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#11
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| * Theo Wollenleben übernimmt die Rolle des Verteidigers. "Bis Du sicher," fragt nicht danach, was Du dem einen oder anderen zutraust. "Bis Du sicher," wird nicht dadurch beantwortet, daß Du auf andere verweist, über deren Beitrag Du nichts weiter weißt. Selbst wenn es im Gerthsen steht, kann es grottenfalsch sein (siehe unten). Für unverständliche Erklärungen der Bilder, die schnell bewegte Beobachter sehen, gibt es genügend Beispiele: Die Simulationen von Ruder wurden jahrelang so aufgefaßt, als könne man durch Terrell-Drehung Rückseiten von Objekten sehen, bevor man an ihnen vorbeigeflogen ist. Im Gerthsen steht es immer noch so falsch. Wenn bei den Erklärungen der Simulationen der einfache Satz beigefügt wäre, daß der bewegte Beobachter jeden Lichtpunkt sieht, den ein ruhender Beobachter am gleichen Ort zur gleichen Zeit wahrnimmt, dann würde solch eine Erklärung wichtiges zum Verstehen beitragen. Wer Bilder nebeneinander stellt, die ein ruhender und ein bewegter Beobachter an verschiedenen Orten sehen, ohne zu sagen, daß der Blickpunkt und daher das Bild verschieden ist -- so wie Bild a) und c) [Only registered users see links. ] und dies als relativistischen Effekt verkauft, führt den Betrachter irre. Das ist keine Verteidigung sondern mein Vorwurf. Gut ist eine physikalische Erklärung nicht schon dann, wenn man nicht wegen Unklarheiten belangt werden kann. Findest Du die folgende Beschreibung verständlich? [Only registered users see links. ] "If we plunge through the tram, all of its parts Terrel rotate independently making it appear to turn inside out!" Tatsächlich bewegt sich der Beobachter durch den Straßenbahnwagen und läßt dessen Inneres hinter sich. -- Aberglaube bringt Unglück [Only registered users see links. ] |
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#12
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| "Michael Adler" schrieb denn Bei uns gibt es in Apotheken so kleine Notizblöckchen als Werbegeschenke. Hin und wieder malte ich darauf Kurzfilme für meine Töchter als Daumenkino. Mein Tipp wäre ca. 30 Blatt zu nehmen, auf das erste den Mond so groß zu malen, wie man ihn mit ausgestreckter Hand auf dem Block auch am Himmel sieht, und dann den Mond mit jedem Blatt so viel größer werden lassen (am besten den Mondhorizont immer im Blick) bis am Ende des Blockes nur noch ein Sternchen der Amerikanischen Flagge zu sehen ist. Das kannst du ihr dann Vorzeigen und sagen, dass sie mit etwa Lichtgeschwindigkeit so schnell auch auf dem Mond wäre. Allerdings solltest du ihr vorher vieleicht noch anhand eines Globus zeigen wie weit der Mond von der Erde entfernt ist. (etwa 28 Globus-Durchmesser). ;-) Gruß Stefan |
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#13
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| Stefan Sude: Hab was wirklich cooles gefunden <[Only registered users see links. ] welt.de/freizeitparks/space_center/scb_park_start.php?id=39> Und sowas will ich halt als Programm, wo man durchs All fliegt, meinetwegen an Planeten vorbei. Mit Celestia kriegt mans halbwegs gut hin, aber irgendwie wirkt das in diesen Dimensionen trotzdem nicht sehr schnell |
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#14
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#15
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| Norbert Dragon wrote: Natürlich bin ich mir nicht sicher, daß die Simulation fehlerfrei ist, da ich den Quellcode der Simulation nicht eingehend studiert habe. Ich sehe aber auch bisher keinen Grund, daran zu glauben, daß der Autor Mist produziert hat. In deiner Frage steckt der Vorwurf, daß der Autor inkompetent sein könnte, weil er "nur" Informatiker ist. Ich bleibe dabei: Ich traue einem Informatiker durchaus zu, die Formeln zur Abberation zu verstehen und anzuwenden. Ich sehe die Simulation nur als nettes Spielzeug für jemanden, der seiner Freundin mal was anderes als seine Briefmarkensammlung zeigen will. Wer mehr lernen will, kann z.B. die Seite [Only registered users see links. ] besuchen. Die Verteidigung hat lediglich festgestellt, daß es für den Autor der Simulation spricht, daß er sich professionelle Hilfe geholt hat. Es ist nicht Aufgabe der Verteidung nachzuweisen, daß die Simulation fehlerfrei ist. Die Anklage möge doch bitte Beweise vorlegen, um den Vorwurf der Unfähigkeit meines Mandanten zu erhärten. Ein mißverständliches "as well" reicht dazu bei weitem nicht aus. Das ist wohl wahr. In habe bisher nur einmal im Gerthsen etwas nachgelesen, weil mir jemand erzählt hatte, daß man laut Gerthsen die Rückseite von Objekten sehen könne, bevor man an ihnen vorbeigeflogen ist. Ich neige eher dazu, denjenigen Leuten einen Vorwurf zu machen, die etwas falsch auffassen und dann falsch weitererzählen. Dabei