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#102
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| Ralf Kusmierz <[Only registered users see links. ]> writes: Wenn ich mich mal langweilen sollte ;-) Bis dahin ist's noch einfach. Da wird's schon schwieriger. Klar, starke Fokussierung muss da rein. Aber was sonst noch? Vieles sind halt doch eher Details, wo man schon ein ordentliches Basiswissen mitbringen muss, um sie zu verstehen. Aus den letzten Jahren wuerde ich zum Beispiel die frequency map analysis und die orbit response matrix Messungen da reinpacken. Aber um zu verstehen, was da eigentlich gemacht wird, muss man schon einiges an Beschleunigerphysik wissen und zumindest die orbit response matrix setzt ausserdem einiges an Mathekenntnissen vorraus. Da koennte ich etwa die Haelfte der Papers der letzten PAC oder EPAC (also ca. 500) reinpacken. Dafuer tut sich in dem Gebiet einfach zu viel. Und von vielen spezielleren Sachen hab' ich keine Ahnung und kriege auch nicht mit, was da laeuft. Ach so. Also bei Elektronen/Positronen bremst ansonsten noch inelastische Streuung am Restgas. Da der Wirkungsquerschnitt mit der Energie runter geht und dazu bei LEP das Vakuum recht gut war, war der Beitrag bei LEP nur etwa 200 Stunden. Bei niedrigeren Energien kann der deutlich hoeher sein. Bei Protonen/Ionen kommt dann noch Ionisation des Restgases dazu. Ansonsten kriegst Du noch Teilchenverluste und/oder Vergroesserung der Strahlgroesse durch elastische Streuung am Restgas und durch Intrabeam- bzw. Touschek-Streuung, also Streuung eines Strahlteilchens an einem anderen des gleichen Bunches. Und in Kollision fuer Elektronen/Positronen halt noch die radiative Bhabha-Streuung. Keine Ahnung? Irgendwelche cosmic ray Leute hier? LEP war ein Kollider. Du fuellst also Elektronen und Positronen rein, beschleunigst die auf die gewuenschte Energie, bringst die Strahlen zur Kollision und dann laesst Du sie fuer einige Stunden (45GeV 10-12h, Experimente dauernd Daten. Man moechte eigentlich immer eine maximal lange Lebensdauer. Die optimale Laenge der Datennahme richtet sich danach, wie lange der Turnaround (also die Zeit von Dumpen ueber Fuellen, Rampen bis wieder Kollision) dauert (bei LEP minimal 1 Stunde) und wie schnell oder langsam sich die Luminositaet verringert. Irgendwo gibt's da ein Optimum fuer die integrierte Luminositaet. Das Justieren nach einem Shutdown misst man meist in der Laenge von Tagen (ausgenommen gute Synchrotronlichtquellen). Das am Ende der Rampe bis die Experimente Daten nehmen sollte nicht mehr als ein paar Minuten dauern. Prinzipiell verhalten sich Beschleuniger fuer unterschiedliche Strahlstroeme unterschiedlich. Insbesonder Kollider am beam-beam Limit sind da ziemlich empfindlich. Naja, leider ist der Wirkungsquerschnitt nicht so berrauschend, so dass Kollider ueblicherweise Jahrelang laufen, bis sie genuegend Statistik zusammenhaben. Die Messdaten sind heute ueblicherweise digital. Allerdings in grossen Mengen. Eins der derzeitigen Hochenergiephysikexperimente (BaBar am SLAC) hat AFAIK die groesste Objectivity Datenbank der Welt. Das einzige was evetuell "dreckig" ist, ist, dass irgendwas ein bisschen radioaktiv geworden ist, weil man entweder zuviel Strahl verloren hat oder zuviel Synchrotronstrahlung irgendwohin geballert hat. Das laeuft ja gerade ma CERN: LEP wird abgebaut um LHC Platz zu machen. Cheers Ina -- Ina Reichel [Only registered users see links. ] "In the quiet of the night let our candle always burn let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976 |
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| kai-martin knaak <[Only registered users see links. ]> writes: [Beschleuniger] Also ganz so schlimm ist's auch nicht. Normalerweise ist eine Woche nach einem Shutdown die Lumi zumindest wieder ertraeglich, es sei denn, man muss erst mal Bierflaschen in der Vakuumkammer finden und entfernen... Exakt. Vorjustieren mit wenig Strahl macht man eigentlich nur mit Antiprotonen. Die sind nach wie vor nicht so leicht herzustellen. Deshalb benutzt man erst mal ein paar, um nachzusehen, ob alles halbwegs richtig eingestellt ist. ACK. Die "interessanten" Wirkungsquerschnitte machen allerdings nur einen vernachlaessigbaren Anteil der Strahlverluste aus. ACK. ACK. Cheers Ina -- Ina Reichel [Only registered users see links. ] "In the quiet of the night let our candle always burn let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976 |
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| Ralf Kusmierz <[Only registered users see links. ]> writes: Die meisten Labors bieten Fuehrungen nach Terminvereinbarung an. Meist zwar fuer groessere Gruppen, Einzelpersonen werden dann halt bei irgendeiner Gruppe dazugepackt. Oder man kennt jemand im entsprechenden Labor und bekommt von dem eine Privatfuehrung. Weiss nicht, ob hier derzeit jemand vom DESY mitliest. Fuers LBNL kann ich das gerne tun, falls zu der Zeit zufaellig jemand hier in der Gegend Urlaub macht. Unser Open House Day sollte eigentlich dieses Jahr wieder dran sein (alle zwei Jahre). Ansonsten kann ich eine Besichtigung eines Beschleunigers echt nur empfehlen. Ist schon eindrucksvoll. Cheers Ina -- Ina Reichel [Only registered users see links. ] "In the quiet of the night let our candle always burn let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976 |
