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#11
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| Mal ne neue Idee: Wenn ein Teil des Raumschiffs einfach nur aus einer großen Scheibe besteht, die aber NICHT rotiert, könnte man ja trotzdem an der Wand entlangjoggen und die Fliehkräfte selber erzeugen. Bei einer Laufgeschwindigkeit von 5 m/s und 10 m Radius hätte man schon 2,5 m/s^2. Das wäre zwar nur 1/4 der Erdbeschleunigung, aber durch das Laufen würden die Muskeln genug belastet, um sich nicht zurückzubilden. Das mal eine Stunde am Tag sollte doch ausreichen, oder? Grüße, Alexander |
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#12
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| Gernot Zander <[Only registered users see links. ]> schrieb: Eigentlich habe ich genau das gemeint (aber leider wohl nicht deutlich genug ausgeführt). Ich meinte halt, dass Fliehkraftunterschied zwischen Kopf und Füße klein sein muss, *damit* die Coriolis-Effekte in einem erträglichen Rahmen bleiben. Dass 1% Unterschied im statischen Fall (d.h. der Raumfahrer bewegt sich nicht) nicht so spürbar ist, ist mir schon klar. |
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#13
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| Mark Rossi <[Only registered users see links. ]> wrote: Dann kriegst du allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit Gezeiten- und Corioliskraeften, wegen der Unterschiede zwischen "oben" und "unten" am Menschen wirkender Pseudo-Schwerkraft. Je kleiner das Verhaeltnis zwischen Koerpergroesse und Ringradius, desto kleiner diese Effekte. Im Extremfall Stationsradius=2m waere z.B. auf Kopfhoehe Schwerelosigkeit, an den Fuessen 1 g. Das waere gegenueber Schwerelosigkeit wohl eher ein Rueckschritt als ein Gewinn an Lebensqualitaet. Hinzu kommt, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit der Station fuer gleiche Pseudo-Schwerkraft um so schneller werden muss, je kleiner ihr Radius ist. Bei 10 m braeuchte man fuer 1 g ca. eine Umdrehung pro Sekunde --- da ist anhaltender Brechreiz garantiert. Das Massenverhaeltnis regelt sich praktisch von selbst --- wenn man den Ring sehr gross baut, wird er von alleine so schwer, dass die Menschen keine wesentliche Unwucht mehr erzeugen koennen. ;-) -- Hans-Bernhard Broeker ([Only registered users see links. ]-aachen.de) Even if all the snow were burnt, ashes would remain. |
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#14
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| Roland Damm schrieb: Ich hab irgendwo (sorry, weiß nicht mehr genau, wo) mal gelesen, dass die Corioliskräfte überaschenderweise weit weniger Probleme machen, als man erwarten könnte. Als Erklärung für das Zurechtkommen des menschlichen Körpers mit den auf den ersten Blick un-alltäglichen Kräften kam, dass sie garnicht so un-alltäglich sind. Beispielsweise wenn ich auf einem Bürostuhl sitze, mich darauf drehe und die Hand nach einem Ordner ausstrecke... Man sollte sich also anpassen können. Wobei man die Gewissheit selbstredend erst nach dem Experiment hat. -- »Weil es ein erhabenes Gefühl ist, ein Tier zu töten und es dann in seinen eigenen Darm zu stopfen. Können Sie sich etwas erniedrigenderes vorstellen, als sich in seinen eigenen Arsch stopfen zu lassen?« Wurst-Holger über das Geheimnis seiner Würstchen. |
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#15
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| Hans-Bernhard Broeker schrieb: [snip] Die Unwucht liesse sich relativ einfach durch ein System von Trimmleitungen und -tanks im Ring ausgleichen, in denen Wasser entsprechend der Bewegung der Besatzung hin und her gepumpt würde. Liebe Grüße Roland -- die Erde ist die Heimat aller Menschen |
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#16
