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#221
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| Ralf Kusmierz schrieb: :-) So schlimm ist's nicht! Ich hatte nur eine Regelmäßigkeit entdeckt, die ich mir nicht erklären konnte ... Hans-E. hat schon was dazu geschrieben (auch wenn der Wert von 38 Min. nicht stimmt, hat er der Tendenz nach wohl Recht). Mag sein, dass Delta_T schuld ist. Warum aber verwendet Espenak überhaupt Ephemeriden aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert (siehe gestrigen Beitrag)? Allerdings. Ich habe das einzige in bayerischen Bibliotheken vorhandene Exemplar von Stephensons "Historical Eclipses" schon mal bestellt, denn an Stephenson führt wohl kein Weg vorbei. [...] Jan |
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#222
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| Jan Beaufort wrote: Da Eure "Gegner" vornehmlich aus Historikern oder jedenfalls an Geschichte Interessierten bestehen, also aus "Nicht-NatWis", ist die Unterstellung "es nicht tun werden" statt eines sachlichen "es nicht tun können" ein wenig unfreundlich. Ich habe die Diskussion mitgelesen und gestehe, die Details nicht zu begreifen. Vielleicht wäre jemand aus der Astronomie/Physik-Gruppe so freundlich, das _grundsätzliche_ Problem zusammenfassend nach de.sci.geschichte zu posten? Möglichst jemand, der in Sachen Phantomzeitthese sich ehrlichen Herzens als neutral bezeichnen kann. Mit Dank Unv. |
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#223
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| Jan Beaufort schrieb: .... ----- Kopfrechnen sollte man können -'Oh rage, oh désespoir, oh vieillesse enemie..' ;-) 17:03 - MW(17:20,17:30) ergibt natürlich -22 min. -------------- Ich hab inzwischen mal die Differenzen in einer kleinen Grafik dargestellt, jeweils gegen das Datum. Dabei fallen mehrere Dinge auf: 1. Die Abweichung zwischen Espenaks Mofi und dem Vollmond durchläuft zwischen -750AD und 250AD die Werte von etwa -25 bis + 12 min und folgt dabei näherungsweise einer Parabel. Dieser Trend ist wohl nur aus einem Unterschied der beiden zugrundeliegenden Rechenprogramme zu erklären. Frage: Welches Programm liefert zumindest konventionell die richtigen Werte? Und kann die doch recht geringe Abweichung für die Plausibilität bezüglich konv/FZ nicht vernachlässigt werden? 2. Interessant ist vielleicht auch, dass die Werte so um 200BC ungefähr gleich sind. Um diese Zeit kreuzen sich auch die deltaT-Kurven in Stephensons beiden Modellen. Falls es historische Bezüge bei den Ephemeriden gibt, dann läge in dieser Zeit wohl auch der Schwerpunkt. 3. Die Einzelwerte streuen innerhalb einer Bandbreite von etwa 6 minuten, was durch die zufällig verteilten Knoten erklärt ist. 4. Die um 108141 Tage versetzt gerechneten 'FZ'-Werte liegen insgesamt um etwa 3 min niederer als die konservativen Werte. Aber dass die Knoten sich in diesem Fall um gut 8 Std verschieben, das wissen wir ja schon. .... 'Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr...' Nichtsdestotrotz: so langsam krig ich auch am Schreibtisch die Depris :-) Hans-E |
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#224
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| X-No-Archive: Yes begin quoting, Ralf Kusmierz schrieb: Die richtige Msg.-ID ist übrigens <news:[Only registered users see links. ]> - dort hatte ich zu den von Thomas berechneten Zeitpunkten genauere durch Interpolation angegeben, Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt heraus Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#225
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| X-No-Archive: Yes begin quoting, "Hans-E. Korth" schrieb: Ach, tatsächlich? ;-) Schau doch mal in <news:[Only registered users see links. ]> rein, da findet sich: Meintest Du das? ... Ich hatte übrigens interpoliert (in <news:[Only registered users see links. ]>), sowohl die Knoten als auch die Finsternisse, um von dem 10-Minuten-Raster wegzukommen ... Bei uns heißt sowas "schönes Wetter" ;-) Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt heraus Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#226
