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#1
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| Hallo, bitte um "Aufklärung": Der elektrische Widerstand innerhalb eines Axons ist umgekehrt proportional zum Quadrat des Leitungsdurchmessers, weshalb dickere Fasern den elektrischen Strom längs der Faser schneller leiten als dünnere. Kann mir jemand anschaulich erklären, warum das so ist. Danke im voraus. Gruß Hans |
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#2
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| "Hans Herrmann" <[Only registered users see links. ]> tippste am 04 Sep 2008 : Was wohl aus dem Ohm'schen Gesetz und läßt sich anschaulich verstehen. ?????? Könntest du die Quelle angeben? Auf den ersten Blick ist da nämlich irgendwie einiges nichttetrapod-vertebrat, alleine schon, weil Nervenzellen keine Telefonleitungen sind und ich mich mal frage, ob der Widerstand da überhaupt etwas bewirkt. ciao, Andreas -- [ICQ: 327-890469] "If I can´t stop fiddling, it just takes me Ritalin, I´m poppin' and sailing." -Bart Simpson |
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#3
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| Moin, Hans Herrmann schrub: Richtig, wichtig zu wissen, wenn man an der Starkstromleitung hängt und zappelt und brutzelt (Fall 1). Das ist etwas komplizierter: Das Stichwort heißt Wellenwiderstand. Es kommt dabei garnicht so sehr auf den Ohmschen Widerstand an, solche Signale sind Wechselspannung und die Art der Isolierung und deren Dicke spielt eine wesentliche Rolle.... - aber das interessiert hier alles nicht. Sollte jemand behauptet haben, dass der Widerstand eines 2 mal so dicken Kabels nur 1/4 beträgt, dann hat er recht, denn es hat ja 4 mal so viel Fläche. Aber auch das ist bei Nervenfaser irrelevant, denn diese Leiten im Betrieb (nicht, bei Fall 1) garkeinen Strom längs ihrer Achsrichtung. CU Rollo |
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#4
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| Hans Herrmann schrieb: Moin, Axone sind keine elektrischen Leiter im Sinne eines Kupferdrahtes, das Ohm'sche Gesetz gilt daher nicht. Es geht um die Zahl der beim Ankommen der Aktionspotentiale am Membranabschnitt vorhandenen und von innen nach außen beförderten Ionen und somit um Konzentrations- und Diffusionsgradienten. Bei Wirbeltieren kommt noch die Schwann-Zelle als Dielektrikum und somit elektrische Feldlinien verstärkend hinzu. hth Jo |
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#5
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| Jo Warner <[Only registered users see links. ]> tippste am 05 Sep 2008 : Das war der Punkt, der mir besonders fischig vorkam. Immerhin steigt die Oberfläche des Neurons im Querschnitt linear, während die Fläche der Nervenzelle mit dem Quadrat anwächst. D.h., man hätte bei dünneren Fasern wohl eine schnellere Konzentrationsänderung, was entsprechend zu einem schnelleren Erreichen des Potentials führte, ergo würden die nächsten spannungsabhängigen Ionenkanäle schneller ausgelöst. Oder täuscht mich da meine umfassende Halbbildung? ciao, Andreas P.S. Ich will nicht die Unsicherheit der Schlußfolgerung bei CSI. daß XX eine Frau bedeutet, erklären und damit meinen Sitzpartner nerven, ich will... -- [ICQ: 327-890469] "If you browse in the shelves that, in American bookstores, are labeled New Age, you can find there even Saint Augustine, who, as far as I know, was not a fascist. But combining Saint August- ine and Stonehenge -- that is a symptom of Ur-Fascism." - U. Eco |
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#6
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| ----- Original Message ----- From: "Andreas Sielczak" <[Only registered users see links. ]> Newsgroups: de.sci.biologie Sent: Friday, September 05, 2008 1:21 AM Subject: Re: Elektrischer Widerstand - Leitungsdurchmesser Nervenfasern Hallo Andreas und alle anderen, danke für Euere Antworten, verstanden habe ich das Phänomen leider immer noch nicht. Aus der biologischen Fachliteratur, z. B. R. F. Schmidt, Grundriß der Neurophysiologie, Berlin 1974, S. 68ff u. a. geht hervor, dass die mittlere Leitungsgeschwindigkeit mit dem mittleren Faserdurchmesser steigt. Meiner Überlegung nach könnte das damit zusammen hängen, dass in einer dickeren Faser pro Querschnittsfläche die elektrotonische Stromausbreitung schneller vonstatten geht (größerer Ionenstrom pro Fäche und Zeit?), womit auch die Depolarisierung der benachbarten Region schneller ablaufen sollte ... Liege ich da richtig? Gruß Hans |
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#7
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| On 5 Sep., 00:21, Jo Warner <[Only registered users see links. ]> wrote: War das nicht primär ein Einstrom (von Na+)? Da eben wird es für mich fraglich: Sind die neumodischen Wirbeltiernerven nicht vielleicht doch Drähte? Immerhin sind sie isoliert, d.h. außerhalb der Ranvierschen Schnürringe nutzen die spannungsgesteuerten Na-Kanäle nichts. Das ganze wirkt auf mich wie ein Kabel, und die Schnürringe sind dann die Verstärkerstationen (weil der Draht so minderwertig ist, braucht man viele davon). Ralf |
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#8
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| "Hans Herrmann" <[Only registered users see links. ]> tippste am 05 Sep 2008 : Naja, ich lese das Thema gerade quer, ich lag mit meiner vermutung wohl ziemlich falsch. Scheint zumindest nach bestimmten Modellen so zu sein, mir schwirrte da noch etwas das verfickte Fick'sche Gesetz im Kopf herum, nur scheint man sich in den entsprechenden Modellen eher auf die Kabeltheorie zu beziehen: [Only registered users see links. ] [Only registered users see links. ] Das entsprechend das Ohm'sche Gesetz hier auftaucht, ist nicht weiter verwunderlich. Entsprechend liegst du danach richtig, und meine Assoziationen waren mehr oder weniger falsch, wobei ich mich natürlich immer noch frage, inwiefern das Modell zutrifft. Zumindest einige Beobachtungen könnte man damit erklären: [Only registered users see links. ] allerdings könnte ich mir die Entwicklung hin zu Riesenaxonen auch mit dem Stoffwechselaufwand der Na/K-Pumpe erklären, aber lassen wir das. Allem Anschein nach ja, aber du solltest dich da besser an jemanden wenden, der sich damit wirklich auskennt. ciao, Andreas -- [ICQ: 327-890469] "Die young is far too boring these days." -Helmet, Unsung. |
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#9
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| Ralf Muschall schrieb: Es gibt eine Theorie, nach der die Reizweiterleitung mit Solitonen abläuft (Thomas Heimburg, Andrew Jackson). "The Copenhagen University researchers argue that biology and medical textbooks that say nerves relay electrical impulses from the brain to the rest of the body are incorrect. "For us as physicists, this cannot be the explanation," said Thomas Heimburg, an associate professor at the university's Niels Bohr Institute. "The physical laws of thermodynamics tell us that electrical impulses must produce heat as they travel along the nerve, but experiments find that no such heat is produced."" [Only registered users see links. ] [Only registered users see links. ] Weiteres zur Reizweiterleitung, Myelin usw. [Only registered users see links. ] Grüße, Joachim |
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#10
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| Tags |
| elektrischer , leitungsdurchmesser , nervenfasern , widerstand |
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