| | |||||||
| Register | Search | Today's Posts | Mark Forums Read |
| Forum Physik Forum Physik. |
| | LinkBack | Thread Tools | Display Modes |
|
#11
| |||
| |||
| Klaus Reinke wrote: Es gibt noch zwei andere Punkte in meiner Auflistung. Gruß, Ralf |
|
#12
| |||
| |||
| Hi Fritz, Fritz Kraut schrieb: Das sehe ich noch nicht. Bitte um Erklärung deiner Behauptung. Liebe Grüße, Michael |
|
#13
| |||
| |||
| Ralf Callenberg schrieb: Um mit dem letzten Satz zu beginnen: Das ist natürlich falsch, gerade nach modernen Gesichtspunkten. Der "moderne", der Einsteinsche Gesichtspunkt nämlich, besagt ja gerade, dass auch eine stillstehende Erde dem üblichen Weltbild durchaus "gleichwertig" ist. Galilei wusste das noch nicht, nur deshalb wurde er so wütent. Tatsächlich hatten vom "modernen" Gesichtspunkt die Jesuiten die richtige Einstellung: Heliozentrismus ist mathematisch bequem und insofern lässt sich dagegen nichts sagen, aber Galileis penetrantem Wahrheitsanspruch muss entschieden widersprochen werden. Umso merkwürdiger, dass die Wissenschaftsgemeinde sich noch nicht bei der katholischen Kirche für ihre ständige Kritik entschuldigt hat. Im übrigen ist die ART weder sonderlich konsistent noch kommt sie mit weniger Annahmen als die Mechanik aus. Auch ihr Anwendungsgebiet ist eingeschränkter als die der Mechanik. Nun zum ersten Satz: Oft gehört, aber ohne jede tiefere Begründung, eine gedankenlose Nacherzählung. Im Grunde sind Fragen wie "Raumzeit-Krümmung" oder "Gravitonen" ja immer wieder schön, weil die Antworten darauf die ganze Ratlosigkeit der sogenannten Fachleute oder derer, die sich dafür halten, wiedergeben. Mehr als nichtssagende Schlagworte und die Empfehlung, Lehrbücher anzusehen, bekommt man nicht zu hören. Die Lösung des Rätsels liegt natürlich darin, dass solche Begriffe ja nichts anderes sind als die Übersetzung bestimmter mathematischer Symbole in eine bekannte geometrische und/oder physikalische Terminologie. Diese Terminologie gibt die Symbolik dahinter nur sehr unvollkommen wieder, was sich darin äußert, dass einem Kritiker, der diese Begriffe natürlich mit zusätzlichen und vielleicht ganz andereren Vorstellungen füllt, in der Regel entgegengehalten wird, seine Interpretation sei laienhaft, sie würde der Tiefe der (natürlich mathematischen) Gedanken nicht gerecht werden usw. Das Dumme ist nun, dass in vielen Fällen die Entwickler und Verwender dieser Symbolik selbst nicht recht wissen, was sie davon zu halten haben, Schrödinger sei hier als prominentes Beispiel genannt. Das wiederum liegt daran, dass dieser Mathematik keine deutlichen Vorstellungen zugrunde liegen, bestenfalls Analogien oder "naheliegende" (Einstein) Gedanken, die dann versuchsweise irgendwie in Formeln gegossen werden, um zu sehen, ob irgend eine brauchbare "Beschreibung" daraus hervorgeht. Der eine hat diese und der andere hat jene Idee und im Ergebnis kann es schon mal sein, dass sich die Ideen in die Quere kommen. Weder der eine noch der andere kann für seine Idee eine durchschlagende Begründung nennen, ausgenommen einer: die Rechnung hat sich hier oder dort "bewährt". Als Entschuldigung wird angeführt, mehr als diese Beschreibung könne ja ohnehin nicht erwartet werden. Warum eine reine Beschreibung auch noch konsistent und umfassend sein soll, wie Callenberg und andere meinen, bleibt unverständlich. Eine Beschreibung als solche entspricht den Tatsachen oder nicht, mehr lässt sich von ihr weder aussagen noch erwarten. Wie Aristoteles schon wusste, fallen schwere Körper schnell zur Erde, leichte fallen langsam, ganz leichte steigen empor. Das ist zweifellos eine korrekte Beschreibung und lässt sich natürlich, einigen Fleiß vorausgesetzt, auch mathematisch korrekt fassen. Heutige Theorien liefern über die mehr oder minder vollständige Beschreibung konkreter Einzelfälle, die Anlass zu ihrer Entwicklung waren, natürlich noch mehr: sie liefern die Beschreibung anderer, künftiger, noch zu entdeckender Fälle. Es stört (heutzutage) aber an sich nicht, wenn