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#1
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| Servus! Was Information eigentlich ist, ist nicht so einfach allgemein verständlich zu beschreiben. Zumindest fällt es mir momentan nicht sonderlich leicht. Es klingt ja für jeden, der fernsieht, Radio hört, Zeitungen liest, einen Computer verwendet, oder nur mit jemand anderem spricht, ausgesprochen blöd, wenn ein Troll wie ich, Kasperl Obergscheit, daherkommt und behauptet, daß Information nicht von einem Ort zum anderen übertragbar sei. Es ist aber so. Nur, wie erkläre ich das? Wäre Information direkt übertragbar, dann müßte kein nur Deutsch verstehender Mensch Chinesisch lernen, um einen chinesisch sprechenden Menschen zu verstehen. Ja, es ginge sogar soweit, daß überhaupt kein Mensch jahrzehntelang irgendeine Sprache erlernen müßte, um mit anderen Menschen Informationen austauschen zu können. Information ist im Wesen geistig, das soll heißen, sie ist ein aus einem Teilchenprozess, aus einer Teilchenstoßkaskade erscheinendes immaterielles Gespenst bzw. ein Geist. Weiterreichen oder transportieren lassen sich aber nur Körper. Ein einfaches Körperteilchen in relativer Fortbewegung transportiert überhaupt nichts und ist auch kein Prozeß. Erst Stoßfolgen von Körperteilchen in bestimmter vororganisierter Anordnung in einem begrenzten Gebiet können den wirksamen Prozeß ablaufen lassen, der den Geist Information erscheinen läßt. Ein Gedanke ist ein Gespenst, das aus einer Stoßfolge organisch organisiert angeordneter Körperteilchen während eines gezielten Stoßprozesses erscheint. Kein fundamentales körperliches Teilchen transportiert Information. Es bewegt nur relativ und unsichtbar sich selbst. Kein fundamentales körperliches Teilchen ist Information. Der unbewegliche momentane Stoß zwischen zwei fundamentalen körperlichen Teilchen ist der wahrnehmbare Geist oder die wahrnehmbare Wirkung Information. Der an sich immaterielle gegenseitige Stoß zweier einfacher Körperteilchen ist die natürliche kleinste Geisteinheit der Information. Sie informiert für einen Moment an einem Ort jedes der beiden Teilchen über deren Existenz. Diese Information ist sofort nach dem Stoß wieder verschwunden. Insofern kann Information weder transportiert noch gespeichert und schon gar nicht teleportiert werden. Die beiden, nach dem Stoß nur noch für Gott ersichtlichen ;-), vom Ort des Stoßes davonfliegenden Teilchen, können an weitere Teilchen stoßen und diese ebenfalls neu, für einen Moment am Ort des Stoßes, über ihre Existenz informieren. Ist ein Gedanke nun z.B. ein "W", und man möchte das "W" zu Papier bringen, dann muß der für den Gedanken "W" verantwortliche Stoßprozeß viele weitere Teilchenstoßprozesse durch bereits vorgefertigte Körperteilchenanordnungen in unserem Organismus in Bewegung setzen. Die für das Zeichnen des Zeichens "W" erforderliche Motorik und die Wahl des Bleistifts und Papiers mußte vorher erlernt werden, das heißt, es mußte eine Unzahl von Teilchen in eine Vielzahl von gezielt bestimmten Teilchenanordnungen in unserem Körper gebracht werden, das heißt, es müssen bereits viele bestimmte körperliche Formen existieren, um diesen Vorgang bewältigen zu können. Schließlich beinhaltet das Zeichen "W" auf dem Papier keine "W"-Information. Es ist lediglich Graphit auf Papier. Die Form der Anordnung der Graphitteilchen auf dem Papier gewährt keinen Teilchenprozeß, der das Gespenst "W" vom Papier aufsteigen ließe. Reicht man das Papier mit dem "Graphit-W" weiter, so transportiert man Graphit und Papier, aber keine Information "W". Ein Empfänger dieses Graphit auf Papier muß, um dieses Objekt entschlüsseln zu können, also in den Sinn "W" verwandeln zu können, über eine komplexe entsprechende Körperteilchenorganisation in seinem Körper verfügen. Er muß vorher viel gelernt haben. Alleine das Sehen und Wahrnehmen des Zeichens "W" ist schon ein komplizierter sinnlicher Vorgang. Die lichtauslösenden Teilchen, ich nenne sie jetzt einfachheitshalber Photonen, obwohl