| | |||||||
| Register | Search | Today's Posts | Mark Forums Read |
| Forum Physik Forum Physik. |
| | LinkBack | Thread Tools | Display Modes |
|
#1
| |||
| |||
| Hallo, angenommen ich hätte eine ideale Spule der Induktivität L. Diese schließe ich an eine Spannungsquelle U=U_0*sin(wt) an. Dann liegen an der Spule ja sowohl die Induktionsspannung U_i=-LI' (I' heißt dI/dt) von der Spule selbst sowie die äußere Spannung U an, sodass gilt : U+ U_i = 0 (1). Setzt man ein und stellt um , so kommt man auf : I' = U_0/L*sin(wt) (2). Das integriert ergibt doch die Stromstärke : I = - U_0/(w*L)cos(wt) = - I_0*cos(wt) (3). Die Stromstärke eilt also der Spannung um eine Viertelschwingung nach. Trage ich jetzt die Spannung und den Strom in ein Koordinatensystem so habe ich folgendes Verständnisproblem : Wenn die Spannung 0 ist , so besitzt der Strom sein negatives Maximum. Doch wie kann ohne Spannung Strom fließen ? Bzw. wenn die Spannung ihr pos. Maximum hat, so hat der Strom gerade einen Nulldurchgang. Das könnte ich mir noch so erklären, dass dann die Induktionsspannung, welche ja dann ihr Maximum hat, die angelegte Spannung aufhebt. Schaue ich mir Gleichung (1) an dann müssten sich ja beide Spannungen zu jedem Zeitpunkt t aufheben, d.h. die effektive Spannung wäre immer 0 --> es dürfte zu keiner Zeit ein Strom fließen. Oder liegt das daran, dass es ja keine ideale Spule gibt, sondern nur eine reale mit sehr kleinem Wiederstand , sodass giltet : U+U_0=U_R. Doch wieso gibt man dann überhaupt eine Phasenverschiebung einer idealen Spule an ?? Ps : Kann überhaupt ein Strom fließen, wenn es keinen ohmschen Wiederstand gibt, z.B. bei der Supraleitung ?( Wie würde man dann R=U/I definieren ?) Vielen Dank für euere Mühe. mfg Johannes |
|
#2
| |||
| |||
| "Johannes Endres" <[Only registered users see links. ]> writes: Etwas merkwürdige Konvention, aber na ja. Abgesehen von der fehlenden Integrationskonstante und der irreführenden Bezeichnung I_0, ja. Du hast die Integrationskonstante vergessen. Die versaut Dir Deine ganze Rechnung, sofern Du nicht im Spannungsmaximum einschaltest. Die Induktionsspannung wird ja erst durch das bei Stromentnahme zusammenbrechende Feld geliefert. Fließt kein Strom, bricht das Feld nicht zusammen und keine Spannung wird geliefert. Nö. Sicher. Und bei einer idealen Spule ist kein R definiert. -- David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum |
|
#3
| |||
| |||
| "David Kastrup" <[Only registered users see links. ]> schrieb im Newsbeitrag news:[Only registered users see links. ]... .... Danke erst mal für deine Antwort. Sorry, aber das verstehe ich jetzt nicht ganz. Wie kann ich denn Strom entnehmen, wenn ich keinen ohmschen Widerstand einbringe, bzw. die Spannungsquelle liefert doch andauernd eine sinusförmige Spannung. Ich verstehe aber immer noch nicht, wenn Induktionsspannung und äußere Spannung betragsgleich und entgegengerichtet sind ein´Strom fleißen kann ? mfg Johannes |
|
#4
| |||
| |||
| |
|
#5
| |||
| |||
| |
|
#6
| |||
| |||
| |
|
#7
| |||
| |||
| Johannes Endres schrieb: Ohne Strom entsteht auch keine Induktionsspannung, XL=2*pi*f*L. Wenn man eine Gleichspannung an eine ideale Spule legt, steigt der Strom mit dI=U*dt/L. Eine Spannung ruft einen sich ändernden Strom hervor, ein sich ändernder Strom ruft eine Spannung hervor. Ein Gleichstrom erzeugt keine Spannung. Es ist nur verwirrend zu sagen, dass eine Spannung eine gleich große Induktionsspannung verursacht denn es gibt nur diese eine Spannung und wenn man diese anlegt wird ein entsprechender Strom erzwungen. Andersherum könnte man den Wechselstrom magnetisch in die Spule einkoppeln und es würde sich die Spannung ergeben. Gruß Jens |
|
#8
| |||
| |||
