.

Du spielst vermutlich auf jene Räder vom Waffenradtypus an, wo es eine
Schraube zum Feststelllen der Lenkung gab.
Das ist allerdings Jahrzehnte her

h

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  #25  
Old 08-07-2008, 04:15 PM
DrStupid
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Franz Glaser (G) schrieb:

Diese Fahrräder sind offensichlich anderer Meinung:

[Only registered users see links. ]
[Only registered users see links. ]
[Only registered users see links. ]



Natürlich nicht. Hier wurde ja schon mehrfach erklärt, warum die
Stabilisierung nur funktioniert, wenn das Vorderrad beweglich ist.


Doch, genau das tut sie und die Kreiselkräfte tun dasselbe. Warum das so
ist, wurde hier auch schon mehrfach erklärt.
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  #26  
Old 08-07-2008, 04:48 PM
Manfred Ullrich
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"Franz Glaser (G)" <[Only registered users see links. ]> schrieb im Newsbeitrag
news:[Only registered users see links. ]...
On 7 Aug., 14:47, Heinz Blüml <[Only registered users see links. ]> wrote:

Na klar


Wie kann man nur so ignorant sein, die angegebenen Bilder haben es
doch gezeigt.
Wenn das Rad geradeas fährt in schräger Lage, so bewirkt der Nachlauf
ein Drehmoment auf die Lenkachse, welches diese so dreht, das das Rad eine
Kurve macht und so unter seinen Schwerpunkt fährt - und es somit
aufrichtet.

Gruß
Manfred

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  #27  
Old 08-07-2008, 05:13 PM
Kurt Bindl
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Manfred Ullrich wrote:

Die Gewichtsaufteilung des Vorderrades bewirkt das es dahin
fährt wo es hinkippt.
Durch die dadurch entstehende Richtungsänderun fährt es wieder -aufrecht-
weiter.
Es handelt sich ganz einfach um einen Regelkreislauf der darauf beruht das
sich
das Vorderrad in -die richtige Richtung- dreht.
Diese Drehung wird durch die Schräglage des Rades hervorgerufen.
Der grössere Anteil des Vorderrades ist "vorderhalb" (die Gabel,
die Schrägstellung der Gabel gibt das vor).

Nur dadurch kann dieser Kompensationseffekt entstehen.
Die Drehung des Rades (Kreisel) hat im prinzip
nur einen stabilisierenden Effekt.
Dieser Effekt führt dazu das der Regelkreis nicht ins Schwingen gerät.

Entscheidend ist das "Hinkippen" des Vorderrades aufgrund seiner
schrägen Aufhängung in der Gabel.


Kurt



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  #28  
Old 08-08-2008, 03:01 AM
Kai-Martin Knaak
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On Thu, 07 Aug 2008 17:40:27 +0200, Heinz Blüml wrote:


Nur bei langsamer Fahrt. Je schneller desto Kreisel.



Wie unterschiedlich das ist, merkt man spätestens, wenn man versucht, auf
so einem Fahrrad freihändig zu fahren.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
[Only registered users see links. ]
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  #29  
Old 08-08-2008, 04:32 AM
Heinz Blüml
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On Fri, 8 Aug 2008 03:01:09 +0000 (UTC), Kai-Martin Knaak
<[Only registered users see links. ]> wrote:

Ja, da stimme ich dir zu.
Allerdings bleibt der Anteil insgesamt wohl eher bescheiden.
Ohne Fahrer kein dauerhaftes Gleichgewicht.
Auch hier stimme ich dir zu.
Es zeigt ebenfalls die herausragende Rolle des Fahrers.

Beim Inline-Skaten (ganz kleine Rollen) wird die Sache noch
deutlicher.

h
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  #30  
Old 08-08-2008, 07:37 AM
Franz Glaser (G)
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On 7 Aug., 18:48, "Manfred Ullrich" <[Only registered users see links. ]> wrote:

Dein "wie kann man nur so ignorant sein" paßt ins usenet :-(

Ich dagegen meine, daß das Rad, sobald es in die Schräglage
kommt, eine Kurve fahren wird und die Kurve immer enger wird
bis es irgendwann umfällt. Das Wiederaufrichten halte ich für
eine Mär.

MfG
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Tags
ein , fahrrad , kippt , nicht , warum


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