Physikanten unter Photonen üblicherweise etwas anderes verstehen als ich, die von dem Papier reflektiert ins Auge fliegen, bewegen nur sich selbst und transportieren nichts, also auch keinerlei Information und schon gar kein "W". Das Sensorium unseres Körpers hat über Jahrtausende hinweg gelernt, Photonen für unsere Orientierung zu nutzen. Wir verfügen daher über komplexe Teilchenanordnungen, über Formen aus Körperteilchen, durch die Stoßprozesse laufen, die komplizierte Geister erscheinen lassen, die für uns einen Sinn ergeben. Um eine Graphitanordnung auf Papier als Sinn "W" oder Information "W" deuten zu können, muß der Empfänger über Teilchenformationen verfügen, die den Prozeß Information erzeugen. Untersucht man das "W" auf dem Papier, dann, - oh weh! -, findet man nur Graphit auf Papier, oder etwas tiefer gesucht, Kohlenstoff auf Zucker oder Eiweiß, je nach Papier, aber keine Information "W". Na ja, also ob das, was ich hier sagen will, ob dieses so formulierte Informationsgespenst sich hier im Tal de.sci.physik in einem Hirn einnisten kann, läßt mir berechtigte Zweifel aufkommen. Der Häuptling Hendrik van Hees wird vermutlich gar nichts davon verstehen können. Er hat schon von Zeilingers Religionsbuch "Einsteins Schleier", das in gewöhnlichem Deutsch geschrieben ist, nur soviel verstanden wie ein Verständiger, der es nicht gelesen hat. Alleine diese meine Annahme, kann man schon als Hinweis darauf nehmen, daß Information nicht direkt übertragbar ist, sondern eines komplex gestalteten Gehirns bedarf, das den Prozeß der Informationsbildung aus den transportierbaren schwarzen Zeichen auf weißem Grund leistet. Der Physiker Prof. Dr. Anton Zeilinger setzt in seinem ersten Religiosbuch ein fundamentales Körperteilchen mit der kleinsten Informationseinheit der Informatiker, dem Bit, gleich. Er will weismachen, daß das Gespenst "Bit" dasselbe sei wie das Körperchen. Er behauptet, die vollständige quantenmechanische Beschreibung eines Teilchens sei das Teilchen. Inkonsequenterweise meint er noch, die Information wäre zeitlich irgendwie früher als das Teilchen und bekräftigt seine irrationale Sicht mit dem Bibelwort "Am Anfang war das Wort". Er macht seinen Lesern klar, daß sie bezüglich Kausalität gefälligst umdenken müßten, weil die Welt zumindest im Winzigkleinen wissenschaftlich erwiesen akausal wäre. Noch einmal, und zwar kausal: Zuerst sind die Körper, die einander stoßen. Der Stoß ist die Information. Die Körper sind ohne Information nicht wahrnehmbar. Ohne stoßende Körper gibt es keine Information. Einzelne Stöße sind in Raum und Zeit unbeweglich. Obergscheit, Kasperl, Wien. |
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#2
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| Obergscheit schreibt: Ich würde mal so einfach sagen: Alles was unterscheidbar ist ist Information. K.R |
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| Holla! Am Thu, 19 Oct 2006 01:09:51 -0700 schrieb Kasperl Obergscheit: Es geht auch kompliziert noch nicht. Wenn es Dir mal leichter fallen sollte, dann kannst Du ja 'nen noblen Preis abräumen. Als Information fassen wir Ordnung auf, die transportiert wird, die mobil ist. Daß Information nicht übertragbar ist? Das wird schwer. Sackstraße! Ein Signal ist nicht automatisch Information. Für jeden, der es nicht versteht, ist es nur 'rosa Rauschen'. Information als transportierte (ja) Ordnung wird erst im Empfänger zur Information, wenn sie eine Wirkung auslöst. Das ist die üble Ecke, die Shannons Definition gleichzeitig so genial und beschränkt macht. Bei ihm wird das übertragene Signal 100% als Information aufgefaßt. Er setzt voraus, daß der Empfänger das Signal zu 100% entschlüsseln kann. Erst wenn man Information vom Empfänger aus betrachtet und seine (Un)Fähigkeit einbezieht wird man das Rätsel lösen! Information ist /immer/ verschlüsselt. Sie muß immer entschlüsselt werden. Infomation "an sich" ist nicht existent. Gott ist auch ein geistig Wesen. Durch Impulse übertragene Ordnung ist das. Information wird erst