eine Theorie das nicht kann. Dann ist sie eben auf die bekannten Fälle beschränkt, dort hat sie ihren "Geltungsbereich", wie man heute sagt. Seit Bohr stört sich kaum noch jemand daran, dass die klassische Elektrodynamik beim Atom versagt. Damit ist sie nicht etwa widerlegt, wie einige Naive noch immer glauben, sondern ihr "Geltungsbereich" wurde genauer bestimmt. Auch vorgebliche Popperianer klatschen dem kräftig Beifall. Wo also ein Fall Callenbergscher Inkonsistenz vorliegt, bleibt dem Einzelfall und dem mehr oder minder großen Konsens der Fachleute überlassen: hier liegt eine Inkonsistenz vor, hier nicht. Wenn nicht, handelt es sich um eine große Entdeckung. Und als Grund für die Forderung nach einer möglichst umfassenden Theorie kann bestenfalls Faulheit genannt werden. Jedenfalls dann, wenn man konsequent beachtet, dass mehr als eine Beschreibung auf keinen Fall zu erwarten ist. Allerdings wäre es ein Fehler, von den Fachleuten Konsequenz zu erwarten. Die Ursache der ganzen Misere geht teilweise weit zurück, im Grunde bis auf die griechische Philosophie, und hat mehrere Wurzeln. Eine davon ist zweifellos der grassierende Empirismus (auch er wieder historisch bedingt) in Verbindung mit einer nahezu völlig fehlenden Ausbildung, was die methodischen und philosophischen, das heißt gedanklichen Grundlagen des eigenen Fachgebiets angeht. Diese Grundlagen beschränken sich auf das heute übliche Geplapper: "Das Experiment ist stets der höchste Richter der Theorie". Das ist plausibel, kann doch jeder mindestens ein Experiment nennen, das eine Theorie vernichtet hat. Mit diesem Handwerkszeug in der Tasche wird der Nachwuchs in die Welt entlassen. Im Ergebnis meinen alle, sie hätten keine Philosophie sondern würden sich strikt an den sogenannten "Tatsachen" orientieren. Tatsächlich ist diese Philosophie, der Empirismus eben, die roheste von allen und gilt bei gründlichen Denkern schon seit Jahrhunderten nur noch als schlechtes Beispiel. |
|
#14
| |||
| |||
| Philo schrieb: Beehrst du uns auch mit deinem richtigen Namen? Tut er das? Inwiefern? Bei mir ist die Erde beschleunigt und insofern kein Inertialsystem, aber bitte korrigiere mich, wenn ich dich missverstanden habe. Er wurde sicher wütend. ;-) Und ich dachte immer es sei andersherum. Das halte ich für ein Gerücht. Inwiefern ist die ART oder auch nur die SRT inkonsistenter als die klassische, Newton'sche Mechanik? Was möchtest du denn nun genau wissen? Ich bin mir sicher, dass hier genug Leute anwesend sind, die dir gerne Antwort geben. Du widersprichst dir gerade selber. Dann erzähl mal. Falsche Newsgroup? Liebe Grüße Michael |
|
#15
| |||
| |||
| * Michael Pieper writes: Ich bin mir nicht so sicher, daß es hier sonderlich viele Leute gibt die ihm gerne Antwort geben. Jedenfalls nicht, solange das unterschwellige Gepöbel nicht aufhört. Gravitonen sind ein heikles Konzept. Erstens gibt es keinerlei experimentellen Hinweis auf eine quantisierte Gravitation (und somit auch keinen echten Grund, sie einzuführen), zweitens stößt man tatsächlich auf genau das konzeptionelle Problem, daß man einerseits die schön geometrisierte Raumzeit hat, auf der anderen Seite Teilchen, die sich in einer "Hintergrundraumzeit" bewegen. Erklärlich wird das dadurch, daß die Gravitonen (jedenfalls in Norberts FAQ) ausschließlich im Rahmen einer Störungsrechnung, in der die Metrik im wesentlichen die Minkowskimetrik ist, auftreten und dort auch eher den Charakter von Fourierkomponenten als von Einteilchenzuständen haben. Man muß die Darstellung nicht mögen, sie hat allerdings den möglichen Vorteil, daß Parallelen zu gängigen Regeln der QM gezogen werden können. Solange man das Bild nicht überstrapaziert, ist das unproblematisch -- Wer Tippfehler findet, darf sie behalten. |
|
#16
| |||
| |||
