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#1
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| Hallo, ich habe mir einen magnetischen Tuerstopper gekauft. Wie lange haelt eigentlich so eine Magnetisierung an? Kann man diese magnetisierung auch wieder "nachladen" Gruss Holger |
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#2
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| holger wrote: Naja, dann werde ich mal zubettgehen Falls du den Türstopper von Lidl oder Aldi meinst und so, die sind wirklich schon einzigartig im Universum. Dabei zählt die Transportzahl, die etwa fast ein Kilo ist, und den Magnetismus überwiegt, obwohl das halbe Ding aus einem Dauermagneten ist... man könnte ewig fortfahren, dieses Objekt zu beschreiben, es ist sehr schwer... Die Schäfchen wollen mich wieder mal zählen, gähn, Frechheit sowas... -- |
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#3
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| holger wrote: Ein Magnet ist nicht wie eine Batterie die sich entlädt. Gäbe es ein perfektes ferromagnetisches Material, würde dieses seine Magnetisierung unbegrenzt halten. Da aber nichts perfekt ist verliert auch ein Magnet langsam (die Betonung liegt auf sehr langsam) seine Eigenschaften, wobei dies nicht an einer "Entladung" sondern in thermodynamischen Prozessen liegt. Ein magnetisiertes Material befindet sich in einem Zustand hoher Ordnung, d.h. geringer Entropie. Durch Gitterschwingungen, d.h. Temperatur wird diese Ordnung langsam zerstört, was die nach aussen wirksame magnetische Feldstärke verringert. Ja, genauso, wie man die Ursprüngliche Ordnung herstellt. Nimmt man z.B. einen Eisennagel, und streicht mit einem anderen Magneten an diesem Nagel entlang, wird die mechanische Energie der Bewegung dazu genutzt mit dem Magnetfeld als Mittler Ordnung in der Kristallstruktur des Eisens herzustellen => Der Nagel wird selbst zum Magneten. Der erste Magnet wird dabei übrigens weder schwächer noch stärker. Was genauso gut funktioniert: Ferromagnetisches Material in einen Elektromagneten legen, in dem ein starkes statisches Feld herrst. Diesem Magnetfeld überlagert man ein zunächst noch stärkeres Wechselfeld, dessen Stärke man langsam reduziert. Das Wechselfeld sorgt dafür, dass sich die Struktur "lockert", das statische Feld legt die Vorzugrichtung fest in der sich die Strukturen im Festkörper ausrichten. Anstatt dem Wechselfeld kann man auch Hitze verwenden, wobei allerdings einige Materialien ihre ferromagnetischen Eigenschaften dauerhaft verlieren, wenn man sie erhitzt. Um zurück zum Türstopper zu kommen: Der wird vermutlich noch existieren, wenn die überübernächste Generation ihn ihr eigen nennt (falls der Türstopper so lange unbeschädigt bleibt). Wolfgang Draxinger -- |
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#4
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| Am Sun, 13 Aug 2006 00:23:33 +0200 schrieb Rudi Menter: Noch dämlicher kann man ja kaum Antworten. Was soll man da sagen: Geh Sterben oder melde deinen Netzanschluss ab. Beides macht Sinn. -- Mit freundlichen Grüssen Peter Nießen |
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#5
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| Peter Niessen wrote: Entscheide dich, Monster. -- |
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#6
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| Robert Kunz wrote: Gerede, ich weiß daß du *alles* mitliest. ruddy -- |
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#8
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| Peter Niessen wrote: Ich habe mich sehr drüber amüsiert. Es ist nicht gänzlich OT, geht auf die Frage des OP ein und es ist erkennbar, daß es nicht ganz bierernst gemeint ist. Ich mag sowas mal ganz gerne lesen. ;^) [x] dagegen! Schönen Sonntag, (noch'n) Peter |
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#9
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| Ein Magnet kann auch durch mechanische Einflüsse schwächer werden, z.B. durch Verformung oder durch starkes Klopfen oder Schlagen. Allerings entsteht bei der Verformung auch Wärme, die dazu beiträgt, dass der Magnet seine "Kraft" verliert. Beim Klopfen oder Schlagen (z.B. Schmieden) werden Gitterschwingungen und evtl. Verformungen erzeugt, die bestimmte Bereiche und die (Kristall-)Struktur im magnetischen Material umordnen können. |
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#10
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| vielen Dank Wolfgang für die detaillierte Antwort. Wenn ich richtig verstanden habe, ist die Entladung von Wärme abhängig. Der Türstopper soll in meinem Fall an der Außenseite meines Hauses in Spanien angebraucht werden. Die Temperaturen in der Sonne erreichen dort oft deutlich über 40 Grad. Das Metall wird sich sicher im Sommer sogar auf 60 Grad aufheizen. Wie schatzt Du unter diesen Umständen die Lebensdauer ein? Gruss Holger "Wolfgang Draxinger" <[Only registered users see links. ]> wrote in message news:[Only registered users see links. ]... holger wrote: Ein Magnet ist nicht wie eine Batterie die sich entlädt. Gäbe es ein perfektes ferromagnetisches Material, würde dieses seine Magnetisierung unbegrenzt halten. Da aber nichts perfekt ist verliert auch ein Magnet langsam (die Betonung liegt auf sehr langsam) seine Eigenschaften, wobei dies nicht an einer "Entladung" sondern in thermodynamischen Prozessen liegt. Ein magnetisiertes Material befindet sich in einem Zustand hoher Ordnung, d.h. geringer Entropie. Durch Gitterschwingungen, d.h. Temperatur wird diese Ordnung langsam zerstört, was die nach aussen wirksame magnetische Feldstärke verringert. Ja, genauso, wie man die Ursprüngliche Ordnung herstellt. Nimmt man z.B. einen Eisennagel, und streicht mit einem anderen Magneten an diesem Nagel entlang, wird die mechanische Energie der Bewegung dazu genutzt mit dem Magnetfeld als Mittler Ordnung in der Kristallstruktur des Eisens herzustellen => Der Nagel wird selbst zum Magneten. Der erste Magnet wird dabei übrigens weder schwächer noch stärker. Was genauso gut funktioniert: Ferromagnetisches Material in einen Elektromagneten legen, in dem ein starkes statisches Feld herrst. Diesem Magnetfeld überlagert man ein zunächst noch stärkeres Wechselfeld, dessen Stärke man langsam reduziert. Das Wechselfeld sorgt dafür, dass sich die Struktur "lockert", das statische Feld legt die Vorzugrichtung fest in der sich die Strukturen im Festkörper ausrichten. Anstatt dem Wechselfeld kann man auch Hitze verwenden, wobei allerdings einige Materialien ihre ferromagnetischen Eigenschaften dauerhaft verlieren, wenn man sie erhitzt. Um zurück zum Türstopper zu kommen: Der wird vermutlich noch existieren, wenn die überübernächste Generation ihn ihr eigen nennt (falls der Türstopper so lange unbeschädigt bleibt). Wolfgang Draxinger -- |
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