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#1
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| Mich hat seit jeher der Gang, also das Gehen der Achtbeiner interessiert und naja, fasziniert. Ich sehe da nach wie vor Potenzial für nachahmende Ingenieurslösungen: Geländevehikel, auch in der interplanetaren Raumfahrt, vielleicht sogar mehr... Wüsste jemand einen Link - am besten natürlich auch auf Filmaufnahmen (Superzeitlupe und so Sachen) - auf Untersuchungen, Beschreibungen speziell zur Gehtechnik von Spinnen. ZB ob die "über Kopf" eine wesentlich andere Technik haben als normal orientiert. Ich habe mal im TV solche "Spinnen"-Vehikel gesehen: im Wald (Schweden) in unwegsamem Gelände, in der Holzfällerei. Das hatte aber (glaub ich) gerademal 4 Beine - also doch weit entfernt von echter Spinnenmäßigkeit. JJ |
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#2
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| "Jon J Panury" <[Only registered users see links. ]> schrieb: Die Philosophie ist, nicht allzuviel Kompetenz in ein zentrales Gehirn zu legen, sondern die Mechanik der Beine selbst als Teil eines Analogrechnersystems zu betrachten. [Only registered users see links. ] Die Teile heißen Harvester. [Only registered users see links. ] Grüße, Joachim |
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#3
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| Moin, Joachim Pimiskern schrub: Diese Erkenntnis hat aber verblüffend lange gebraucht, bis sie sich bei den KI-Forschern rumgesprochen hat, falls das überhaupt schon der Fall ist. CU Rollo |
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#4
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| Roland Damm schrieb: In diesem Artikel wird das Prinzip genauer beschrieben. "[Wohl Holk Kruse] Wenn ich jetzt frage: Was ist das wichtigere? Dann ist das wahrscheinlich eigentlich die falsche Frage. Es ist in der Natur so, dass diese drei Systeme aufeinander abgestimmt sind. Zumindest die beiden unteren Systeme. Man hat herausgefunden, dass die Schwingungseigenschaften der Mechanik, also der Beinmuskulatur und der Beinmasse gut angepasst sind von ihrer Eigenfrequenz her an die Schwingungseigenschaften dieser Oszillatoren, der neuronalen Oszillatoren, die man im Rückenmark findet. Dann geht das sehr viel leichter. Weil eben die Physik das schon zum großen Teil erledigt, das Nervensystem muss im Grunde nur die Abweichungen noch kontrollieren, was sozusagen noch der physikalische Schwinger in den Bein- Muskel - Federsystem schon erledigt. Noch drüber sitzt dann eben das eigentliche Gehirn, das dann wiederum Abweichungen davon steuern muss. Etwa wenn ich jetzt nicht im Dauerlauf vor mich hin jogge, und das so halbautomatisch geht, sondern ich sehe, da kommt eine Pfütze, an der will ich vorbei laufen, dann muss ich ganz gezielt Eingreifen von oben her und sagen: jetzt, Beine bewegt meinen Körper nach rechts an dieser Pfütze vorbei. " [Only registered users see links. ] Ich bin aber nicht so überzeugt davon. Zwar scheint es so, daß unsere Beine beim Joggen einen Autopiloten haben - man muß nicht über die Bewegungsmuster nachdenken, aber wenn man in Zeitlupe geht, also ein Bein nach dem anderen aufsetzt und sein Gleichgewicht halten muß, dann glaube ich, sehr wohl die bewußte Kontrolle über meine Bewegungen zu haben. Mit anderen Worten, die Beinmuskulatur wird dann zum großen Teil vom Gehirn gesteuert. Es scheint so, als sei der Grad der Einflußnahme des Gehirns auf die Position der Extremitäten eine festlegbare Zahl zwischen 0% und 100%. Für die Robotik bedeutet dies, man muß sowohl eine autonome Gangart implementieren als auch eine von einem Gehirn gelenkte. Grüße, Joachim |
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#5
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| Joachim Pimiskern <[Only registered users see links. ]> schrieb: [...] Übrigens ist ja nicht möglich, "in Zeitlupe" zu Gehen. Das (menschliche) Gehen hat ja ein starkes Moment der Inbalance, des Aufdienasefallens. Und da ich die Wirkung der Schwerkraft, die Schwerebeschleunigung also, nicht verändern kann, endet also ein *genaues* Zeitlupegehen nach dem ersten Schritt mit einem ganz gewöhnlichen Sturz nach vorn. Ich habe mich immer schon amüsiert über die menschenförmigen Roboter, deren Gang so völlig unnatürlich, weil jeden Augenblick balanciert, ist. Achtbeiner haben's da "leichter" (stelle ich mir vor): Deren Gang ist jederzeit balanciert, das heißt sie können beliebig langsam gehen *und* können in jeder Phase innehalten, ohne zu stürzen. Wie schon der obige Text meint: Die "autonome" (cum grano salis) Gangart ergibt sich aus einem Satz von physikalischen Eigenschaften (Stichworte: Reibung, Pendelverbund...). Ob das allerdings bei Spinnenbeinen so hin haut? Gerade weil die Spinne (und auch Heyapoden, denke ich) nicht auf die "helfende" Inbalance zählen kann, liegen die Verhältnisse da wohl anders - vielleicht sogar komplizierter. JJ |
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#6
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#7
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| Moin, Jon J Panury schrub: Zumindest wenn Spinnen über ihr Netz laufen, kommt da eine Menge Dynamik ins Spiel, ich glaube nicht, dass die dann mit statischem Gehen (also immer ausbalanciert) hinkommen. Apropos, so als Gag, hab gerade mit Billig-Digicam und Lupe rumgespielt: [Only registered users see links. ] Interessant, ich kenne hier aus der Gegend in der Größe nur die dicken schwarzen Spinnen, die im Haus rumlaufen und Kreuzspinnen. Die hier muss wohl was anderes sein. Körper so rund 15mm lang (ohne Beine). CU Rollo |
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#8
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| Tags |
| nochmal , spinnen |
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