im Empfänger zu Information. Alle anderen sehen nur eine bestimmte Struktur, eine Ordnung. Armstrongs Fußabdruck ist ein Eindruck, eine "Information". Er wäre der Beweis, daß ein Mensch da war. Für einen Mondkäfer ist er nur ein ärgerliches Hindernis. Nein, auch Ordnung läßt sich transportieren. Das, was diese Ordnung aber beinhaltet, wird jeder Empfänger anders sehen. Information ist also relativ. Der Schlüssel zu Information liegt also an genau dieser Stelle. Keine Ordnung (physischer Bereich) wird aber /exakt/ 1:1 kopiert werden können. Was 100%ig kopiert werden kann ist ein abstrakter Anteil des Originals. Wenn wir von 100%iger Kopie reden, dann beziehen wir uns auf diesen Anteil. Dieser Anteil, auf den es uns ankommt, ist das, was im Empfänger eine gewisse Reaktion auslöst -- die Information. Information ist also nur ein Teil des physisch Übertragenen, das, was der Empfänger entschlüsseln kann. Ein Empfänger kann einem Signal zu unterschiedlichen Entwicklungständen unterschiedliche Information entnehmen. Je schlauer er wird, desto mehr kann er entnehmen. Es transportiert immer etwas. Es kommt nur darauf an, was es für eine Wirkung auslöst. Ein Meteor, der auf dem Mond einschlägt, hinterläßt im Mond eine andere Wirkung als in einem Priester oder einem Astronomen, der das beobachtet. Genau, erst die Wirkung machts. Eine Kaskade von Wirkungen, die in dem Empfänger ablaufen. Es transportiert immer zumindest die Tatsache, daß es da ist. (in Ort und Zeit) Information ist erst die im Empfänger generierte Ordnung. Impuls, Wirkung, übertragene Ordnung ist es. Der "Geist", die übertragene Ordnung entsteht erst im Empfänger. Der Entwicklungsstand des Empfängers entscheidet also darüber, was der einem Signal entnehmen kann. Folglich führt erst die Klärung von Entwicklungsvorgängen zu einer Klärung der Natur der Information. Erst das Weiterdenken der Darwinschen (und nicht nur seiner) Evolutionstheorie wird deshalb das Rätsel lösen können. Erst allgemeingültige Aussagen über die Entwicklung von Empfängern wird die Natur der Information klären. Das ist nur der Impuls. Impulse sind keine Information. Sie transportieren Ordnung. Der Empfänger macht was draus -- Information! ja Der Impuls wandert. Er ist aber nicht die Information. siehe oben Das kann sie schon. An dieser Stelle wird das Ergebnis einer Klärung der Natur von Information schon mit unserer jetzigen umgangssprachlichen Auffassung übereinstimmen, denn das gilt es ja zu klären: Was ist das, was da transportiert oder gespeichert wird? (wobei kein wirklicher Unterschied zwischen Transport und Speicherung besteht) Da es auch "identische" Empfänger gibt, kann Information auch kopiert werden. (identisch im Sinne ihrer Reaktion auf diese Information) Sie ist an physische Prozesse gebunden. Der Impuls teilt sich auf. Der Sprung vom Teilchen zum "W" ist zu groß. hier drei "W": W w \ / \/\/ Erkennst Du sie alle als "W"? /DAS/ ist Information! Der Extrakt, den ein Empfänger einem Signal entnimmt. Sie ist die Wirkung, die sie auslöst. "Ein W, ein W!" so isses Nicht aufsteigen! Im Empfänger generieren! Die Lösung liegt im Verständnis von Prozessen im Empfänger. Der Weg zum Verständnis von Information führt also nur über die Weiterentwicklung der Evolutionstheorie. mein Reden seit '45 Sein Entwicklungsstand entscheidet. Der Entwicklungsstand des Empfängers entscheidet, was einem Signal zu entnehmen ist. die erleuchtenden Teilchen Sie transportieren die Struktur des Graphits. Der Empfänger macht daraus das "W". Der Entwicklungsstand des Empfängers, sein Schlüssel, entscheidet, was er einem Signal entnehmen kann. Wenn "man" "schlau" ist, dann kann "man" dem Papier auch entnehmen, daß andere Empfänger auf dem Papier ein "W" lesen können. Ich weiß ja auch, daß Bienen die Information über Nektarquellen ihren Kollegen mit einem Schwänzeltanz weitergeben, obwohl ich ihn nicht lesen oder tanzen kann. Ein Sender hat natürlich mehr Erfolg, wenn der sich an den Schlüssel, den Erkenntnisstand, seiner Empfänger anpassen kann. Ein