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#1
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| Hallo! Nach meiner laienhaften Beschäftigung mit verschiedenen Aspekten aus der Quantenphysik (laienhaft meint engagiert, aber hilflos mit einem grundsätzlichen Problem dieser faszinierenden Welt nicht klar, vielleicht hat jemand Hilfe oder kann mir entsprechende (dem Laien verständliche) Links zur Verfügung: Die Welt wie ich sie wahrnehme funktioniert klassisch. Ist aber aus Quantenobjekten zusammengebaut. Also gibt es irgendeinen Punkt, an dem die Quantenteilchen, aus denen meine Welt aufgebaut ist, ihre tollen Quanteneigenschaften verlieren müssen und "klassisch" werden. Zum Beispiel Dekoheränztheorie, Kopenhagener Deutung. Möglicherweise auch in verschiedenen Welten, wenn Everett Recht hat. Was auch immer... Fakt ist doch aber, betrachte ich mein Notebook, an dem ich gerade schreibe, so besitzt dies keine Quanteneigenschaften mehr - schließlich verhält es sich außerordentlich "klassisch" (inklusive Systemabstürze und ähnliches es meinem Verständnis nach ja auch nur noch, das es (wie alles im Weltall) irgendwie von irgendwas ständig "beobachtet" wird oder mit irgendwas interagiert, sei es auch nur von/mit einem benachbarten Licht-/Wasserstoff-/Luft-/Oder-was-auch-immer-Teilchen und durch diese Beobachtung (die im quantenphysikalischen Sinne ja nicht nur eine Beobachtung von Männern in weißen Kitteln meint) zur Aufgabe der Quanteneigenschaften gezwungen wird. Wieso müssten dann eigentlich nicht schon alle Quantenteilchen ihre Quanteneigeschaften mittlerweile verloren haben und wir uns nur noch mit klassischer Physik "herumplagen"? Wieso kann ein Elektron, das unter quantenphysikalischen Gesichtspunkten in einem Atom in meinem Computer "unbestimmt" herumschwirrt, immer noch Quanteneigenschaften haben, obwohl es doch schon lange mit dem Rest der Welt (Licht-/Wasserstoff-/Luft-/Oder-was-auch-immer-Teilchen) interagiert haben oder von ihr beobachtet sein müsste? Sry, wahrscheinlich hab ich jetzt tausend Sachen durcheinander geschmissen... aber ich sagte ja schon,. Laie halt fasziniert und interessiert... Schöne Grüße! |
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#2
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| 2004-10-06 12:08:00 MESZ Orlow P. Busch wrote: Die Emergenz klassischer Konzepte aus der Quantenwelt ist heute gut verstanden. Aber ohne Mathematik geht es nicht - denn in der Mathematik gibt es Konstrukte, die sich auf die Physik abbilden lassen - in der UmgangsSprache nicht. Wenn man die Mathematik dann kann, kann man wieder in UmgangsSprache reden - weil man dann ueber Mathematik redet. Also: Dein Problem ist mit *wenigen* EinfuehrungsVorlesungen geloest - und wenn Du motiviert genug bist, must Du die Zeit aufbringen koennen. Hat er. SCNR. Gruss an Hendrik und Norbert an dieser Stelle - habe mich ja eine Weile in dsp rar gemacht. Die Emergenz der klassischen Physik ist ein *staendiger* Vorgang! Macht nix. Der Weg zur Erleuchtung fuehrt an der KinoKasse vorbei. Und manche von uns landen bei richtig interessanten Filmen, andere finden sich in Rosamund-Pulcher-Filmen wieder. Herwig -- Herwig Huener [Only registered users see links. ] +49 Josella Simone [Only registered users see links. ] 8095 Playton webmaster!@!Herwig-Huener.de 2230 GruberStrasse 10 A / D-85655 GrossHelfenDorf / Bayern / EU |
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#3
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| >"Orlow P. Busch" schrieb Wer sagt denn das? Ich denke, Du verwechselst Realität und Modell: Die Physik hat ein mathematisches Modell zur Beschreibung der Realität; in diesem Modell gibt es Quanten (und sonst noch so einiges). Woraus aber die Realität besteht sagt dieses Modell gar nichts aus! |
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#4
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| Dieter Müller schrieb Ja gut. Sagen wir mal dass die Realität unantastbar bleibt, unabhängig davon, wer welches Modell davon oder nicht, bilden mag, oder nicht. Bravo |
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#5
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| Das hört sich so nach beliebigkeit an; es ist aber wirklich so wie ich sage, Du kannst Dir das nicht aussuchen! unantastbar behaupte ich ja gar nicht; durch die Physik wird halt nur die Realität nicht erklärt, wie von den meisten Physikern behauptet |
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#6
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| Orlow P. Busch wrote: Kein Grund zu verzweifeln: "Wer über die Quantenmechanik nachdenken kann, ohne wirr im Kopf zu werden, hat sie nicht wirklich verstanden" Niels Bohr, 1922 SCNR, Andreas -- Wer mir per Mail antworten möchte sollte 'zaphod' im Betreff erwähnen, sonst wird die Mail zusammen mit SPAM und Würmern ungelesen gelöscht. |
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#7