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| > Wie groß müsste der Radius (bzw Durchmesser) eines solchen [Only registered users see links. ] "Solange die Rotationszeit eines großen Wohnzylinders nur größer ist als zweieinhalb oder drei Minuten, bleiben die Gezeitenkräfte, (d.h. die Gravitationsunterschiede zwischen Scheitel und Fußsohle eines 1.80 m großen Menschen), nahezu unmerklich. Auch die Corioliskräfte (eigentlich sind es nur Scheinkräfte), die wirken, wenn ein Bewohner eines Habitats sich z.B. senkrecht zur Rotationsachse bewegt, wären bei diesem Konzept zwar meßbar, aber nicht spürbar. Aber: damit bei einer langsamen Umdrehung innerhalb von drei Minuten, trotzdem eine normale Schwerkraft von 1 g auftritt, müßte der Radius eines solchen Wohnzylinders ca. 3 km betragen, der Durchmesser also 6 km!" |
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#17
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| > Ich hab irgendwo (sorry, weiß nicht mehr genau, wo) mal gelesen, dass die Das habe ich ebenfalls gelesen und weiß leider auch nicht mehr wo. Es ging darum, daß man Menschen in eine Zentrifuge gesetzt und dann untersucht hat, wie gut sie ihre Bewegungen unter der Wirkung der Corioliskräfte koordinieren konnten. Damit scheint das Gehirn tatsächlich wenig Probleme zu haben. Allerdings ist das aber das geringste Problem für die Bewohner einer rotierenden Station. Der Einfluß der Gezeiten- und Corioliskräfte auf das Gleichgewichtsorgan und den Kreislauf ist sehr viel gravierender und das wurde in dem betreffenden Artikel gar nicht untersucht. Die Probanden hatten nur die Hände, aber nicht den Kopf bewegt. Letzteres ist es aber, was die Übelkeit erregt. |
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#18
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| Christian Ade wrote: Du kennst "Der Splitter im Auge Gottes"? Ein sehr guter SF-Roman aus den 70ern mit der gleichen Idee. Nur wird keine Kurve geflogen, sondern einfach die Schubkraft umgekehrt. Dabei wird dann die Decke zum Boden, aber das ist man als Astronaut ja gewohnt. Thomas |
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#19
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| Hi, in de.sci.physik Christian Ade <[Only registered users see links. ]> wrote: Ich zitiere mal Lem: "Wann geben Sie Schub?" "Um acht." Der Pilot erriet den Grund der Frage. "Aber ich kann auch jetzt Schub geben, wenn Sie baden möchten, Kapitän!" "Ach - bleiben wir bei der Ordnung." (Oder so ähnlich - ich habe das Buch nicht zur Hand, nur eine russische Fassung. Dass ich darin die Stelle gefunden habe, grenzt an ein Wunder:-) "Terminus", Stanislav Lem, 1961 mfg. Gernot -- <[Only registered users see links. ]> (Gernot Zander) [Only registered users see links. ] *Keine Mailkopien bitte!* Meine Erfahrung zeigt: hast du Scanner, brauchst du RAM. Hast Du kein RAM...guckst Du nur! ([Only registered users see links. ]) |
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#20
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| MrStupid wrote: Hmmm. Wenn wirklich die Wirkung auf das Gleichgewichtsorgan von Bedeutung für das Unwohlsein ist, dann müßte der Unterschied der Fliehkräfte auf einem Radius von -- sagen wir mal 3cm, also in etwa der Größe der Bögen des Gleichgewichtsorgans neben dem Gehör -- hinreichend groß sein. Das heißt, ich erwarte nur für sehr kleine Ringradien Übelkeit. Das interessante ist ja, daß bei Drehbewegungen die Übelkeit meist erst auftritt, wenn der visuelle Eindruck von der Umwelt nicht mit dem 'gefühlten G-Vektor' übereinstimmt. Deshalb geht es einem in einer Zentrifuge relativ lange gut. mark -- Man darf nicht das, was uns unwahrscheinlich und unnatürlich erscheint, mit dem verwechseln, was absolut unmöglich ist. -- Carl Friedrich Gauß |
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| aufhebung , der , rotation , schwerelosigkeit , zur |
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