| Die Unsicherheit entsteht, weil nur ein kurzes Intervall einer unendlich langen Zeit betrachtet wird. Eine Sinusschwingung ist nur in einer unendlich langen Zeit vorhanden. Bei einer Sinusspannung, die nur eine begrenzte Zeit vorhanden ist, ergibt sich die Zeitfunktion als Produkt von Sinusspannung mit der einhüllenden Kurve - und auch das wird mit der Dgl. wieder exakt beschrieben. Aber die Zeitfunktion ist eben keine Sinusfunktion. Deutlich sieht man das bei Gleichspannung und idealer Induktivität nach dem Einschalten. Der Strom steigt zeitlinear an und erreicht nach unendlicher Zeit den Wert unendlich. Bei realen Induktivitäten ergibt sich eine Zeitkonstante L/R. Bei theoretischen Untersuchungen sollten dann Zeiträume groß oder klein gegen die Zeitkonstante getrennt betrachtet werden. Und bei der idealen Induktivität ist die Zeitkonstante unendlich. |
|
#9
| |||
| |||
| "Jens Dierks" <[Only registered users see links. ]> schrieb im Newsbeitrag news:44cbaf5b$0$10985$[Only registered users see links. ]... .... Ja, stimt so kann ich mir das besser vorstellen, wenn man das von der anderen Seite aus betrachtet. Genau das hat mich auch verwirrt, und das war mein eigentliches Problem. Aber wahrscheinlich konnte ich das Problem nicht so gut formulieren, sodass jeder wusste was ich will. Es ist ja nur eine Spannung messbar, die man also entweder als Induktionsspannung (durch die Stromänderung) auffassen kann, oder als "äußere" Spannung welche die Stromänderung verursacht. Es ist also Ansichtssache, da man - so habe ich das jetzt verstanden - ja nicht sagen kann ob nun die Spannungsänderung Grund für die Stromänderung ist, oder umgekehrt. Beide beeinflussen sich in der Realität wohl gegenseitig, oder - bzw. je nachdem ob man nun eine vorgegebene Spannung anschließt oder wie unten von dir beschrieben einen Wechselstrom magnetisch einkoppelt ? Vielen Dank nochmal für die Antworten. mfg Johannes |
|
#10
| |||
| |||
| "frager" <[Only registered users see links. ]> writes: Ach was. Wenn man im Scheitelpunkt der Wechselspannung ein- und ausschaltet, dann gibt es keine Ein- und Ausschwingvorgänge. Tatsächlich gibt es bei einer idealen Spannungsquelle und einer idealen Spule auch zu keinem anderen Schaltzeitpunkt einen Einschwingvorgang: wenn man an einem anderen Zeitpunkt einschaltet, verursacht man "lediglich" einen zusätzlichen Gleichstrom, der sich mangels Innenwiderstand bis zum Abschalten nicht aufzehrt. Das Abschalten muß dann in einem Nulldurchgang des Stromes erfolgen, oder man darf den Stromkreis nicht auftrennen, sondern muß ihn kurzschließen (womit der Strom des Abschaltzeitpunktes bis in alle Ewigkeiten weiterkreist). Wenn wir jetzt zu nichtidealen Induktivitäten und/oder Spannungsquellen übergehen, sind die Verhältnisse im wesentlichen gleich, nur daß eventuelle auftretende Gleichstromkomponenten am elektrischen und magnetischen Innenwiderstand der Anordnung abklingen. Wenn man im Stromnulldurchgang des eingeschwungenen Zustandes den Stromkreis schließt und öffnet, dann gibt es keine Einschwing- und Ausschwingvorgänge. -- David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum |
| Tags |
| bei , der , einer , idealen , phasenverscheibung , spule , verständnisproblem |
| Thread Tools | |
| Display Modes | |
|
|
| | ||||
| Thread | Thread Starter | Forum | Replies | Last Post |
| Cantors Kontinuum, eine Bestandsaufnahme | Eckard Blumschein | Forum Physik | 3 | 04-06-2005 05:49 AM |
| Integralberechnung für das Feld einer langgestreckten Spule... | M. Hagedorn | Forum Physik | 10 | 12-16-2004 05:57 PM |
| Sind Physiker Analphabeten? | Obergscheit | Forum Physik | 143 | 09-23-2004 01:06 PM |
| Versuch einer Kolumne | Hendrik van Hees | Forum Physik | 14 | 06-29-2004 07:48 PM |
| Magnetische Wirkung einer Spule | Sebastian | Forum Physik | 6 | 05-05-2004 08:07 PM |