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| Moin, "Orlow P. Busch" <[Only registered users see links. ]> wrote: Muß nicht. Bedenke wie viele solche 'Quantenteilchen' in einem Objekt drin sind, daß dir makroskopischem Objekt schon als mikroskopisch vorkommt. Die klassische Physik beschreibt sozusagen den Mittelwert, das was passiert, wenn viele Elementarteilchen zusammenwirken. Damit sich ein Gesamtsystem klassisch verhält ist es nicht notwendig, daß sich seine Komponenten - die Elementarteilchen - klassisch verhalten. Der Übergang von Quantenverhalten und klassischem Verhalten ist einfach nur der Übergang von einzelnen Teilchen hin zu einer großen Menge. Und daß in großen Mengen von einzelobjekten Verhaltensweisen sichtbar werden, die man aus der Beobachtung von Einzelteilchen nicht so schnell herauslesen würde ist auch nicht neu. Beispiel: der klassiche Verkehrsstau 'aus dem Nichts'. Man kann das Verhalten jedes einzelnen Autos beschreiben und würde dennoch nicht auf die Idee kommen, daß ein Auto ab einer gewissen Verkehrsdichte dazu neigt, plötzlich extrem langsam zu fahren. Genauso sind Erscheinungsformen wie Welle oder Teilchen nur makroskopische Sachverhalte die so in den Einzelteilchen nicht drin stecken. CU Rollo |
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#8
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| Moin nochmal,"Orlow P. Busch" <[Only registered users see links. ]> wrote: Sacht, ein Quantenobjekt verliert nicht seine Eigenschaften, nur weil es mit irgendetwas interagiert. Du kannst nicht sagen, daß du von einem Teilchen erst den Ort und dann den Impuls bestimmt und fortan annehmen, daß nun bis in alle Ewigkeit dieses Teilen einen scharf bestimmten Ort oder Impuls habe. Diese Unschärferelationen die es so gibt, sind grundlegende Eigenschaften eines Elementarteilchens, die ändern sich nie. Nur lassen sie sich halt nicht in unsere makroskopischen Schubladen packen, wie Welle, Teilchen, unscharfer Ort oder unscharfer Impuls. Diese Denkkategorieen gewinnen erst beim Übergang zu Mehrteilchensystemen Sinn. Und übrigens: Ohne Effekte, die nur die Quantentheorie erklären kann gäbe es auch diverse Dinge in der makroskopischen Welt nicht, Laser, Transistor,... CU Rollo |
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#9
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| "Orlow P. Busch" <[Only registered users see links. ]> wrote in message news:<ck0739$llc$03$[Only registered users see links. ]>... Um dies zu präzisieren: Wenn ein Quantenobjekt an zwei verschiedenen Orten x oder y sein kann, gibt es immer auch überlagerte Zustände x+y oder x-y. Diese können wir dank Interferenzen beobachtbar machen. Die Frage lautet dann: Weshalb gibt es beim Notebook keine solchen Interferenzen? Die Dekohärenztheorie zeigt, dass bei grossen Objekten, also bei grossen Energien die Wellenlängen sehr rasch so kurz werden, dass Interferenzen nicht mehr beobachtbar werden. Wegen der Wechselwirkung mit der Umgebung kann ich ein Quantenobjekt nur in Spezialfällen unabhängig von der Umgebung behandeln. Ich habe also meist nicht ein Quantenobjekt, dass am Ort x oder am Ort y sein kann, sondern ich habe z. B. einen Kasten, in dem das Quant am Ort x ist oder einen Kasten, in dem das Quant am Ort y ist. Der Kasten aber hat eine so hohe Energie, dass die Interferenz dieser zwei Zustände nicht mehr sichtbar ist. Für jedes Teilchen beginnt bei jedem Zusammenstoss ein 'Neustart'. Ein Elektron 'erinnert' sich nicht mehr an den Urknall und auch nicht mehr, ob es irgendwann einmal in Napoleons Hut war, sondern nur an den letzten Zusammenstoss. Man könnte sogar sagen: Wenn zwei Elektronen zusammenstossen, verschwinden zwei Elektronen und zwei neue entstehen. Deshalb ist es auch fragwürdig zu sagen 'Alles hängt mit allem zusammen', wie man das ab und zu liest. Teilchen KÖNNEN über grosse Distanzen verschränkt sein. Es ist aber sehr kniffelig, eine solche Verschränkung herzustellen. |
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#10
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| Hallo Roland, roland Damm wrote: Müsste man nicht sagen: Es ist eine grundlegende Eigenschaft der Messung? Eine Messanordnung, die den Impuls genau misst, kann prinzipiell nicht gleichzeitig den Ort genau messen, und die besondere Eigenschaft des kleinsten messbaren Quantums ist, dass es nur einmal messbar ist, dann ist es weg, bzw. verändert seinen Zustand. Es gäbe wohl die gesamte Welt nicht. Denn es wäre nicht möglich, mit geringem Energieaufwand eine grössere Energie zu steuern. D.h. die Energie einer Information wäre nutzlos, da man damit keinen Einfluss auf eine andere, grössere Energie nehmen kann. Es gäbe weder Information noch Bewusstsein. Das funktionale Äquivalent eines Transistor kann man ja auch fluidisch oder hydrodynamisch bauen. Jedenfalls wurde in einem Kosmos- Experimentierkasten, dem "kleinen Radiomann", ein Transistor mit einem Schleussentor verglichen, dass durch ein kleines Wasserrad betätigt wird. ;-) Das habe ich sofort verstanden, und auch was die Konsequenzen und Möglichkeiten sind, obwohl ich noch nix von Quanten wusste ;-) Grüsse, Peter |
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| eine , für , hilfe , klassische , laie , mischung , quanten , welt |
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