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| Hallo, ich bin letztens mit ein paar Freunden auf ein seltsames Thema gekommen: Angeblich ist ja im Blut die DNA des Menschen drin, denn mit Blutspuren kann man ja zB Verbrecher identifizieren. Wie ist es aber nun, wenn ich eine Blutspende im Krankenhaus bekomme? Dann bekomme ich ja eine fremde DNA in meinen Körper injeziert. Soviel ich weiss muss man dabei jedoch nur auf die richtige Blutgruppe achten und nicht auf die selbe DNS (was ja auch praktisch unmöglich ist, da ja jeder ne andere hat). Wie akzeptiert nun aber ein Körper eine fremde DNS die durch das fremde Blut in den Körper kommt? Oder akzeptiert der Körper die fremde DNS und baut sie stückchenweise im Körper ein?!? (ok, letzteres is sicher ne naive Annahme, denn ich kenne keinen der nach ner Bluutspende zB eine andere Haarfarbe bekommen hätte ;-) Ich muss zugeben, klingt jetzt evtl. etwas komisch die ganze Frage, aber es wäre nett, wenn einer darüber bescheid weiss und mir das erklären könnte, warum sowas wie mit der Blutspende und der fremden DNS funktioniert. Vielen, vielen Dank Andreas -- Linux - May the source be with you! Linuxuser#: 182991 |
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| Moin, Andreas Pietzowski hat geschrieben: Rote Blutkörperchen sind Zallen und haben wie alle Zellen den kompletten genetischen Code eines Menschen in sich. Infizieren kann eine Blutspende nur jemanden, wenn dieses Blut mit Krankheitserregern versetzt ist. Das wird durch Kontrollen und was weis ich für Maßnahmen normalerweise ausgeschlossen. Die fremden roten Blutkörperchen können doch durchaus ihre Arbeit machen. Diese Blutzellen haben ohnehin nur eine Lebensdauer von ein paar Wochen. Sprich 4 Wochen nach der Blutinfusion hast du nichts mehr von dem fremden Blut im Körper. Die Blutspende ist eine reine Notfallmaßname. Vermutlich wird sich das Imunsystem sogar dagegen wehren und die fremden Blutkörperchen angreifen. Aber in einer solchen Situation dürfte das Imunsystem ohnehin eher auf dem Boden liegen, also macht das nichts. Die DNS des Fremdkörpers ist der Imunabwehr schlichtweg egal. Das Imunsystem erkennt nur gewisse Moleküle an der Oberfläche von Zellen. Diese sind immer so unterschiedlich und charakteristisch, daß das Imunsystem daran zwischen Freund und Feind unterschieden kann. Das ist wohl eher unmöglich. Die DNA einer Zelle beschribt wie diese sich entwickelt und was sie später tun wird. Eine lebende Zelle kann man wohl kaum oder nur bedingt umprogrammieren. Überhaupt braucht man zu dem Zweck erst mal einen Mechanismus, der fremde DNA in die Zelle hineinbringt. Viren tun sowas z.B.. Aber nur weil da irgendwelche fremde DNA im Körper ist, wird diese noch lanbge nicht eingebaut. Überleg mal, welche Unmengen an fremder DNA du täglich mit der Nahrung bekommst. Deswegen wächst dir doch auch kein Salat aus den Ohren. CU Rollo -- Hier entsteht in Kürze eine neue Sig-Präsenz. |
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| Griatzi! "Roland Damm" schrieb: Während ihrer Histogenese im roten Knochenmark schon. Fertig ausgebildet nicht mehr (schafft Platz für Hämoglobin). Da der den Metabolismus regelnde Zellkern fehlt, haben sie, wie du richtig bemerkst, eine relativ kurze Lebensdauer. Aber nix mit DNA. Dafür schwirren im Blut aber genügend diverse Formen von Leukozyten rum, mit jeder Menge DNA. [....] :-)) Allerdings gelangen diese "Unmengen" nicht ins Blut. Als Makromoleküle sind sie viel zu groß für die Resorption, werden daher im Verdauungstrakt enzymatisch gespalten. Und weg sind se! Freundlichen Gruß Otto |