interessanter Aspekt dieser Anpassung ist Desinformation. Gifte, Köder oder Ideologien erzeugen im Empfänger den vom Sender gewünschten Zustand. Er kennt und nutzt Schwächen im Empfänger. Aber, wie geschrieben, erst die Weiterentwicklung der Evolutionstheorie wird das klären. Dem mußt Du Formeln vorlegen, die verdaut er gut. Die Formelei findet bei der Beschreibung so komplexer Systeme sicher ein Ende. Die Kybernetik steht ja auch erst bei der Beschreibung von Regelkreisen mittels Differentialgleichungen. Die Beschreibung komplexerer Systeme scheint Grenzen zu finden. Das wäre ein ungünstiger Ansatz. Das geht ebenso schief wie die Frage an Informatiker oder Philosophen, was Information ist. H.v.H wird gleich wild. ja Nein, ein Impuls. Höchstens ein Signal, wenn es einen Empfänger gibt. Vielleicht ist Information diese Wahrnehmung. Körper sind ohne Impulskette von ihnen zu uns für uns nicht wahrnehmbar. Sollte Information mit der Wahrnehmung, mit der entfalteten Wirkung /identisch/ sein, dann wäre Deine obige These, daß sie nicht transportierbar sei wahr. Daß man in einem anderen System eine vergleichbare Wirkung hervorrufen kann, wäre dann eine andere Frage. ja ups? Nicht transportierte Information == Ordnung? In Deinem Sinne: Ordnung == unbeweglicher Stoß? angenehm, Thumulla, Roßlau. -- Die Geißeln der modernen Menschheit: Der Weiße Hai und die Schwarzen Löcher. frei nach Peter Ustinow |
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#4
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| Carsten Thumulla schrieb: Wie wäre es mit: Information = Aussage über einen Zustand? Liebe Grüße Roland -- Die Erde ist die Heimat aller Menschen |
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#5
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| * Roland Neuhaus schreibt: Das ist wenig quantitativ. Wenn ich mich mal aufs Glatteis begeben darf: Information verändert Vorurteil. Bei einem Maß für Information geht es nicht darum, ob das Maß richtig oder falsch ist, sondern ob es einfach und nützlich für das Durchdenken der interessierenden Vorgänge ist. Ein Maß für die Information ist der Unterschied von anfänglicher Entropie und der Entropie der bedingten Wahrscheinlichkeit, die sich bei Berücksichtigen der Information ergibt. Wer Information nicht berücksichtigt, für den hat sie keinen Wert. Wenn ich für die möglichen Ausgänge einer Messung zunächst nur eine Wahrscheinlichkeitsverteilung w kenne, dann ist meine Unkenntnis mit der Entropie S(w) = - Summe_i (w_i ln w_i) bewertet. Dabei numeriert i=1,2,3... die sich ausschließenden, verschiedenen Ergebnisse und w_i bezeichnet die Wahrscheinlichkeit des i-ten Ergebnisses. Gibt mir jemand die Information, welches Ergebnis aufgetreten ist, so hat meine Unkenntnis um S(w) abgenommen. Der Informationsgehalt des Ergebnisses ist S(w). Gibt mir jemand die geringere Information, daß der erste Meßwert nicht aufgetreten ist, so weiß ich, daß das zweite Ergebnis mit der bedingten Wahrscheinlichkeit u_2 = w_2/(1-w_1), das dritte mit u_3 = w_3/(1-w_1) und so weiter auftritt. Der Informationsgehalt der Nachricht, daß das erste Ergebnis nicht aufgetreten ist, beträgt S(w) - S(u). Paradoxerweise kann der so definierte Informationsgehalt negativ sein: wenn ich nahezu sicher bin, daß sich mein Schlüssel in meiner Tasche befindet, und er sich mit geringer Wahrscheinlichkeit an hundert anderen Orten befindet, dann macht mich die Information, daß mein Schlüssel nicht in meiner Tasche ist, dümmer: ich weiß kaum, wo ich ihn suchen soll. Tröstlicherweise macht Information wahrscheinlich klüger. -- Aberglaube bringt Unglück [Only registered users see links. ] |
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#6