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| Gerhard Kemme <[Only registered users see links. ]> writes: Also, ein Magnetfeld zu messen ist trivial. Ablenkradius auch, denn wenn der falsch waere, wuerde der Strahl nicht gespeichert bleiben. Und die Umlaufzeit via Oszilloskop zu messen ist nun auch kein Hexenwerk. LEP hatte zwar ein gutes Vakuum (nTorr), aber kein perfektes. Dann sag' doch einfach mal das Spektrum der Leuchterscheinung vorher. Und gleich noch dito fuer einen Laser (gruen, genaue Wellenlaenge kann ich raussuchen), der auf den Strahl geschossen wird. Wie sieht da das Spektrum der rueckgestreuten Photonen aus? Dann rechne doch einfach mal mit Deinem Modell die Umlaufzeit aus. Labern kann man viel. In der Physikl zaehlen qunatitative Ergebnisse. Cheers Ina -- Ina Reichel [Only registered users see links. ] "In the quiet of the night let our candle always burn let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976 |
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| Ina Reichel schrieb in der newsgroup de.sci.physik: Guten Abend! Wenn jemand an einer Versuchsanlage eingearbeitet ist und der Diskussionspartner nur am Tag der offenen Tür Zugang hat, dann kann von den Leuten an der Anlage Beliebiges behauptet werden. Nur die Leute am Synchrotron sind betriebsblínd - müssen betriebsblind sein. Als Verteidigerin einer Theorie solltest du deine Daten zur Verfügung stellen, so dass Kritiker auf fehlerhafte Interpretationen hinweisen können. Im Einzelnen: Nach Absaugung der Luftmoleküle geht man von einem Vakuum aus, das völlig "leer" ist. - Dies wird bezweifelt. Wenn hier ein feinstofflicher Äther angenommen wird, der erst bei Geschwindigkeiten unweit von "c" wirksam wird, dann werden die Abweichungen der Messergebnisse von üblichen physikalischen Vorstellungen erklärbar: Das Teilchenpaket wird durch den Ätherwiderstand immer stärker kontrahiert. Es kommt zu Leuchterscheinungen, weil Lichtquanten grundsätzlich dann emitiert werden, wenn Teilchen in den Bereich der Lichtgeschwindigkeit gelangen - siehe Schallmauer. Weil bei hoher Geschwindigkeit der Ätherwiderstand bremsend wirkt. Die SRT hat immer dort Bestand, wo keine Kritiker anwesend sind. Allerdings geht es sicherlich bei einem Gebilde wie der SRT nicht um Richtig oder Falsch, sondern darum, wo ist sie Richtig und wo ist sie Unsinn, d.h. es geht um Entideologisierung und Entmythologisierung wie bei jedem Glaubens-Dogma - Was ist als Kernbereich anzusehen? MfG Gerhard Kemme -- Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de: [Only registered users see links. ] |
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#107
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| Heinz Blüml schrieb: die gleichen. Es wurde dir schon mindestens 10 mal erklaert, dass Eigenzeiten lorentzinvariant und damit unabhaengig vom Bezugssystem sind. Georg |
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| X-No-archive: Yes Gerhard Kemme schrieb in der newsgroup de.sci.physik: Konkrete Einwände hast Du nicht zufällig? Das Teilchenpaket wird Den gleichen Quark mit Schallmauer undsoweiter, der zeigt, daß Du noch nicht mal die Physik der Unterstufe begriffen hast, wolltest Du vor Jahr und Tag schon mal hier breittreten. Mangels Sachkenntnis Deinerseits wird Dir das auch diesmal nicht gelingen. Winfried Büchsenschütz -- Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de: [Only registered users see links. ] |
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#109
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| X-No-archive: Yes Ina Reichel schrieb in der newsgroup de.sci.physik: Da wird nix kommen. Wie Du seiner 'vorzüglichen Arbeit' über seine Äthertheorie (beschäftigt sie sich mit Äther oder ist sie unter Einwirkung desselben entstanden?) entnehmen kannst, hat er noch nicht mal die Grundlagen der Akustik verstanden. Aber die SRT ist ja das mindeste, was Physik-Dummies aushebeln wollen, die noch nicht mal die Physik 3 Ebenen darunter kapiert haben. Winfried Büchsenschütz -- Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de: [Only registered users see links. ] |
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#110
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| Ina Reichel <[Only registered users see links. ]> wrote: Nach einem normalen Shutdown ist ja auch (zumindest ueblicherweise) nicht "alles" verstellt. Wenn aber am Beschleuniger erhebliche bauliche Massnahmen ergriffen wurden, hat Kai-Martin meiner Erfahrung nach Recht. Ich bin ziemlich sicher, dass das z.B. bei HERA tatsaechlich Monate gedauert hat. Hut ab vor all den Leuten, die so eine Maschine jemals in den Griff kriegen. -- Hans-Bernhard Broeker ([Only registered users see links. ]-aachen.de) Even if all the snow were burnt, ashes would remain. |
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| bewiesen , die , eigentlich , srt |
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