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| Ralf Kusmierz schrieb: Die grundsätzlichen Verhältnisse sind mir schon weitgehend bekannt: Es hapert wirklich nur beim Rechnen. Ich habe bei den Philosophen gelernt, jedes beliebige Thema - und sei es scheinbar noch so verrückt - sachlich und unter dem ausschließlichen Gesichtspunkt der logischen Stimmigkeit zu diskutieren. Mathekenntnisse und Rechenfähigkeiten wurden dabei leider nicht weiterentwickelt. Beides ist ja auch eine Frage der regelmäßigen Übung, die bei mir völlig fehlt. Es würde Jahre brauchen, den Vorsprung, den ihr Naturwissenschaftler habt, aufzuholen. Wenn wir übrigens schon bei Internetseiten sind: Mit Abstand am besten bleibt die früher von Dir empfohlene Seite <www.astro.uni-jena.de/Teaching/Praktikum/pra2002/node144.html>. Schön klar ist weiter <www.eduvinet.de/gebhardt/astronomie/finsternis/finsternis.html>. Und lustig ist <http://home.planet.nl/~wjgsch/applets/davidsonphyslets/mond1.html>, das nebenbei die Frage aufwirft, ob denn die Mondbahn noch mit Kepler und Newton im Einklang sein kann (da doch die Sonne mindestens zwei mal stärker am Mond zieht als die Erde). So weit, so gut. Aber hier ist's einfach aus ... :-) Sehr gut, danke. Also lassen sich als Richtwerte (mit leichten Abweichungen) festhalten: - zeitlicher Abstand Vollmond-Knoten kleiner als 9h39m: totale MoFi; - zeitlicher Abstand Vollmond-Knoten zwischen 9h39m und 21h21m: partielle MoFi. Jan |
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#227
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| Hans-E. Korth schrieb: .... ennemie ... :-)) Ist es übrigens plausibel, dass sich der Winkel Sonne-Erde-Mond zehn Minuten lang nicht verändert? ************************************************** *********** Date__(UT)__HR:MN S-O-T /r ObsEcLng ObsEcLat ************************************************** *********** b0666-Apr-10 02:50 173.3523 /T 185.4515459 -0.0079754 b0666-Apr-10 03:00 173.4275 /T 185.5334392 -0.0003857 < Knoten b0666-Apr-10 03:10 173.5028 /T 185.6153324 0.0072040 b0666-Apr-10 17:10 179.3326 /L 192.4945910 0.6430591 b0666-Apr-10 17:20 179.3413 /L 192.5765052 0.6505910 < Finsternis b0666-Apr-10 17:30 179.3413 /L 192.6584202 0.6581217 < b0666-Apr-10 17:40 179.3327 /L 192.7403361 0.6656510 Die Depris kommen von den Ephemeriden, nicht vom Wetter ... :-) Jan |
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#228
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| Jan Beaufort schrieb: .... Ist nicht plausibel, tut er aber auch nicht. Er durchläuft zwischen 17:20 und 17:30 ein Maximum; das Maximum fällt in diesem Fall zufällig genau in die Mitte zwischen zwei der tabellierten Zeitpunkte, so dass der Winkel auf dem Rückweg um 17:30 denselben Wert durchläuft, den er schon um 17:20 auf dem Hinweg gehabt hatte. b0666-Apr-10 17:19 179.3408 /L 192.5683138 0.6498379 b0666-Apr-10 17:20 179.3413 /L 192.5765052 0.6505910 < 17:20 b0666-Apr-10 17:21 179.3417 /L 192.5846967 0.6513442 b0666-Apr-10 17:22 179.3420 /L 192.5928882 0.6520973 b0666-Apr-10 17:23 179.3422 /L 192.6010797 0.6528504 b0666-Apr-10 17:24 179.3423 /L 192.6092711 0.6536034 b0666-Apr-10 17:25 179.3424 /L 192.6174626 0.6543565 < Maximum 17:25, Finsternismitte b0666-Apr-10 17:26 179.3423 /L 192.6256541 0.6551096 b0666-Apr-10 17:27 179.3422 /L 192.6338457 0.6558626 b0666-Apr-10 17:28 179.3420 /L 192.6420372 0.6566156 b0666-Apr-10 17:29 179.3417 /L 192.6502287 0.6573687 b0666-Apr-10 17:30 179.3413 /L 192.6584202 0.6581217 < 17:30 b0666-Apr-10 17:31 179.3408 /L 192.6666118 0.6588747 Tschau, Thomas -- ------------------------------------------------------------------- Thomas Schmidt e-mail: [Only registered users see links. ] |
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#229
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| Thomas Schmidt schrieb: Ach, klar, danke. Jan |
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#230
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| X-No-Archive: Yes begin quoting, Thomas Schmidt schrieb: Und ich wollte gerade schreiben, _daß_ es plausibel ist, weil die erste Ableitung in der Umgebung eines Extremums verschwindet. Ad Jan: Es handelt sich bei diesem Winkel _nicht_ um die Länge, die sich gleichmäßig ändern sollte, sondern um den Winkel, der am Abstand 180° noch fehlt. Man kann sich als Modell vorstellen, daß ein Rad einen Punkt auf der Fahrbahn überrollt - solange das Rad auf die ensprechende Stelle zufährt, wird der Abstand zwischen Radachse und diesem Punkt immer kleiner und schrumpft bis auf den Radius des Rades zusammen. Im Moment des Überrollens ändert er sich nicht mehr, danach vergrößert er sich wieder. Der minimale Abstand zum antisolaren Punkt ist hier um b0666-Apr-10 17:25 (JD 1478266,22572 UT - Espenak datiert auf 17:03 wegen anderer Annahme für Delta_T) erreicht und beträgt dann 39'27" (räumliche Entfernung ca. 4400km, also gut ein Viertel mehr als eine Vollmondbreite, daher wohl keine totale Finsternis mehr. Zeitlicher Knotenabstand ist 14h24min32sek). Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt heraus Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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