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| Am Fri, 20 Oct 2006 17:40:14 +0000 schrieb Norbert Dragon: Das Wort Information kommt sprachlich etwa von 'in Form bringen'. Eine Aussage über einen Zustand wäre die vorhandene Information. Ja, bringt wohl nichts. Vorwissen, vorherige Ordnung, ... ja Der verändert seinen Informationsgehalt, seine Ordnung nicht. Wer aber für ihn wertvolle Information nicht entschlüsseln kann, der verändert seine Ordnung auch nicht. Im Wort Wert liegt hier noch ein Problem. :°) Nein, die Anzahl der in Frage kommenden Orte wird durch diese Information geringer, wenn auch um den Ort der größten Wahrscheinlichkeit. Gegen die wahrscheinlichkeitstheoretische Auffassung und gegen die Definition von Shannon ist nichts zu sagen. Diese beiden Ansätze wollen und können aber nicht den semantischen Inhalt einer Information klären. Bei Shannon versteht der Empfänger 100% der ihm zugehenden Zeichen und Worete. Das ist für klar definierte technische Systeme ausreichend. Oft nicht! Eine Fliege, die sich vom Geruch einer Spinne anlocken läßt, macht nur die Spinne satter. Die Spinne, die das "Wissen" um die Lockstoffe hat, ist sicher "klüger" als andere Spinnen. Information, Ordnung kann auch zerstörerisch sein. Ein Gift, ein Prion oder ein Virus kann ein komplexes System zerstören. Wüßte die Fliege, daß diese Lockstoffe von Weibchen /und/ Spinnen produziert werden, dann wäre sie klüger. Im Laufe der Entwicklung wird sie als Art diese Information wohl aufnehmen. Interessant ist die Art und Weise dieser Informationsaufnahme. Anfangs nehmen biologische Systeme Information indirekt über die Selektion auf. Auf höherem Entwicklungsstand können sie Information direkt über Sensoren aufnehmen. "wahrscheinlich klüger" wäre gegeben, wenn Informationsaufnahme überwiegend zu einem Systemaufbau führt. Das ist im Laufe der Evolution der Fall. Die biologischen Systeme werden komplexer und leistungsfähiger. Es findet offensichtlich eine Informationsaufnahme statt. Also besteht ein Trend der biologischen Welt zu höherer Wahrscheinlichkeit -- wie die Physiker erwartet hätten. Informationsaufnahme geht mit der Entropiezunahme einher. Der Aufbau komplexer Systeme ist also ein "Ansammlungsprozeß", vergleichbar der "Planetenbildung aus Staub". Wenn Information die Abwesenheit von Unklarheit, Unordnung ist, dann zeigt die biologische Welt einen Trend zur Ordnung. Wenn sich Staub zu Himmelskörpern zusammenlagert, dann im Gravitationsfeld. Gibt es einen vergleichbaren Prozeß, der Ordnung aufbaut, ein "Informationsfeld"? Information hat zweifellos einen "Feldcharakter". Sie beeinflußt das empfangende System. "wahrscheinlich klüger" -- es besteht ein Trend zu klügeren Systemen, zur Ansammlung von Ordnung in der Natur. Es scheint eine Clusterbildung klügerer Systeme im Strom der Entropiezunahme zu geben. Gruß Carsten cPUNKTthuATarcor.de -- Diese Nachricht zerstört sich selbst in 59 Sekunden. |
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#7
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| Carsten Thumulla wrote: Was verstehst du unter "klüger". Die Menge an Information kann es doch nicht alleine sein. Bezogen auf den einzelnen Menschen behaupte ich, dass der Mensch in keinster Weise "klüger" geworden ist, sondern sich der Informationsgehalt lediglich geändert hat. Auf den einzelnen Menschen bezogen postuliere ich, dass die Summe seiner Informationen (falls du das mit klug bezeichnen solltest) im wesentlichen gleich geblieben ist. Früher wußte der Mensch, wie man mit Feuersteinen ein Feuerchen entzündet, heute weiß er, wie er ein Feuerzeug bedienen muß. Man kann sich vielleicht noch über die Qualität einer Information streiten. Ein Steinzeitmensch hätte wahrscheinlich sehr schnell gelernt, mit einem Feuerzeug umzugehen. Wenn allerdings das Gas/Benzin alle ist, hätte ihm dieses Wissen nur zeitweilig genutzt, vielleicht sogar auch geschadet, weil er vielleicht vergessen hätte, wie man mit Zunder und Feuerstein umgeht. Wenn man allerdings die Gesamtheit der Individuen heranzieht, dann ist die Menschheit als Ganzes besehen, vielleicht tatsächlich klüger geworden. Jeder weiß ein bißchen was, deswegen kommt es nicht mehr so sehr darauf an, selbst alles mögliche zu wissen, sondern Vernetzungen zu erschaffen. Deswegen halte ich das Internet für eine der revolutionärsten