| Philo wrote: Nein, Du bist es, der falsch liegt. Zunächst mal: was meinst Du mit "stillstehend"? Nun, ja, wie Michael ja schon geschrieben hat, die beiden Modelle sind aus Sicht der Relativitätstheorie mitnichten gleichwertig. Das ist es nur, wenn man nicht genau hinschaut. Glaubst Du wirklich das Hantieren mit den Epizyklen war einfach? Das heliozentrische Weltbild kam mit weniger Annahmen und Parameter aus. Außerdem machte Galilei ja noch einige Beobachtungen mit seinem Teleskop, die ihn in seiner Vorstellung bestärkten. aber Galileis penetrantem Wahrheitsanspruch muss Dieser (Halb-) Satz ergibt nicht allzu viel Sinn. usw. usw. Naja, ab hier wieder das übliche Geschwafel... Ralf |
|
#17
| |||
| |||
| Ralf Callenberg schrieb: Na so was! Da muss z. B. Heisenberg irgend etwas falsch verstanden haben. Denn man liest: "Es ist willkürlich, ob man die Sonne oder die Erde als bewegt oder als ruhend ansieht." Vermutlich hat Heisenberg bei Einstein nachgeschlagen. Auch der hat's Ihnen zufolge falsch verstanden. Er schreibt nämlich 1918 in seinem "Dialog über Einwände gegen die RT": "Strenggenommen darf man z. B. nicht sagen, die Erde bewege sich in einer Ellipse um die Sonne, da diese Aussage ja ein Koordinatensystem voraussetzt, in welchem die Sonne ruht, während die klassische Mechanik doch auch Systeme zuläßt, relativ zu welchen die Sonne geradlinig und gleichförmig bewegt ist. So wenig es aber jemand in den Sinn kommen wird, sich bei der Untersuchung der Erdbewegung eines Koordinatensystems der letzteren Art zu bedienen, so wenig wird er aus der Betrachtung dieses Beispiels den Schluß ziehen, die Koordinatensysteme, deren Anfangspunkt dauernd im Schwerpunkt des betrachteten mechanischen Systems liegt, seien gegenüber jenen anderen Koordinatensystemen prinzipiell bevorzugt. So ist es auch mit dem von dir [= "Kritikus"] genannten Beispiel. Niemand wird sich bei der Untersuchung des Sonnensystems eines relativ zum Erdkörper ruhenden Koordinatensystems bedienen, weil dies unpraktisch wäre. Prinzipiell ist aber ein solches Koordinatensystem nach der allgemeinen Relativitätstheorie durchaus gleichberechtigt mit jedem anderen. Der Umstand, daß die Fixsterne mit ungeheuren Geschwindigkeiten umlaufen..., bedeutet kein Argument gegen die Zulässigkeit, sondern lediglich gegen die Zweckmäßigkeit dieser Koordinatenwahl, ebensowenig der komplizierte Bau des relativ zu diesem Koordinatensystem herrschenden Gravitationsfeldes, welches z. B. auch den Zentrifugalkräften entsprechende Komponenten hätte." Die beiden Modelle sind aus Sicht der ART also sehr wohl prinzipiell gleichwertig, wenn auch das eine "unpraktisch" sein mag. Dabei muss man natürlich berücksichtigen, dass "Koordinatenwahl" für Einstein keine rein geometrische sondern immer auch eine physikalische Angelegenheit ist. Daher ist mit einer Koordinatenwahl, die eine ruhende Erde zur Folge hat, die Einführung eines neuartigen "Gravitationsfeldes" verbunden, das nun für die Bewegung der Fixsterne sorgt. Auf eben diese Weise "entkräftet" Einstein in seinem "Dialog" ja auch Lenards Einwand mit dem Eisenbahnunglück. Der Zug ist unbewegt, während die ganze Welt in einem Gravitationsfeld frei fällt und dabei unglücklicherweise auf den Zug trifft. Der Fortschritt in unserer Welterkenntnis, der darin liegt, ist unverkennbar. Auch den Wissenschaftlern der Jesuiten war längst bekannt, dass die Annahme der Erdbewegung manche Vorzüge hatte und dass die Entdeckung der Venusphasen nicht nur Konsequenzen für die Venusbewegung hatte sondern für die Erde einen entsprechenden Gedanken nahelegte. Die Leute waren nicht dämlich, jedenfalls nicht dämlicher als die heutigen Gravitationswellenforscher. Einen schlüssigen Beweis für die Erdbewegung konnte Galilei aber nicht beibringen, der gelang erst später durch die Entdeckung der Fixsternparallaxen. Nur war Galilei nicht bereit das zuzugeben, zumal er einen streitbaren Charakter hatte. Statt also über die goldene Brücke zu gehen, die ihm angeboten wurde, und die der Kirche vorläufig das Gesicht hätte wahren lassen, setzte er seinem Charakter gemäß auf Spott, Verunglimpfung, Unterwerfung und totalen Sieg. Dass rein menschlich gesehen dieser Schuss nach hinten losgeht, hätte er sich denken können. Aber aus moderner, Einsteinscher Sicht hatte er ja ohnehin keinen Grund zu seinen Kampfschriften. Die Entschuldigung der Physiker und Astronomen bei der Kirche ist also überfällig. |