ist es gar nicht schlimm, wenn man etwas nicht versteht (z.B. wegen unverständlichen Erklärungen), sondern wenn man nicht merkt, daß man etwas nicht versteht. Der Vorwurf ist berechtigt. Aber zur Verteidigung der Autoren möchte ich anmerken, daß die Bilder mit der knappen Beschreibung einem Artikel (Physik Journal 7/2002) entnommen sind, der weitere Erklärungen enthält (zu den Kugeln und dem Gamovschen Radfahrer): Beweisstück B: "Abbildung 3 illustriert, wie der Gamovsche Radfahrer (Abb. 3a, ruhend) wirklich aussehen würde. Nicht längenkontrahiert (Abb. 3b) wie in der Darstellung von Gamov, sondern im Wesentlichen einfach verdreht (Abb. 3c). Wenn man also von der Seite auf den fast lichtschnellen Radfahrer blickt (die Blickrichtung ist dieselbe wie in Abb. 1), dann sieht man seine Rückseite." (Quelle: [Only registered users see links. ]) Beweisstück C: "Sowohl die Kugel in Abb. 2 als auch der Radfahrer in Abb. 3 erscheinen verdreht. In beiden Fällen blickt man von der Seite auf das Objekt, bekommt aber dessen Rückseite zu sehen." (Quelle: [Only registered users see links. ]) Es wird also darauf hingewiesen, daß sich die Bilder a) und c) für die bewegte Kugel ergeben, wenn man in die gleiche Richtung blickt. Der aufmerksame Leser kann daraus mit einigem Nachdenken durchaus die richtigen Schlüsse ziehen. Bemerkung: Der Artikel ist auch als PDF-Version erhältlich, allerdings erst nach (kostenloser) Anmeldung: [Only registered users see links. ] Nein, das ist nicht mal mißverständlich, sondern einfach nur unverständlich bzw. unsinnig. |
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#16
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| * Theo Wollenleben schreibt Da haben wir unterschiedliche Vorstellungen von den Pflichten von Lehrern. Nicht die Schüler sind schuld, wenn sie es alle falsch verstehen. Ich habe bei etwa 2001 ausnahmslos nur falsche Deutungen von Ruders Simulationen gehört, der Autor des Gerthsen ist mit seinem Mißverstehen in bester Gesellschaft anderer Physiker und aufmerksamer Laien. In Ruders Buch über Relativitätstheorie stellt er Bilder gegenüber, die ein ruhender und ein bewegter Beobachter vom Brandenburger Tor sehen. Die nebeneinander stehenden Bilder sind an verschiedenen Orten entstanden, sie unterscheiden sich nicht nur durch die Geschwindigkeit des Beobachters. Die Schuld am Mißverstehen dieser Darstellung dem Leser anzulasten, beweist soviel Huzpe, wie der Vater- und Muttermörder, der vor Gericht um mildernde Umstände bittet, da er Vollwaise sei. -- Aberglaube bringt Unglück [Only registered users see links. ] |
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#17
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| Moin, Norbert Dragon wrote: Bist *Du* sicher daß Du gut genug englisch kannst? Hier der vollständige Abschnitt: Ich übersetze das mal: Wenn wir uns nach Rechts drehen, ändert sich das was wir sehen, drastisch. Das Gitter kommt nicht mehr direkt auf uns zu, sondern in einem bestimmten Winkel und dadurch werden der Doppler- und der "Scheinwerfer"-Effekt in der Grössenordnung reduziert. Die optische Aberration ändert ausserdem/zusätzlich die scheinbare Form des Gitters. Wo Problem? Ich nehme an, daß besagter Programmierer mehr von dem versteht, was er da getan hat, als Du von Englisch. Womit ich hoffentlich keinem von Euch beiden auf den Schlips trete... Markus |
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#18
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| * Markus Becker schreibt Ja. Das Wort: außerdem/zusätzlich Nichts außer Aberration ändert die Form des Gitters. Mehrfachzählung ist nicht nur sprachlich ungenau. Mir hat mal ein Informatiker berichtet, daß er bei einer Simulation Lorentztransformationen und Längenkontraktion berücksichtige. Sie war falsch. Sie war deshalb falsch. Da ich keinen Schlips trage, kannst Du mir nicht drauf treten. Nur, Du hast schlicht und einfach unrecht. -- Aberglaube bringt Unglück [Only registered users see links. ] |
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#19
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| Moin, Norbert Dragon wrote: Hmm. Das wird aber durch das ausserdem/zusätzlich nicht zwangsweise impli- ziert (daß es nicht der einzige Effekt wäre). Ein Beispiel aus einem anderen Bereich: "Wenn wir nun das Lenkrad nach links drehen, bemerken wir, daß das Fahrzeug einen Bogen fährt. Ein Tritt auf die Bremse sorgt zusätzlich dafür, daß es langsamer wird." Merkst Du, worauf ich hinaus will? Aber lass' es uns dabei bewenden. Oder? Das ist sicher richtig, aber in dubio pro reo oder wie der Lateiner sagt. Das ist ja schonmal gut. Du hast gesagt, ich soll Dir nicht unhinterfragt glauben, also? ;-) Markus |
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| bis , hin , simulation , zur |
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