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| Roland Damm wrote: Tut mir leid, als Fragestellender dir jetzt widersprechen zu müssen, aber ich habe mich erkundigt und habe folgende Information bekommen: Rote Blutkörperchen besitzen KEINE Erbinformationen, also keine DNS. Das besitzen nur die weißen Blutkörperchen. Deswegen gibt es bei einer Blutspende auch nur rote Blutkörperchen (Erythrozyten) oder Blutplasma verabreicht. Es ist sogar _sehr_ wichtig, dass keine weißen Blutkörperchen drin sind, denn bei zu hohem Maße kann der Mensch daran (hohes Fiber ist die Folge) auch sterben, wenn er eh schon geschwächt ist, da die fremde DNS in den fremden weißen Blutkörperchen vom eigenen Immunsystem abgewehrt werden MUSS! Es wäre fatal für einen Organismus, fremde DNAs zu akzeptieren. Blutspenden sind bei uns Lebewesen auch nur deswegen möglich weil die roten Blutkörperchen die den Sauerstoff transportieren eben _keine_ DNS haben. Hätten sie eine, würde keiner fremdes Blut empfangen können. Haben wir ein Glück, dass sich das genau SO entwickelt hat ;-) Ich habe bis jetzt erst diese einzige Information - klingt sehr plausibel und in sich schlüssig, wäre aber trotzdem gut, wenn das jemand verifizieren könnte oder evtl. Links hätte. Danke Pietz -- Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers :-) |
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| "Andreas Pietzowski" <[Only registered users see links. ]> schrieb im Newsbeitrag news:c56mqf$uu0$[Only registered users see links. ]... Was bitte soll denn so schlimm daran sein, dass fremde DNA aufgenommen wird? Erstens - wie schon gesagt wurde - können die Lymphozyten unseres Immunsystems lediglich fremde Antigene erkennen (dass sind z.B. Fragmente eines Fremdkörpers die durch sog. "Präsentiermöleküle" auf der Oberfläche von befallenen Zellen präsentiert werden), zweitens wird fremde DNA nicht plötzlich aktiviert und in den Genkreislauf der Zellen integriert NUR weil sie vorhanden ist. Entscheidend ist, dass DNA aus dem Zellkern transkripiert wird und als mRNA in die Zelle geschleusst wird, alles andere ist für unsere Proteinbiosynthese irrelevant. Eigentlich "freut" sich der Organismus sogar über fremde DNA, da er diese dann mit Restriktionsenzymen spalten und für die eigene DNA Produktion verwerten kann. Ausserdem passiert es STÄNDIG dass unser Organismus fremde DNA akzeptieren MUSS, d.h. aber nicht dass diese DNA dann in sein Genom eingebaut sondern lediglich, dass die körpereigene Proteinbiosynthese verwendet wird. Mfg, Mischa. |
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| Moin, Otto Roeschke hat geschrieben: Gut, dann war meine Vermutung wohl falsch. Neulich auf 3sat/nano erzählten sie etwas, nachdem das so nicht richtig ist. Sprich man schreddere ein Hühnerbein und analysiere es nach allem, was nach DNA aussieht, dann findet man auch DNA der Nahrungspflanzen. Allerdings sind diese nicht in Zellkernen eingebaut und wohl auch so sehr zerstückelt, daß sie selbst in einer Zelle aussagelos wären. Aber dennoch, Gene können in den Körper kommen, so dicht ist das Verdauungssysztem wohl nicht nicht. CU Rollo -- Hier entsteht in Kürze eine neue Sig-Präsenz. |
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| Martin Stahl wrote: OK, da hast sicher recht. Aber man bekommt doch bei einer Organtransplantation auch zig Medikamente um den Körper das Organ nicht abstoßen zu lassen, oder? Irgendwann muss doch der Organismus die Zellen des fremden Organs eh mit der Zeit neu bauen. Werden diese Zellen dann mit der fremden oder mit der körpereigenen DNS gebaut? Und noch was, wenn eine fremde DNA nicht so wild wäre: Warum bekommt man dann bei einer Blutspende mit weißen Blutkörperchen Fieber und bei den Roten nicht? Danke Pietz -- The day Microsoft makes something that does not suck is probably the day they start making vacuum cleaners. |
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| akzeptiert , blutspende , dna , fremde , körper , warum |
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