Erfindungen, weil hier Informationsknoten in ungeahnter Hülle geschaffen werden. Das Problem ist dann wohl eher das Auswahlproblem, nämlich geeignete von ungeeigneten Informationen zu unterscheiden. Es ist ungefähr so wie mit dem Buchstabensatz des deutschen Alphabets. Der Buchstabe allein hilft wenig, selbst die Kombination von Buchstaben. Zwar kann man damit jedes Buch, was jemals geschrieben wurde und noch geschrieben werden wird, generieren, das Problem wird sein, Sinn von Unsinn, notwendige von überflüssiger Information usw. zu trennen und hängt auch ab vom gegenwärtigen Wissensstand des Beurteilenden. Und ob Information etwas mit Entropie zu tun hat, weiß ich nicht. Ich stehe dem ein bißchen skeptisch gegenüber. Das kommt mir immer so vor wie beim Saubermachen. Die Putzfrau wischt die Wöllmäuse unterm Schreibtisch weg, diese lösen sich in Abermilliarden von Teilchen im Wasser, welches dann ins Becken geschüttet wird. Von dort gelangen sie ins Abwasser, in den nächsten Fluss, ins Meer und werden über die ganze Welt zerstreut. Jezt haben wir aus der Putzfrauensicht Ordnung geschaffen und in Wirklichkeit nur für eine mehr oder weniger gleichmäßige weltweite Verteilung des Drecks gesorgt. Höchst amüsante Vorstellung! Was sich jedoch an der Information geändert hat, ist lediglich die Individualität der ehemaligen Wollmäuseansammlung. Bezüglich des Teilchens selber ist die Information die gleiche geblieben. Information ist imho immer das, was man für die Betrachtung benötigt. Ist es wichtig, etwas über die die Individualität der Wollmaus zu erfahren, nützt mir die Teilcheninformation recht wenig. Bestenfalls kann man über Statistik und aufgrund der Eigenschaften des Teilchen und jeweiligen Umgebung die wahrscheinlichsten Formen von Wollmäusen berechnen. So gesehen hat man mit dem Putzen wiederum für eine höchstmögliche Verteilung der Information gesorgt, wie es vielleicht unter meinem Schreibtisch ausgesehen haben könnte. Grüße Harald Grüße Harald |
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#8
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| "Carsten Thumulla" <4_trash_only@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag news In Formation wird marschiert, watscheln Enten, geht man essen, trinken & Sonstiges, fliegen Flieger aber nicht Fliegen. In Formation kommt auch Information in den Medien. [...] Planeten werden nicht aus Staub angesammelt (da es ja keine Massenanziehung gibt, sie werden geboren, wie zB vor ein paar Tausend Jahren die Geburt der Venus (= "Neuankömmling) aus Jupiter beobachtet wurde. "Komplexe Systeme" entstehen also aus "Geburten", im Zuge der Umwandlung von potentieller Energie (bipolare Elektrizität) in einer dynamischen Gleichgewichtszone zu Strahlung & Substanzen. Soviel zur Information über Falschinformation. [...] |
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#9
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| Hallo Harald! Am Sun, 22 Oct 2006 14:45:17 +0200 schrieb Harald Maedl: So ist es, man wird so, mit "Menge", kein vernünftiges Maß finden. Er hat sich an eine sich ändernde Umwelt angepaßt. Er rennt einer Entwicklung hinterher, die er selbst verschuldet und beschleunigt -- wie jedes Lebewesen. Seine Speicherkapazität ist im wesentlichen gleich geblieben. Aber er rüstet ja auf, mit Notebooks beispielsweise. Gehen wir mal auf die andere Seite des Berges, den ich durchbohren will, auf die Seite informationsverarbeitender Systeme. In der Biologie hat sich seit langem die Erkenntnis durchgesetzt, daß Entwicklung ein Anpassungsprozeß ist. Die Aufnahme von Information, der Aufbau von Ordnung ist somit der Prozeß der Anpassung an gegebene Bedingungen. Ersetzen wir 'klüger' durch 'angepaßter'. Nun wirst Du argwöhnen, daß man auch so kein brauchbares Maß für Information findet. Ein absolutes Maß zu finden scheint aus dieser Sicht ebenso unmöglich wie aus der Sicht der Physik. Betrachtet man aber zwei Systemzustände hintereinander, so muß eine Informationsaufnahme stattgefunden haben. Das angepaßtere System "weiß" mehr über die Informationsquelle. Somit beschreibt die Evolutionstheorie die Informationsaufnahme der Systeme aus der Umwelt. Da sich auch die Umwelt der Systeme ändert, der sie sich anpassen, müssen diese im Laufe der Anpassung nicht zwangsläufig "größer", "speicherstärker" werden. Viren konnten sich erst entwickeln, als es Opfer gab. Sie müssen sich nur anpassen. Ein gesuchtes Maß für Ordnung / Information könnte also ein "Maß für Anpassung" sein. Es ist ähnlich der Bildung von Sternen aus Gaswolken. Legt man ein Gravitationsfeld an eine Gaswolke, so findet eine Separation statt. Die schnellen Teilchen sind "oben" und die langsameren, kälteren "unten". Das System (Gas) hat sich vom Punkt maximaler Entropie wegbewegt. Sammeln sich dann kältere Gasmengen in einem kleineren Raumgebiet an, dann erzeuen sie /selbst/ ein Feld, was auf andere Gasteilchen wirkt. Die Gaswolke ballt sich in Richtung ihres Schwerpunktes zusammen. Dieser Prozeß beinhaltet eine Rückkopplung, weil die Teilchen selbst Träger eines Gravitationsfeldes sind. Der Prozeß wird schneller und schneller, ein "Strudel" entsteht, der einen Stern entstehen läßt. Nur der stärker werdende Strahlungsdruck von innen wirkt dem entgegen. Die Evolution des Lebens ist ebenso ein Strudel, der zu immer schnellerer und effizienterer Entwicklung und letztlich zwangsläufig zur Ausbildung von Subjektivität und Bewußtsein führt, da das Einkalkulieren des eigenen Seins in seine Handlungen vorteilhaft für das eigene Dasein ist. Die Frage ist, ob das nur eine Analogie ist, oder ob hier gleiche Mechanismen wirken. Dann hätte Information Feldcharakter. Es bestünde eine generelle "Zusammenballungstendenz". Information selbst hätte eine ebenso ordnende Wirkung wie ein Feld. Das betrifft natürlich nicht jede x-beliebige Information sondern den Keim des selbstbezüglichen Prozesses, der sich zu Leben entwickelt. Das wäre dann nicht irgendeine Information sondern /die/ Information. Es wäre die Information, die den Prozeß generiert, der informationsverarbeitende Systeme erst schafft, die Urinformation sozusagen, das 'Biest an sich'. scnr Das ist kein Unsinn, wenn man akzeptiert hat, daß Information nur relativ, auf einen Empfänger, der sich nur entwickeln kann, bezogen, existent ist. Diese Urinformation lautete dann ungefähr so: 'Anpassen! Die Summe aller Potentiale verringern!' Auch in diesem Falle (Auffassung als Feld) gäbe es noch eine Hürde für die Formulierung eines Informationsmaßes, der ständige Trend zur Abstraktion. Die Entwicklung der Art ist ein extrem langsamer Prozeß, der sich hauptsächlich indirekt über Selektion abspielt. Diese Informationsaufnahme per Selektion wird aber mehr und mehr durch direkte Verfahren ergänzt. Sensoren tasten die Umwelt ab und lösen Systemreaktionen aus. Das System wird selbständiger aber es nimmt immer noch Information auf. Es ist wieder eine Rückkopplung, die dafür sorgt, daß sich der Prozeß beschleunigt. Auch hier scheint das "Drumherum" in einen Potentialtrichter zu stürzen. Ja, die Kommunikation zwischen Systemen erschafft ein neues System, in dem die alten Bestandteile die unterlagerten Hierarchieebenen bilden. Auch hier gibt es wieder den schon bei der Entwicklung des Lebens bebachteten Fortschritt: 1. Zuerst findet die Informationsaufnahme /indirekt/ durch Selektion statt. 2. Später findet sie /direkt/ durch intelligentere Verfahren statt. 3. Dann werden die Systeme /aktiv/, das heißt, sie lösen das Problem nicht mehr, indem sie sich der Umwelt anpassen, sondern die Umwelt sich anpassen. Der Informationsfluß kehrt sich um! 4. Da die Umwelt nicht nur aus toter Materie sondern aus anderen inzwischen auch aktiv gewordenen Systemen besteht, kommt es zu /Auseinandersetzungen/. Der Kampf im und ums Internet tobt längst. Infolge des vierten Punktes tritt die /Desinformation/ auf den Plan. Die Informationsaufnahme aus dem Netz folgt dem gleichen Schema im Strudel der Erhöhung der Effizienz infolge der Anpassung von System und Umwelt. Es ist nicht ungefähr so, es ist genau /so/. Der Unterschied ist nur, daß sich selbständig handelnde Einheiten zusammenschließen, die entwicklungsfähig sind. Handelnde Einheiten gibt es schon beispielsweise als Programmbausteine. Da diese sich zur Zeit nicht selbst entwickeln sind noch Programmierer nötig. Die Speicherung ist ein Abbild der verarbeitenden Strukturen. Wenn hierarchische verarbeitende Strukturen effizient sind, dann ist auch eine hierarchische Speicherung effizient. Buchstaben, Worte, Begriffe und abstraktere Begriffe. Die Sprache wird immer abstrakter. Ebenso wird jeder Erkenntnisfortschritt in der Physik abstrakter. Bildet sich ein neues System aus selbständigen Einheiten, so ist Kommunikation unverzichtbar. Sie ist die Grundlage für den Zusammenschluß, für die Vergesellschaftung. Die Untereinheiten spezialisieren sich und die Effizienz des neuen Systems steigt. Das neue System muß alle Systemfunktionen ausführen, die vorher jede Untereinheit ausführte. Auf jeden Fall ist das eine geschickte Interpretation. Dann sollte man Ordnung und Entropie in einem Topf lassen und Information nicht mehr mit Ordnung gleichsetzen. In einer Konstellation von Teilchen oder Signalen kann eben mehr stecken als nur diese Kombinationen. Nur die Untersuchung eines Empfängers kann klären, was er einem Signal entnehmen kann. Dies kann kein absolutes Ergebnis ergeben, man kann nur die Differenz zweier Zustände im Laufe der Entwicklung messen. Negentropie = Information mißachtet diesen Informationsgehalt über der ersten Ebene. Der fortschreitende Abstraktionsprozeß wird nicht beachtet. Die acht Buchstaben e n t r o p i e enthalten eben Bedeutungen -- und für jeden Empfänger leicht unterschiedliche. Dreckfrau? Das Leben macht genau das. Es erzeugt lokal Ordnung auf Kosten der Umgebung. Global nimmt die Entropie aller Erfahrung nach zu. Lokal kann es zu Zusammenballungen kommen, die dem entgegenzustehen scheinen. Darum geht es. Was ist der Antrieb zur Entwicklung informationsverarbeitender (zuerst biologischer) Systeme? Gibt es allgemeine Gesetzmäßigkeiten, die solche Zusammenballungen ebenso wie die Zusammenballung interstellaren Gases beschreiben? Die Entwicklung des Lebens scheint mir ein ebenso selbstbeschleunigender Prozeß zu sein wie der einer Sternbildung. Information / Ordnung bildet selbst eine Senke, die den Ansammlungsprozeß beschleunigt. Heutzutage wird das Abwasser gereinigt und der Schlamm geht auf eine Deponie. Das System 'Gesellschaft' läßt grüßen. Es weitet seinen Einflußbereich auch aus. Analog zu unserer Zivilisation bei Nova der Sonne. Information ist nur empfängerbezogen zu verstehen. Ein absolutes Maß für Information wird es nicht geben. Dazu wäre das Wissen über jedes denkbare Empfängersystem für ein bestimmtes Signal nötig. Wahrscheinlich sind wir die wahrscheinlichste Form von Wollmaus. Diese Information ist dann zerstört, nicht mehr existent. Ich wäre froh, wenn ich meine Gedankengänge so formulieren könnte, daß andere sie wenigstens nachvollziehen können. Zwischen Physik und Biologie könnte mehr liegen als nur die "Physik der Atomhülle", die Chemie. Ob es aus der Richtung der Physik gelingt, das Verständnis von Information zu erweitern ist offen. Daß Information mehr ist als die Ableitung von Shannon hergibt, müßte jetzt klarer werden. Gruß Carsten cPUNKTthuATarcorPUNKTde -- Carsten Thumulla, Kampf der Systeme, ISBN3-00-013090-X, 12EU, 128S., 15Abb. betrifft: Philosophie, Kybernetik, Biologie, Gesellschaftswissenschaften |
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#10
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| Hallo Carsten, Carsten Thumulla schrieb: inwiefern unterscheidet sich das von meiner Beschreibung, Information = Aussage über einen Zustand? Um Differenz zu erkennen, muss doch erst ein Zustand erkannt, und ein Aussage über ihn möglich sein. Liebe Grüße Roland -- Die Erde ist die Heimat aller Menschen |
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| achtung , die , information , tal , troll |
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