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#11
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| andy M <[Only registered users see links. ]> schrieb: Noch lange nicht, wenn nicht andere Anhaltspunkte dazukommen. Bei 1% Fehlerwahrscheinlichkeit gibt es in einer Großstadt tausende positiver Feststellungen. Wenn aus anderen Überlegungen nur eine handvoll Kandidaten in Frage kommen, reicht 99% allerdings schon. Elmar -- __________________________________________________ ________ NewsGroups individuell filtern mit [Only registered users see links. ] |
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#12
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| On 8 Sep., 14:43, andy M <[Only registered users see links. ]> wrote: Die Messergebnisse sind diskret. Jede weitere Prüfung schließt einen weiteren Teil der Bevölkerung aus. Wenn von 3e9 alle außer Dir weg sind, steht das Ergebnis fest (dann prüft man allerdings recht lange). Doch. Wenn 4e7 (♂ Bevölkerung in .de) in Frage kommen und jedes Merkmal z.B. die Hälfte ausschließt, verdoppelt sich in jedem Schritt die Wahrscheinlichkeit für jeden, der noch nicht ausgeschlossen wurde (falls keine apriori-Wahrscheinlichkeiten bekannt sind, die das verzerren). Sicher ist *mehr* als Wahrscheinlichkeit =1 (beides fällt allerdings auf endlichen Mengen zusammen). Ralf Ralf |
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#13
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| Ralf Muschall wrote: Nein, das ist Unsinn. Es wird bei jedem Test das selbe geprueft, und daher der selbe Teil der Bevoelkerung ausgeschlossen. Mal als ganz grober, primitiver Vergleich: Wenn Du die Augenfarbe vergleichst, und raus findest, dass der Vater blaue Augen gehabt hat, dann schliesst das, sagen wir mal, 50% der Bevoelkerung aus (oder was weiss ich wieviel). Wenn du den Test jetzt noch mal machst, schliesst Du natuerlich wieder 50% der Bevoelkerung aus - aber eben die selben. Selbst wenn du die Augenfarbe 10000000000000 mal testest, wirst Du trotzdem nach dem ersten Test keine Verbesserung der Genauigkeit kriegen. Natuerlich funktionieren DNA-Tests (und das sind Vaterschaftstests ja, genau genommen) auf einem mikroskopisch kleineren Level, aber das Prinzip ist das selbe. Der Test laeuft so ab, dass bestimmte Gene ueberprueft werden, und dann mit Eltern verglichen werden. Ist Gen X beim Kind A, bei Mutter B und und bei Vater B, dann heisst das, der getestete kann nicht der Vater sein. Wenn es bei Mutter auch A ist, ist das Gen nutzlos zur Vaterschaftsbestimmung. Und wenn es bei Mutter B, aber bei Vater A ist, dann KANN der getestete der Vater sein. Kann aber auch reiner Zufall sein. Da aber bei jedem Test die selben Gene ueberprueft werden, ist wie gesagt eine Wiederholung des Tests voellig Sinnlos (ausser man vermutet das Labor hat Scheisse gebaut). |
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#14
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| Am Tue, 09 Sep 2008 20:53:02 +0200 schrieb J. Stoever: Finde hochinteressant, auf was für Antworten man kommen kann. Ich habe geschrieben, "wenn man von diesen (molekulargenetischen) Test genügend viele macht", also nicht Wiederholung, sondern verschiedene Analysen. Ich möchte nochmal auf die prinzipielle Schwierigkeit, Vaterschaft zu beweisen, hinweisen. Biologische Hypothesen, Modelle, Annahmen, und nicht nur die biologischen, können nur falsifiziert werden, nicht positiv bewiesen werden (sagt jedenfalls Karl Popper). Sie gelten nur bis zum Beweis des Gegenteils. Da die Tests, die zur Vaterschaftsbestimmung verwendet werden, unter der Annahme biologischer Modelle ablaufen, gelten eigentlich die gleichen Regeln. Der Beweis der Nichtvaterschaft ist vergleichsweise einfach: Wenn das Kind keine Merkmale des vermuteten Vaters aufweist, da kann der vermutete Vater nicht der Vater sein. Das sagt aber nichts darüber aus, wer der tatsächliche Vater ist. Die Merkmale müssen nicht Sequenzen der DNA, Mikrosatelliten, Restriktionsmuster oder ähnliches sein, sondern können auch enzymatische Muster (Polymorphismen) und andere Merkmale sein. Augenfarbe ist wegen der dominant/rezessiven Vererbung kein gutes Merkmal: Wenn ein Kind blaue Augen hat, heißt das noch lange nicht, dass die Eltern auch blaue Augen haben müssen, sie müssen nur das Gen für blaue Augen haben, dessen Ausformung aber von dem zweiten Augenfarben- Gen, das jeder Mensch besitzt, überlagert wird. Daher wird bei Eltern, die nicht blauäugig sind, aber blauäugige Kinder haben, durchschnittlich jedes vierte Kind blaue Augen haben, sagt jedenfalls Mendel. (Iü: ich hatte hier mal das ziemlich neue Paper über die Entdeckung des Augenfarbengenes zitiert, sollte im Archiv zu finden sein.) Die Chromosomenpaarung und das Crossing-over der Chromosomen führt mit einer erstaunlich hohen Rate an systemischen Mutationen, die nicht alle von DNA-Reparatur-Mechnismen abgefangen werden, zu Erbgut-Veränderungen. Wenn man daher zu wenig testet, könnte trotz tatsächlicher Vaterschaft eine Veränderung als Ausschlusskriterium von Vaterschaft bemerkt werden, wobei diese aber erst in der Embryonalentwicklung des befruchteten Eies abgelaufen ist. Meine 5 €-Cent! Bernhard |
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#15
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| On 9 Sep., 20:53, "J. Stoever" <[Only registered users see links. ]> wrote: Welchen Sinn soll das haben? Deswegen macht man ja beim 2. Test auch nicht Augenfarbe, sondern Haarfarbe, und beim dritten Schuhgröße. Die Chance, dass das bei den ca. 30000 Genen klappt, ist aber recht klein. Prüft man überhaupt Gene? Ich würde Junk anschauen, der mutiert (mangels nachfolgender Selektion) praktische schneller und ist daher vermutlich innerhalb der Population variabler. Ralf |
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#16
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| Am Wed, 10 Sep 2008 11:26:33 -0700 schrieb Ralf Muschall: Am ehesten Minisatelliten, aber da müßte ich nachsehen Bernhard |
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#17
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| Ralf Muschall wrote: Ich glaube unser Problem ist reine Semantik: wenn ich "ein Test" sage, dann meine ich damit einen Vaterschaftstest. Dabei werden natuerlich hunderte von Merkmalen getestet. Ja, allerdings. Aber eben nicht null. Ich wuerde sagen, praktisch hat diese minimale Ungewissheit keinerlei Relevanz. Zumal ja normalerweise nicht die gesamte Weltbevoelkerung sonder nur 2-3 Jungs in betracht kommen. |
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#18
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| Tags |
| vaterschaftstest |
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