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Rotation und Kräfte

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  #1  
Old 03-06-2004, 05:43 PM
M. Behrendt
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Hallo!

Kann mir jemand sagen, wie die Kraft heisst, durch die sich ein Motorrad in
die Kurve legt, wenn man bei höherer Geschwindigkeit einlenkt.
Ist das die Coriolis-Kraft oder doch nicht.
Verallgemeinert auf einen senkrecht stehenden Torus mit Masse m, der sich
mit bestimmter Winkelgeschwindigkeit w dreht (im Sinne des
Motorrad-Vorderrades): wie ermittelt sich dann diese Kraft, die
Geschwindkeit des Einlenkens sei mal mit x Winkelgrad/sek gegeben.
Ich hoffe, ihr könnt mir noch irgendwie folgen...

Danke, Mike.


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  #2  
Old 03-06-2004, 06:36 PM
Marc Schroetel
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> Kann mir jemand sagen, wie die Kraft heisst, durch die sich ein Motorrad in

Hm, du solltest das anders betrachten. Das Motorrad legt sich
in die Kurve weil der Fahrer es so will damit er nicht umfaellt.
Die Coriolis-Kraft 'fasst' naemlich am Schwerpunkt des Motorrads
plus Fahrer an. Und da das Motorrad sonst nurnoch am Boden eine
Kraft gegen das seitliche abweichen erfaehrt, hast du praktisch
ein Konstrukt aus Hebeln mit einem Gelenk am Schwerpunkt.
Also legt der Fahrer sich so weit in die Kurve, dass die durch die
Schwerkraft resultierende Kraft Richtung Kurven-Innenseite, die
Coriolis-Kraft aufhebt. Allerdings ist das jetzt nicht ganz korrekt
formuliert, denn das Motorrad erfaehrt ja immernoch eine Kraft
nach aussen, es wird nur nichtmehr umfallen.


gruss
gw

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  #3  
Old 03-06-2004, 08:49 PM
Andreas Erber
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Marc Schroetel wrote:

War das nicht die Zentripetalkraft? Die Corioliskraft ist die Kraft die
wirkt wenn man sich längs des Radius der Rotationsebene einer rotierenden
Scheibe/Kugel bewegt.

LG Andy


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  #4  
Old 03-06-2004, 09:03 PM
Albert Frisch
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Wenn du mit dem Motorrad in die Kurve fährst, wirkt eine gewisse
Zentrifugalkraft, die dich nach außen drücken würde. (Zentrifugalkraft ist
nur ne Scheinkraft, eigentlich musst du als Fahrer ständig ne Kraft zum
Mittelpunkt der Kurve ausüben, um in der Kurve zu bleiben und nicht
tangential weiter zu fahren)
Und diese Kraft bewirkst du durch das "in die Kurve legen". Beim
Hineinlegen, entsteht ein Drehmoment (als ob das Motorrad im Stand
umfallen würde), das der Zentrifugalkraft entgegenwirkt (also eigentlich
die Zentripetalkraft ist). Zusammen mit der Reibungskraft bleibst du dann
also schön in der Kurve.
Die angesprochene Corioliskraft ist auch nur eine Scheinkraft, die ein
Körper denkt zu erfahren, wenn sich z.b. eine rotierende Scheibe oder aber
auch die Erde und ihm wegbewegt.

grüße
albert
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  #5  
Old 03-07-2004, 01:48 PM
Roland Damm
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Moin,

M. Behrendt hat geschrieben:


Mit Coriolis hat das wohl nichts zu tun. Worauf du vermutlich
hinaus willst, ist daß sich das Rad/Motorrad schräg legt, wenn
man den Lenker dreht. Das ist zwar richtig, aber praktisch
eher irrelevant. Der Effekt ist eher anders rum: Dadurch daß
das Motorrad kippt, lenkt das Vorderrad ein. Wenn alles gut
abgestimmt ist, dann sind die Kräfte, die der Fahrer auf den
Lenker ausüben muß gleich Null. Also Schräglage und Lenkwinkel
passen genau zusammen und das eine erzeugt das andere. Aber
selbst das ist beim Motorrad noch nicht alles, dazu kommt
noch, daß die Lenkachse nicht senkrecht steht und weder durch
die Radnabe noch durch den Aufstadspunkt des Vorderrades geht.
Das führt dazu, daß Querkräfte Einfluß auf den Lenkwinkel
haben, daß der Lenkwinkel bei Schräglage die Schwerpunkthöhe
beeinflußt und deshalb die Fliehkraft wieder eine Rückwirkung
auf den Lenkwinkel bekommt und und und.

Du denkst an die Kreiselkräfte, daran, daß eine Kreisel einer
erzwungenen Änderung seiner Achslage durch eine senkrecht dazu
entstehende Bewegung auszuweichen versucht. Das ist aber nicht
der Grund, warum sich ein Motorrad schräg legt. Umgekehrt
eher, der Lenker schlägt ein, weil sich das Motorrad schräg
legt. Aber wie gesagt, Seiteneffekte in Folge der Geometrie
haben da auch noch eine Menge mitzureden.


Die Kraft, die den Lenker dreht, ist keine Kraft sondern ein
Moment.

CU Rollo
--
Hier entsteht in Kürze eine neue Sig-Präsenz.
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Tags
kräfte , rotation , und


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