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Warum kippt ein Fahrrad nicht um?

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  #1  
Old 08-04-2008, 06:26 AM
Oliver
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"Christian F." <[Only registered users see links. ]> wrote in
news:48963ec2$0$12954$[Only registered users see links. ]:


Das Fahrrad F ist mit einem Regler R besetzt der folgende Interessen I
verfolgt:

a) Schürfwunden, Knochenbrüche und blaue Flecken zu minimieren.
b) Erreichung eines bestimmten Fahrzieles.

Um a und b zu erreichen stehen ihm folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

1) Pedal treten
2) Lenken
3) Arsch wackeln

Folgendes phsikalische Phänomen erleichtert R die Wahrung von I

I) Erhaltung des Drehimpulses

Liegen 1-3 nicht in einer ausgewogenen Mischung vor, werden die Ziele a
und b beliebig weit verfehlt.

Tritt F ohne R auf ist a und b irrelevant weil F kein I hat und dann
einfach umfällt falls es nicht durch mechanische Vorrichtungen daran
gehindert wird.

Oli


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  #2  
Old 08-04-2008, 05:07 PM
DrStupid
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Oliver schrieb:

Ersetze den "Regler" durch einen Kartoffelsack und beobachte mit
Staunen, dass das Fahrrad trotzdem nicht umfällt, solange es fährt. Die
richtige Erklärung hat Volker Doormann geliefert: Wenn man ein stabil
fahrendes Fahrrad(*) zur Seite kippt, dann wird das Vorderrad so
gedreht, dass das Fahrrad eine Kurve in genau die Richtung fährt, in die
es gekippt wurde. Die dadurch verursachte Fliehkraft richtet das Rad
wieder auf und kippt es anschließend in die andere Richtung, wo sich das
Spiel wiederholt. Darüber hinaus werden Fahrräder üblicherweise auch
noch so konstruiert, dass sich der Schwerpunkt entgegen der Kipprichtung
verlagert.

(*) Damit das Fahrrad stabil fährt, muss die Verlängerung der
Vorderradgabel vor der Vorderradachse den Boden treffen. Wenn die
Vorderradgabel senkrecht steht oder gar in die andere Richtung geneigt
ist, dann ist das Rad instabil. Ein solches Rad könnte dann wirklich nur
durch eine aktive Regelung aufrecht gehalten werden, was aber nur
Artisten schaffen.
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  #3  
Old 08-04-2008, 05:54 PM
Matthias Frank
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DrStupid schrieb:


Man müsste vielleicht mal diskutieren was eigentlich die Frage ist.
Die Antwort lag mir auch auf der Zunge ich habs aber gelassen.

Wenn man die Frage so sieht: Wieso fällt das reale Fahrrad mit einem
Fahrer nicht um, dann hat Oliver Recht.

Wenn man die Frage stellt: Würde ein Fahrrad auch ohne Fahrer der
eingreift fahren, dann hast du Recht.

Das Ding ist halt, in dem Moment in dem ein Fahrer auf dem Rad sitzt
wird die Antwort bei weitem komplizierter als ohne Fahrer.

MfG
Matthias
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  #4  
Old 08-04-2008, 06:18 PM
Heinz Blüml
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On Mon, 04 Aug 2008 19:07:53 +0200, DrStupid <[Only registered users see links. ]> wrote:


Glaubst du das selber?
Ich nicht.
Ein Fahrrad, das man einfach so anschiebt, fällt ziemlich rasch um.
Was nix gegen deine Erklärung prizipiell sagt, aber im Detail bedarf
es einer subtilen Gegen-Steuerung, die durch den Vorlauf so nicht
bewerkstelligt wird.

h

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  #5  
Old 08-04-2008, 07:41 PM
DrStupid
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Heinz Blüml schrieb:


Schon ausprobiert? Anscheinend nicht. Das Rad fällt erst um, wenn es zu
langsam wird, um durch die Kreisel- und Zentrifugalkräfte stabilisiert
zu werden.
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  #6  
Old 08-04-2008, 09:20 PM
Volker Doormann
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Heinz Blüml schrieb:

Nicht wenn man es lotrecht auf einer abschüssigen Strasse anschiebt,
welches dem Rad eine Geschwindigkeit verleiht.


Ein tretender Radfahrer kann ohne (!) Kräfte auf den Lenker auszuüben
('freihändig fahren') durch eine Schwerpunktverlagerung über den Sattel
und über das Vorderrad eine stabile Fahrweise erreichen. Wenn das
richtig ist, dann bedeutet das, dass es im Detail _nicht_ einer subtilen

V.D.

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  #7  
Old 08-04-2008, 10:14 PM
Andreas Erber
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Heinz Blüml wrote:

Ich schon, bin früher öfter vom fahrenden Fahrrad abgesprungen, das ist noch
viele Meter weit ohne mich weitergefahren.

LG Andy

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  #8  
Old 08-04-2008, 10:24 PM
Franz Glaser
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DrStupid schrieb am Montag, 4. August 2008 21:41:



achwas ... tut mir leid, da fällt es nur später um aber es fällt
immer um wenn kein REGELNDER Fahrer dafür sorgt, daß es aufrecht
bleibt. Der regelnde Fahrer kann nur bei hoher Geschwindigkeit
leicht angeheitert sein oder verschlafen, die "Trägheit" sorgt
für Großzügigkeit - allerdings auch für Rücksichtslosigkeit im
Fall von Alleebäumen und Fußgängern etc.

Gl

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  #9  
Old 08-05-2008, 04:48 AM
Heinz Blüml
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On Mon, 04 Aug 2008 21:41:12 +0200, DrStupid <[Only registered users see links. ]> wrote:


Nein, noch nicht ausprobiert.
Nur eine Vermutung geäussert.
Das mit den Zentrifugalkräften kann ich mir vorstellen, die
Kreiselkräfte dürften eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Fürs Letztere sind für mich die Kinderroller mit Radgrösen im 10cm
Bereich ein Beispiel, die ohne Vorlauf ganz passable
Gleichgewichtszustände ermöglichen.

Das mit dem Fahrad macht mich aber neugierig zum Ausprobieren.
h

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  #10  
Old 08-05-2008, 04:55 AM
Heinz Blüml
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On Mon, 04 Aug 2008 23:20:27 +0200, Volker Doormann
<noreply@volker-doormann.org> wrote:


Tja, so kann man sich täuschen (damit meine ich dich

Beim Radfahren kann man (jeder, der radfahren kann, tut das auch)
durch Verlagerung des Körperschwerpunktes Kurven fahren (anders gehts
eh nicht). Man kann also nicht lenken, ohne den Körperschwerpunkt auch
entsprechend zu verlagern. Diese Koordinationsübung macht die
eigentliche Schwierigkeit beim Lernen aus.
Die von dir apostrophierte stabile Fahrweise wird genau so (und nur
so) bewerkstelligt.
Die Gegensteuerung durch bloßes Verlagern des Körperschwerpunktes beim
Freihändigfahren ist sozusagen die Oberstufe.
Die Meisterstufe stellt mE das Einradfahren dar.
Immer geht es um Gegensteuern bzw um das Aktivieren von Kräften, um
dem stes möglichen (und statfindendem) Umfallen entgegen zu wirken.

h
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Tags
ein , fahrrad , kippt , nicht , warum


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