|
#18
| |||
| |||
| Philo schrieb: Vielleicht nimmst du den heutigen Stand der Wissenschaft und der sprachlich-mathematischen Exaktheit zu Kenntnis. Und da heißt es, dass es keine Äquivalenz mit Beliebigkeit der Wahl von Bezugssystemen geben kann, wenn man eine globale Karte der Raum-Zeit haben möchte. Beschleunigte Bezugssysteme produzieren Ränder (Horizonte), so dass man mehrere Karten zur Überdeckung braucht. Man stelle sich als Bezugssystem das Ruhesystem eines erdnahen Satelliten vor. Da rotiert die radiale Koordinate in 90 Lichtminuten/2pi Entfernung mit c, so dass dort ein Zylinderhorizont entsteht, der die physikalische Beschreibung weiter entfernt liegender Systeme, die Überlichtgeschwindigkeit zu haben scheinen, unmöglich macht. Die Bemerkung, die Wahl des Bezugssystems sei beliebig, die Tensorgleichungen der Physik seien invariant unter Kartenwechsel, gilt nur lokal und kurzzeitig, solange, soweit- und breit die Karten keine Singularitäten entwickeln, dh nur im Labormaßstab. Nach einer Umdrehung der Erde um die Sonne steht fest, dass die Jesuiten und nicht Galilei auf dem falschen Dampfer sind. Denn das Kriterium der Richtigkeit einer Beschreibung ist die maximale Ausdehnbarkeit der Kartenbeschreibungen in Raum und Zeit. Un da haben die Inertialsysteme die Nase vorn. -- Roland Franzius |
|
#19
| |||
| |||
| Roland Franzius wrote: Na, die geozentrische Karte kann aber sehr wohl ohne Singularit"aten das Sonnensystem beschreiben, in dem sich die Sonne um die Erde bewegt und die "ubrigen Planenten um die Sonne (sogar auf - gen"ugend komplizierten - Epizyklen). Das spielt sich alles noch bequem innerhalb des erdbezogenen Riemannschen Normalkoordinatensystems ab, also auf einer einzigen Karte! Der Steit zwischen geozentrischem und heliozentrischem System ist also aus heutiger Sicht irrelevant, da beide einfach die Wahl spezieller Koordinatensysteme sind. Ptolem"aus lag also nicht falscher als Kopernikus. Arnold Neumaier |
|
#20
| |||
| |||
| Gerhard Tenner wrote: Nun das war nun ganz und gar gängige Lehrmeinung zu Zeiten eines Kopernikus. Definiere beliebig! Jeder beliebige Punkt der Erde oder wie? Hier wir deine Erklärung nun sehr unsinnig, Die Schwerkraft und deren formelhafte Beschreibung sind geschichtlich mit den Personen Galileo und Newton verknüpft, wie konnte das nun albern werden? Albern eben nur aus heutiger Sicht. Nein ich will nur darauf hinaus, das die Inkosistenz, welche Kopernikus empfunden hat, muß eben auch in dem damaligen Weltbild bestanden haben, dafür können wir aber keine Erkenntnisse bzw. Sichtweisen späterer Jahre heranziehen. Anderes Beispiel: Max Planck hat sich mit Strahlungen von glühenden Körpern und deren Frequenzspektren beschäftigt und ist dabei auf nicht- linearitäten gestossen welche zu dieser Zeit mit der mechanischen Weltsicht unvereinbar waren *nur* so konnte eine neue Theorie entwickelt werden. Ein klares Jein zu dieser Aussage. Über die Aussage Newtons F=m.a liesse sich dahingehend streiten hat sie wirklich etwas mit Ursachen zu tun oder ist auch diese Formel eben nur die mathemtische Beschreibung einer bzw vieler Beobachtungen, welche insich schlüssig sind. Aber eben nur weitestgehend. mfg Klaus |
| Tags |
| denn , gravitonen , nun , oder , raumzeit |
| Thread Tools | |
| Display Modes | |
|
|
| | ||||
| Thread | Thread Starter | Forum | Replies | Last Post |
| Hat die Raumzeit ein oder zwei Seiten? | Andreas Maier | Forum Physik | 37 | 03-14-2009 11:11 PM |
| Drei Uhren | Kurt Bindl | Forum Physik | 245 | 02-16-2009 12:47 PM |
| Vibrationsenergie | Marco Pagliero | Forum Physik | 90 | 08-04-2008 01:41 PM |
| Was ist Wasser? | Christoph Blocher, Bundesbrot | Forum Chemie | 270 | 11-16-2007 09:47 PM |
| Was ist Wasser? | Christoph Blocher, Bundesbrot | Forum Physik | 308 | 11-16-2007 09:47 PM |